"M & M" auf Rollensuche

Götze und Reus mit großen WM-Zielen

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Dicke Kumpels: Mario Götze und Marco Reus.

St. Leonhard - Als Entertainer wie früher „Poldi und Schweini“ können die Fußball-Kumpel Mario Götze und Marco Reus vor ihrem WM-Debüt nicht aufwarten. Aber "M & M" haben dennoch große Ziele.

Den verbalen Doppelpässen beim gemeinsamen Auftritt auf dem Podium des Medienzeltes im Trainingslager in Südtirol fehlt noch der Unterhaltungswert, der die jungen Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski etwa bei den Pressekonferenzen während des deutschen WM-Sommermärchens 2006 auszeichnete. In den WM-Stadien von Salvador bis möglichst zum Finale in Rio de Janeiro möchten aber auch „M & M“ ihre Rolle finden.

„Natürlich wollen wir in Brasilien viel spielen. Wir haben große persönliche Ziele“, sagte Bayern-Profi Götze. Nach einem für beide unterschiedlich verlaufenen EM-Debüt 2012 sieht der Dortmunder Reus die Zeit gekommen für sich und seinen Freund. „Ich denke, wir haben beide noch mal eine Entwicklung genommen. Wir sind gut drauf.“ Pure Vorfreude verspüre er auf das anstehende Turnier.

In Südtirol arbeiten beide Offensivspieler „sehr hart“ (Reus) für einen Platz in der Elf, die am 16. Juni gegen Portugal beginnen wird. Und dabei sind die einstigen BVB-Kollegen auch Konkurrenten, denn im Gegensatz zur Problemzone im defensiven Mittelfeld hat Bundestrainer Joachim Löw in der Offensivreihe davor eher Luxussorgen. Da tobt der Konkurrenzkampf mit Thomas Müller, Mesut Özil, André Schürrle, Julian Draxler und Lukas Podolski.

Und darum wollen sich der 24-jährige Reus und der drei Jahre jüngere Götze auch nicht auf eine Position festlegen lassen. „Wir fühlen uns im Mittelfeld offensiv überall wohl“, betonte Reus. „Man muss wegkommen von den Positionen. Die Räume müssen besetzt sein“, erklärte Götze, der auch als Alternative zu Miroslav Klose als sogenannte falsche Neun vorne im Sturm eingesetzt werden könnte. „Ich habe es im Verein gespielt, in der Nationalmannschaft, ich bin es gewohnt“, bemerkte Götze. Hauptsache, „M & M“ spielen.

Bei der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine war das noch anders. Nach einer langwierigen Schambeinentzündung kam Götze nur beim Viertelfinalsieg gegen Griechenland zu einem elfminütigen Kurzeinsatz. „Die EM hatte ich mir anders vorgestellt“, gestand der 21-Jährige rückblickend am Wochenende in Südtirol.

Reus musste damals auch bis zur Partie gegen die Griechen auf seinen ersten EM-Einsatz warten, spielte dann aber beim 4:2-Sieg in Danzig prompt groß auf und krönte seine Leistung mit dem Tor zum 4:1. Beim Halbfinal-K.o. gegen Italien (1:2) wurde der 24-Jährige immerhin zur Pause für Podolski eingewechselt. „Das Ziel bei der WM ist zu spielen“, kündigte Reus nun für Brasilien an.

