Union Berlin hatte keine Chance

Karneval in Köln: 4:0 im Spitzenduell

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Viel Grund zum Feiern hatten die Kölner Spieler gegen Union Berlin.

Köln - Karneval in Köln: Im „Fastelovend-Trikot“ hat der 1. FC Köln das Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga gewonnen und seinen Ruf als Top-Favorit auf den Aufstieg eindrucksvoll untermauert.

In einem hochklassigen Duell mit dem zuvor punktgleichen Tabellenzweiten Union Berlin fuhren die zeitweilig wie entfesselt spielenden Kölner einen klaren 4:0 (2: 0)-Sieg ein. Genau eine Woche vor Beginn der „fünften Jahreszeit“ feierten die Fans des selbsternannten Karnevalsvereins, der genau einmalig mit einem eigens kreierten Trikot auflief, ausgelassen.

Nach dem Sieg durch Tore von Marcel Risse (22./30.), Yannick Gerhardt (52.) sowie Jonas Hector mit seinem ersten Zweitliga-Treffer (66.) hat die Mannschaft von Trainer Peter Stöger nun bereits fünf Zähler Vorsprung auf Platz vier. Zudem ist der FC neben Triple-Sieger Bayern München die einzige ungeschlagene deutsche Profi-Mannschaft in dieser Saison. Union verlor erstmals nach neun Spielen wieder auswärts und kassierte erstmals nach fünf Partien wieder Gegentore. Dass der Höhenflug kein Zufall ist, stellten die Eisernen vor 45.000 Zuschauern nur in der ersten halben Stunde unter Beweis.

Die Vorbereitung aufs Spiel verlief für die Gäste denkbar unglücklich. Der Mannschaftsbus stand lange im Stau, erst 36 Minuten vor dem Anpfiff und damit auf den letzten Drücker kamen die Berliner im Stadion an. Schiedsrichter Jochen Drees verschob den Anpfiff um fünf Minuten. Zudem musste Union auf den gelbgesperrten Anführer Torsten Mattuschka verzichten. Für ihn trug Michael Parensen, in Köln als junger Spieler einst gescheitert, die Kapitänsbinde. Beim FC ließ Trainer Peter Stöger in Anthony Ujah einen Teil seiner Doppelspitze auf der Bank, Ex-Nationalspieler Patrick Helmes agierte somit als einziger Stürmer.

In der Anfangsphase entwickelte sich zunächst ein völlig anderes Spiel als erwartet. Union agierte mutig, zeigte die reifere Spielanlage und schien das Spiel über ungemein viel Ballbesitz eigentlich im Griff zu haben. Doch der FC freundete sich mit der ungewohnten Rolle des Konternden gut an und hatte die besseren Chancen. Durch Daniel Halfar mit einem noch relativ harmlosen Schuss bereits nach 50 Sekunden, durch Slawomir Peszko, dessen Kopfball-Aufsetzer nach Freistoß von Helmes knapp drüber ging (10.) oder gleich doppelt durch einen 18-Meter-Freistoß von Helmes inklusive Nachschuss von Dominic Maroh (14.).

Trotz der Spielanteile war die Führung der Kölner dann fast schon folgerichtig, resultierte aber aus einem krassen Fehler von Daniel Haas. Nach einem Pass von Matthias Lehmann kam der Keeper zu spät aus dem Tor, rutschte am Ball vorbei und Risse schob ein.

Nun hatte der FC mehr Kontrolle über das Spiel. Acht Minuten später ließ Risse nach einem öffnenden Pass von Gerhardt Haas mit einem sehenswerten 20-Meter-Schuss keine Abwehrchance - bereits sein siebter Saisontreffer. Danach verlor Union die Ordnung und die Orientierung und rettete sich gegen zeitweise zaubernde Kölner nur noch in die Pause.

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

Die besten Fan-Choreographien in Europas Stadien

Auch nach dem Wechsel spielte der FC phasenweise wie im Rausch und ließ Union kaum noch Luft zum Atmen. Gerhardts Kopfball nach Freistoß Helmes beseitigte die letzten Zweifel am Sieg, dann durfte sogar Hector im 36. Zweitliga-Spiel nach Vorlage von Halfar erstmals ein Tor bejubeln.

Aus einer starken Kölner Elf ragten Risse, Halfar und Gerhardt heraus. Bei Union hinterließ Baris Özbek noch den besten Eindruck.

SID

Zurück zur Übersicht: Fußball

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser