Ex-Bayern-Profi findet deutliche Worte

Mario Basler rechnet knallhart mit aktueller Spielergeneration ab: „Das ist nicht mein Fußball“ 

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Mario Basler ist bekannt für offene Worte. Zur aktuellen Spielergeneration hat der frühere Nationalspieler eine klare Meinung.

Mario Basler war schon immer dafür bekannt, seine Meinung offen zu sagen. Im Hinblick auf die derzeitige Generation an Fußballern findet er drastische Worte.

Update vom 9. September 2019: Mario Basler hat schon des Öfteren mit seinen Aussagen polarisiert. Über die Jahre hinweg hat der ehemalige Bayern-Profi zudem ein Bild von sich gezeichnet, das durchblicken lässt, dass Basler irgendwie anders ist, anders als die meisten Bundesligaspieler. Mario Basler war und ist ein Mensch, der gerne auch einmal aneckt, aber dennoch auch einer dieser sogenannten Typen, welche dem Profi-Fußball immer mehr abhanden zu kommen scheinen. Angesprochen auf die heutige Spielergeneration findet der 50-Jährige deutliche Worte. 

Mario Basler rechnet mit aktueller Spielergeneration ab: „Das ist nicht mein Fußball“

„Ich glaube, ich käme in der heutigen Zeit mit den Spielern gar nicht zurecht“, sagte Basler in einem Interview dem Magazin Playboy. Mit Blick auf mögliche künftige Trainerjobs erklärte er zudem: „Ich würde durchdrehen. Die stehen eine Stunde vor dem Spiegel, machen Gel in die Haare, Stirnbänder drauf. Dann kommen sie mit verbundenem Arm zum Training, weil sie sich haben tätowieren lassen und können zwei Tage nicht trainieren. Im Spiel rollen sie sich nach dem kleinsten Foul über den halben Platz, halten sich den Arm, obwohl sie am Knie getroffen wurden, und schauspielern herum, obwohl 50 Kameras im Stadion stehen und jeder sehen kann, dass nichts war. Das ist nicht mein Fußball.“

Mario Basler packt aus: Erpressung, Ohrfeige und Rauswurf beim Bayern

Update vom 5. September 2019: Nach seiner Karriere als Comedian versucht sich Mario Basler nun auch als Autor. Seine Biografie „Eigentlich bin ich ein super Typ“ ist bereits als eBook und broschiert erhältlich. Zusammen mit dem ehemaligen 11-Freunde-Redakteur Alex Raack schreibt Basler in 304 Seiten über sein Leben als Fußball-Profi und -Trainer. Ob Basler als Schriftsteller genauso erfolgreich ist, wie als aktiver Fußballspieler können Sie nun selbst nachlesen. Hier schon einmal ein kleiner Einblick in die Memoiren des Ex-Bayern-Profis.

In einem seiner Kapitel geht es um die von ihm als „Pizza-Affäre“ betitelte Story über seinen Rauswurf beim FC Bayern München. Im Oktober 1999 wurden Basler und sein Freund Sven Scheuer vom Gastgeber eingeladen, „bis Mitternacht zu bleiben um auf seinen Geburtstag anzustoßen“, so beschreibt Basler in seinem Buch die Ausgangslage der Situation. „Als wir gegen halb eins abhauen wollten, tauchte ein Typ auf, der uns schon vorher auf den Sack gegangen war uns Sven und mich als ‚Scheiß-Bayern‘ beschimpft hatte. Und das war noch eine der netteren Sachen“, berichtet der Ex-Bayern-Profi weiter. 

Der Abend habe damit geendet, dass die beiden damaligen Bayern-Spieler versuchten, den Störenfried verbal abzuwimmeln. Nachdem dies erfolglos verlaufen war ließ sich Scheuer doch noch verleiten: „Auf dem Parkplatz hat er (Sven Scheuer, d. Red.) dem Kerl eine gescheuert und endlich war Ruhe“.

Mario Basler über Erpressung: „17.000 Mark oder ich...“

Doch bereits am nächsten Tag erreichte Basler ein Anruf aus einem Rehazentrum, bei dem der Unruhestifter vom Vortag forderte: „Entweder du zahlst mir 17.000 Mark oder ich gehe mit der Story zur Bild-Zeitung.“ Die erste Reaktion vom ehemaligen Bayern-Profi Basler war - auch nach Rücksprache mit seinem Anwalt - „einfach gar nichts zu machen, doch dann fiel ihm (dem Anwalt, d. Red.) ein, dass Sven vorbestraft war und ernsthafte Probleme drohten.“ Also verabrede sich der damalige Bayern-Profi Basler mit dem Mann aus der Pizzeria „in der Regensburger Innenstadt und einen Tag später übergab ich ihm die 17.000 in bar. Und natürlich rannte er trotzdem zur Zeitung.“

