ARD-Sportschau vor dem Aus?

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Die Internet-Sportschau könnte die ARD-Sendung ablösen.

Frankfurt/Main - Grünes Licht für die Internet-Sportschau: Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen das Modell der DFL zur Vergabe der Medienrechte. Das könnte für die ARD-Sportschau das Aus bedeuten.

Das Bundeskartellamt hat die Pläne der Deutschen Fußball Liga (DFL) bei der im Frühjahr anstehenden Vergabe der Medienrechte ab der Spielzeit 2013/2014 sowie die Zentralvermarktung bestätigt. Der Ligaverband verpflichtete sich jedoch gleichzeitig zur Beachtung umfangreicher Kriterien bei der Rechtevergabe. Auf dieser Grundlage sieht das Kartellamt nach eigenen Angaben keinen Anlass zum Einschreiten gegen die aus Wettbewerbsgründen fragliche Zentralvermarktung. Damit muss die ARD weiter den Verlust der Sportschau fürchten.


„Die zentrale Vermarktung von Medienrechten schränkt zwar den Wettbewerb zwischen den Vereinen ein. Sie bietet aber auch eine Reihe von Vorteilen und Effizienzen, da stets über die Liga als Ganzes berichtet werden kann und nicht jeder Verein einzeln über die Art und Weise der Berichterstattung über seine Spiele entscheidet. Unsere Entscheidung zielt darauf ab, diese Vorteile zugunsten der potenziellen Käufer der Rechte und damit letzten Endes auch der Verbraucher zu sichern“, sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt.

Die 10 besten Fußball-Stadien der Welt

Platz 10: Das Craven Cottage in London ist die Heimat des FC Fulham. Es ist eine der letzten wirklich alten und traditionsreichen Kampfbahnen in England. Es liegt am Ufer der Themse. © Getty Images
Verein: Fulham FC; Kapazität: 25 678 Plätze © Getty Images
Platz 9: Camp Nou, die Heimat des FC Barcelona, wird auch die Kathedrale Kataloniens genannt. Es ist Europas größtes Fußball-Stadion und besticht durch eine einmalige Atmosphäre - wenn es denn voll ist. Das ist bei Barca aber normalerweise der Fall. Es soll demnächst weiter ausgebaut werden. © Getty Images
Verein: FC Barcelona; Kapazität: 98 787 Plätze. © Getty Images
Platz 8: Das Stadionul Dinamo, die Heimat von Dinamo Bukarest, führt die „Times“ auf Rang 8. Es ist ein Meisterstück der stalinistischen Zeit des Kalten Krieges. Kapazität: 15.300 Plätze. © dpa
Platz 7: La Bombonera - dieser Name klingt schon nach Atmosphäre und Stimmung. Die Heimat der Boca Juniors Buenos Aires heißt offiziell Estadio Alberto Jacinto Armando und gilt als eines der Stadien mit der hitzigsten und emotionalsten Atmosphäre. © ap
Verein: Boca Juniors Buenos Aires; Kapazität: 57.395 Plätze © ap
Platz 6: Das Santiago Bernabeu in Madrid ist die neue Heimat von Superstar Cristiano Ronaldo und dessen neuen Verein Real Madrid. Das königliche Stadion besticht vor allem durch seine Enge. © ap
Verein: Real Madrid CF; Kapazität: 80 354 Plätze © dpa
Platz 5: Die Allianz Arena in München. Die Heimat des FC Bayern und 1860 München schafft es in die Top 5. Laut „Times“ wird hier gezeigt, wie man ein neues Stadion zu bauen hat. Neueste Technologie, hoher Komfort und dennoch stimmungsgewaltig. © dpa
Vereine: FC Bayern München, TSV 1860 München; Kapazität: 69 000 Plätze © dpa
Platz 4: Das Inönü-Stadion von Besiktas Istanbul schlägt die Konkurrenz von Galatasaray oder Fenerbahce alleine durch seine Umgebung. Einen wundervollen Ausblick zur asiatischen Seite Istanbuls kann man von den Rängen genießen - doch in dieser Atmosphäre achtet darauf niemand. Kapazität: 32 145 Plätze © fkn
Platz 3: Legendäre Gänsehaut-Atmosphäre bei „Youl‘ll never walk alone“. This is Anfield. Die Anfield Road ist die Heimat des englischen Rekordmeisters FC Liverpool. © dpa
Verein: Liverpool FC; Kapazität: 45 362 Plätze © dpa
Platz 2: Das Giuseppe-Meazza-Stadion von Mailand bekommt die Silber-Medaille. Die Heimat von des AC Milan und Lokalrivale Inter Mailand ist das größte Stadion Italiens - und das wohl schönste. Einmalig, wie die Tifosi hier ihre Teams anfeuern. Ein würdiger zweiter Platz für das San Siro. © dpa
Vereine: AC Mailand, Inter Mailand; Kapazität: 81 389 Plätze © Getty Images
Platz 1: Der Sieger kommt aus Deutschland und ist das größte und stimmungsgeladenste Stadion der Bundesliga. Der Signal Iduna Park von Dortmund wurde für den Fußball konstruiert, alleine die Südtribüne bietet Stehplätze für 25 000 Fans - die gelbe Wand. © dpa
Verein Borussia Dortmund; Kapazität: 80.552 Plätze © Getty Images

Mundt führte weiter aus, dass das vorgesehene Modell den Medien einen wettbewerblichen Zugriff auf eine Reihe von Liga-Paketen über verschiedene Verbreitungsarten und -wege ermögliche. „Ligaverband und DFL haben sich dem Bundeskartellamt gegenüber verpflichtet, mehrere Pakete für die Live-Übertragung von Spielen sowie für die Highlight-Berichterstattung anzubieten“, sagte Mundt.

Damit läuft alles auf ein Bieterverfahren zwischen einem Internet-Anbieter und der ARD hinaus. Denn die Medienrechte für die frei empfangbare Highlight-Berichterstattung werden in zwei „Szenarien“ angeboten. In Szenario I ist die erste Highlight-Berichterstattung des Spieltages im Fernsehen vorgesehen. In Szenario II würde die Highlight-Berichterstattung zunächst über Web-TV bzw. eine mobile Übertragung erfolgen.

Bei dem zweiten Szenario wäre die früheste Fernsehberichterstattung erst für 21.45 Uhr vorgesehen. Das Bundeskartellamt hatte den Beteiligten bereits im Sommer 2011 signalisiert, dass es gegen die Ausschreibung der Szenarien keine grundsätzlichen kartellrechtlichen Bedenken gebe. Um kartellrechtliche Bedenken der Behörde auszuräumen, hatten Ligaverband und DFL verschiedene Selbstverpflichtungen angeboten. Das Bundeskartellamt hat diese nun für rechtsverbindlich erklärt, um ein faires, diskriminierungsfreies und transparentes Vergabeverfahren sicherzustellen.

sid

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