Das sind die WM-Trikots der 32 Teilnehmer

Das sind die WM-Trikots der 32 Teilnehmer

Luiz Gustavo präsentiert das neue Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft. Es ist wie immer in der klassischen Kombination gelb-blau-weiß mit grünen Akzenten gehalten. © Nike
Klassisch in rot-weißem Karo-Muster tritt die kroatische Nationalmannschaft um Bayern-Stürmer Mario Mandzukic an. Neu sind dabei die komplett in Rot gehaltenen Ärmel. © Nike
Kroatiens Ausweichtrikot ist dagegen in blau gehalten. Lediglich auf den Schultern verläuft ein rot-weißes Karo-Muster. © Nike
Bei den Mexikanern wird es zackig. Das grüne Heimtrikot... © Adidas
... und auch das rote Auswärtstrikot fallen einem durch zackenförmige Akzente ins Auge. © Adidas
Die "unzähmbaren Löwen", wie die Spieler Kameruns genannt werten, tragen ihr Wappentier auch auf dem Trikot. Sowohl beim grünen Heim-, als auch beim gelben Auswärtsdress sind der Spitzname des Teams und der Löwe eingarbeitet. © Puma
Ganz in rot geht die spanische Nationalmannschaft die Mission "Titelverteidigung" in Brasilien an. © Adidas
Ungewohnt kommt hingegen das neue Auswärtstrikot der Spanier daher. In schwarz-grün ist die "Furia Roja" (Rote Furie) noch nie aufgelaufen. © Adidas
Klassisch angehaucht ist auch das neue WM-Trikot der Niederlande. Im traditionellen orange gehalten wurde beim Logo die klassische Ausführung in weiß auf das Jersey gestickt. © Nike
In rot-blauer Kombination tritt die Nationalmannschaft Chiles an. 2014 tritt "La Roja" bereits zum neunten Mal bei einer WM-Endrunde an. © Puma
Die "Socceroos" aus Australien präsentieren sich wie immer in gelb-grünen Heimtrikots. © Nike
Auswärts dagegen spielen die Kicker aus "Down Under" ganz in Dunkelblau. © Nike
Die erste WM-Teilnahme seit 16 Jahren werden die Spieler der kolumbianischen Nationalmannschaft in gelben Heimtrikots bestreiten. © Adidas
Ob Superstar Radamel Falcao nach seinem Kreuzbandriss wieder rechtzeitig fit wird, steht in den Sternen. Alternativ können die "Los Cafeteros" auch in roten Dressen auflaufen. © Adidas
Den Ausrüster gewechselt hat Griechenland, die Farben blieben aber gleich. Die Spielkleidung liefert nicht mehr Adidas, sondern Nike. Die Hellenen treten entweder komplett in weiß oder komplett in blau an. © Nike
Wie gewohnt in orangem Gesamtoutfit tritt das Team der Elfenbeinküste mit Yaya Touré an. © Puma
Auswärts tragen "die Elefanten" dagegen ein sattes Grün. © Puma
Der ehemalige Dortmunder Shinji Kagawa im blauen Trikot der japanischen Nationalmannschaft. © Adidas
Beim Auswärtstrikot setzen die Japaner auf ein giftiges Grün. © Adidas
Der zweimalige Weltmeister Uruguay trägt himmelblau, kombiniert mit schwarzen Hosen. © Puma
Als Ausweichjersey steht den Urus eine komplett weiße Garnitur zur Verfügung. © Puma
Die "Ticos", wie die Nationalelf von Costa Rica genannt wird, tritt in roten Hemden mit blauem Querstreifen an. Kombiniert wird es mit blauen Hosen und weißen Stutzen. © AFP
England wechselte 2013 nach 59 Jahren den Ausrüster. Statt von Umbro werden die "Three Lions" nun von Nike eingekleidet. Das Heimtrikot erinnert ein wenig an das deutsche Weltmeister-Jersey von 1974. © Nike
Auswärts treten die Engländer wie gewohnt in roten Trikots an. © Nike
Der Vize-Europameister von 2012 präsentiert sich wie immer in Azurblau: Italiens Heimtrikot zieren ein Knopfkragen und weiße Streifen an den Seiten. Das Auswärtstrikot ist mit blauen Nadelstreifen auf weißem Grund versehen. © AFP
Das Team der Schweiz tritt in roten Trikots und weißen Hosen in Brasilien an. Markant: Das schweizer Kreuz ist in etwas hellerem Rot in das Trikot integriert. © Puma
Alternativ treten die Schweizer mit umgekehrter Farbaufteilung an: Weißes Trikot, rote Hosen, weiße Stutzen. © Puma
Das Trikot der Nationalmannschaft lehnt sich an die Farben der Nationalflagge des Landes an: gelb-blau-rot. © AFP