Dies hatte für die beiden Fußball-Profis dramatische Folgen, denn „nach dem Spiel gegen Hertha bestellte Uli Hoeneß mich und Sven in den Umkleideraum für die Balljungen in den Katakomben des Olympiastadions. Was für ein würdevoller Rahmen, um dort zu erfahren, dass uns der Verein mit sofortiger Wirkung suspendierte.“

Mario Basler: Nur fünf Monate nach angebotenem Vertrag auf Lebenszeit war Schluss beim FCB

Für Basler war die „Pizza-Affäre“ jedoch keinesfalls der wirkliche Grund für den Rausschmiss bei den Bayern. Ausgangssituation des Ganzen war das „Bankett nach dem verlorenen Finale von Barcelona, als mir Kalle Rummenigge zu später Stunde einen Vertrag auf Lebenszeit angeboten hatte - und ich so dreist gewesen war, ihm dafür nicht sofort um den Hals zu fallen“, so schreib Basler in seiner Autobiografie. „Für die mächtigen Bayern-Bosse muss es eine Demütigung gewesen sein, dass dies für mich ein Angebot war, das ich ablehnen konnte“, heißt es weiter. 

Nur fünf Monate nach seinem Freistoßtor im Finale gegen Barcelona war für Basler Schluss beim FC Bayern München. Für nur 750.000 € wurde der Mittelfeldspieler am 15. November 1999 zum 1. FC Kaiserslautern transferiert, ehe er 2003 ablösefrei zum Al Rayyan Sports Club nach Katar wechselte. Aktuell kickt Basler gemeinsam mit seinem Sohn in der achthöchsten Liga Deutschlands.

Mario Basler mit Comedy-Programm „Basler ballert“ auf den Bühnen der Nation

Ursprüngliche Meldung vom 11. April 2019: Schon seit seiner aktiven Fußballer-Zeit polarisiert Mario Basler. Der 50-Jährige ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Davon können sich jetzt auch Comedy-Fans in ganz Deutschland überzeugen. Zurzeit ist er mit seinem Programm „Basler ballert“ auf den Bühnen der Nation zu sehen.

In seinem Repertoire sind unter anderem Geschichten über ehemalige Kollegen des Ex-Bayern- und Werder-Bremen-Spielers. Doch was Basler da von sich gibt, gefällt nicht jedem seiner ehemaligen Mitspieler, wie der Express berichtet. Vor allem einer, Ex-Bremen-Profi Uli Borowka, kann über Baslers Anekdoten gar nicht lachen.

Mario Basler spricht über Alkohol-Eskapaden von Ex-Mitspieler

Basler erzählt unter anderem über Alkoholexzesse und Missgeschicke, die dem 56-jährigen Borowka damals widerfahren sind. Problem dabei: Borowka war jahrelang alkoholabhängig und hat dies auch schon vor einiger Zeit bekannt gegeben. Unter anderem hat er ein Buch über diese Zeit geschrieben: „Volle Pulle. Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker“. Inzwischen engagiert sich der Ex-Profi in der Suchtprävention.

Uli Borowka findet Baslers Geschichten über ihn gar nicht lustig.

Zu Baslers Programm schreibt der 56-Jährige auf seinem Facebook-Profil: „Man kann sich über meine Saufeskapaden mal lustig machen, wenn es aber zum dauerhaften Bühnenprogramm wird, finde ich es erbärmlich und einfallslos.“ Er bekommt auch Untersützung durch zahlreiche Kommentare. So ist unter dem Post zu lesen: „Sehr armselig von Basler“ oder „Vielleicht sollte man als Ex-Fußballer seine Talente anderswo suchen als im Kabarett“. 

Über die alten Zeiten erzählt Mario Basler (l.) in seinem Bühnenprogramm. Wie hier bei seiner Zeit in Bremen mit Trainer Otto Rehagel (m.) und Uli Borowka (r.).

Video: Mario Basler trennt sich erneut von Ex-Frau

Schon öfter fiel Mario Basler mit seinen Aussagen auf. Besonders seine vernichtende Kritik zu Özils Auftritt bei der letzten WM ist vielen noch präsent. Die Antwort von seinem Ex-Bayern-Profi Oli Kahn ließ damals nicht lange auf sich warten. 

Ein englischer Comedian scherzte während eines Auftrittes über seinen Tod. Kurz darauf brach er tatsächlich vor den Augen des Publikums zusammen und verstarb.

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