In sehr schlichten Trikots wird die französische Nationalmannschaft in Brasilien auf dem Platz stehen. © Nike
Sollte die "Équipe Tricolore" nicht in blauen Dressen auflaufen können, so agiert sie in diesen weißen Jersey mit grauen Querstreifen. © NIKE
Ganz in weiß mit einem großen blauen "H" auf der Brust spielt das Team aus Honduras. Erst zu dritten mal (nach 1982 und 2010) sind die "Catrachos" bei einer WM mit dabei. © AFP
Ezequiel Lavezzi und Lionel Messi präsentieren das neue Heimtrikot der argentinischen Nationalmannschaft. Am klassischen hellblau-weiß-gestreiften Design hat sich nicht viel verändert. Lediglich ein leichter Farbverlauf in den blauen Balken ist neu. © Adidas
Das Auswärtstrikot der "Gauchos" ist in verschiedenen dunkelblau Tönen gestaltet. Die Streifen sind hierbei im Gegensatz zum Heimtrikot quer angeordnet. © Adidas
Erstmals präsentiert sich Bosnien und Herzegowina auf der WM-Bühne. Die Drachen, wie das Team genannt wird, spielen in blauen Trikots mit weißen Applikationen an Kragen, Ärmel und Hosen. © AFP
Die iranische Nationalmannschaft läuft in Trikots des Herstellers uhlsport auf. Auffallend ist der Leopardenkopf unterhalb des Wappens. © AFP
Auch auf den roten Auswärtstrikots lässt sich der Leopard erkennen. © AFP
Die Nationalmannschaft Nigerias läuft in grünen Heimtrikots auf. © Adidas
Als Alternative besitzen die "Super Eagles" einen weiß-grünen Trikotsatz. © Adidas
Das Trikot der deutschen Nationalmannschaft überrascht mit einem Brustring in verschiedenen Rottönen. Zudem wurde der schwarze Anteil am Trikotsatz reduziert. © picture alliance / dpa
Das alte grüne Auswärtstrikot weicht für die Weltmeisterschaft dem neuen, rot-schwarz gestreiften. Eine etwas gewöhnungsbedürftige Kombination... © picture alliance / dpa
Modern mutet das neue Trikot an, in dem Weltfußballer Cristiano Ronaldo und seine portugisische Auswahl auflaufen werden. Das Leibchen besticht durch einen raffinierten Rot-Verlauf von den Schultern zum Bauch. © Nike
Die "Black Stars" aus Ghana spielen ganz in weiß. Auffällig ist das Muster in den Nationalfarben auf den Schultern und am Ärmel. © Puma
Als weißes Ballett reisen die USA nach Brasilien. Ohne große Schnörkel oder Akzente präsentieren sich die Amerikaner bei der WM. © NIKE
Auswärts treten die US-Boys dagegen dreifarbig an. Das Trikot ist in einen roten, einen weißen und einen roten Abschnitt aufgeteilt, während Hose und Stutzen komplett in Rot gehalten sind. © Nike
Erstmals seit 2002 nimmt Belgien wieder an einem großen Fußball-Turnier teil. Die "roten Teufel" treten entsprechend ihres Spitznamens komplett in Rot an. © AFP
Ganz in weiß oder in hellgrün spielt das algerische Nationalteam. © PUMA
Im weinroten Dress wird die "Sbornaja", die russische Nationalmannschaft, bei der WM in Brasilien auflaufen. © Adidas
Der Übergang von blau zu weiß beim Auswärtstrikot der Russen erinnert leicht an Gletscher- oder Polareis. © Adidas
Rotes Trikot gepaart mit einer blauen Hose und roten Stutzen. In diesem Outfit wird die südkoreanische Nationalmannschaft in Brasilien auftreten. © NIKE
Als Ausweichoutfit haben die Südkoreaner diese weiße Kombo im Gepäck. Dabei ist der rechte Ärmel mit einem roten, der linke Ärmel mit einem blauen Ring abgesetzt. © Nike

Der torgefährliche Dortmunder müsste den Sprung in die WM-Elf nach einer imponierenden Bundesliga-Rückrunde sicher schaffen. Die schmerzhafte Endspiel-Niederlage im DFB-Pokal gegen die Bayern hat er jedoch nur „sehr schwer“ verdaut. Der frühere Gladbacher muss weiter auf seinen ersten Titelgewinn warten. „Ich hoffe, ich spiele noch viele Turniere und Endspiele“, sagte er.

Götze hat ein durchwachsenes erstes Jahr beim FC Bayern hinter sich. Aber es war mit vier Titeln (Meisterschaft, Pokal, Club-WM und UEFA-Supercup) mit reichlich Trophäen gesegnet. „Mein Fazit ist definitiv positiv“, sagte Götze. In Brasilien soll es gekrönt werden.

dpa

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