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Götze über Niederlage: "Vielleicht war es gar nicht so schlecht"

Mario Götze.
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Mario Götze.

Augsburg - "Dass die Halbzeit so lange gedauert hat, habe ich noch nie erlebt", sagt Jogi Löw über das Testspiel der DFB-Elf gegen die Slowakei. Mario Götze sah sogar etwas Positives in der Niederlage.

Joachim Löw (Bundestrainer): "Dass die Halbzeit so lange gedauert hat, habe ich noch nie erlebt. Es ist nicht ungefährlich auf diesem Platz, Gott sei Dank ist nichts passiert. Wir haben ein paar Minuten gebraucht, uns darauf einzustellen. Kombinieren war vor allem am Anfang der zweiten Halbzeit unmöglich. In der ersten halben Stunde waren ein paar gute Aktionen dabei, defensiv haben wir schon ein paar Probleme gehabt. Von den jungen Spielern kann man nicht alles erwarten. Man steht unter einem gewissen Druck und Stress. Aber alle vier haben die Qualität."


Mario Götze: "Vielleicht war es gar nicht so schlecht, in so einer Situation mal unter solchen Bedingungen zu spielen. Wir kriegen blöde Gegentore, das darf nicht passieren. In der zweiten Halbzeit war es unter den Umständen natürlich schwer."

Jan Kozak (Trainer Slowakei): "Wir haben nur schwer ins Spiel gefunden, weil wir viel Respekt, ja ein bisschen Angst vor dem Weltmeister hatten. Die Deutschen waren besser, haben uns mit dem Tor noch zusätzlich eingeschüchtert. Aber wir sind mit Kombinationsspiel und Bewegung ins Spiel zurückgekommen. Der Regen hat die zweite Halbzeit zum Kampf gemacht - und wir waren kämpferisch besser. Wir haben überlegt, ob das Spiel abgebrochen wird, waren im Gespräch mit Joachim Löw und haben gesagt, dass die Gesundheit der Spieler an erster Stelle steht. Der Regen hat sich dann gelegt, aber es war viel Wasser auf dem Platz, der Ball ist nicht mehr gerollt. Aber man hat gesehen, dass das professionelle Spieler sind, sie haben sich gegenseitig respektiert, es gab keine Zwischenfälle oder Aggressivität."


Leroy Sané: "Der Platz war unter Wasser. Aber damit müssen wir auch klarkommen. Für mich war heute mehr drin, ich habe nicht alles gegeben. Ich hoffe trotzdem, dass ich dabei bin. Die EM wäre ein Traum."

Julian Weigl: "Ich habe mir ein anderes Debüt vorgestellt. Aber auch da muss man durch. Ich habe versucht, alles reinzuwerfen und aus dem Platz das beste zu machen. Ob es gelungen ist, müssen andere beurteilen."

Sami Khedira: „Mit der Defensivleistung war, glaube ich, keiner von uns einverstanden, ich persönlich auch nicht. Das Traumtor von Hamsik hat uns ein bisschen aus dem Spiel gebracht.“

Marc-André ter Stegen: "Natürlich ärgert mich das Gegentor, es wäre ja schlimm, wenn nicht. Aber ich schaue da ganz normal drauf, weil ich weiß, was da passiert ist."

Die DFB-Auswahl verlor unter erschwerten Bedingungen ihr vorletztes Testspiel vor der EM in Frankreich gegen die Slowakei.

Noten zur Deutschland-Pleite: Zwei kassieren die 5

Deutschland - Slowakei
Bernd Leno: War 40 Minuten beschäftigungslos und musste den Ball dann plötzlich zweimal innerhalb von drei Minuten aus dem Netz holen. Bei Hamsiks Hammer machtlos (41.), ebenso beim Kopfball von Duris (44.). Note: 4 © dpa
Marc Andre ter-Stegen
ab 46. Marc-Andre ter Stegen: Ihn erwischte es noch schlimmer als Leno. Gleich der erste Schuss auf sein Tor ging rein – durch ter Stegens Hosenträger. Note: 5 © dpa
Joshua Kimmich: Spielte so auf, wie Jogi Löw sich das vorgestellt hatte – selbstbewusst und unbekümmert. Als rechter Part der Dreierkette machte der FCB-Youngster seine Sache gut und schaltete sich auch mit nach vorne ein. Beim 1:2 kam er leider einen Schritt zu spät. Note: 4 © AFP
Andre Schürrle
ab 75. Andre Schürrle: o.B. © dpa
Deutschland - Slowakei
Jerome Boateng: Der Abwehrboss ließ die geschmacklosen Äußerungen aus Politikerkreisen aber an sich abprallen, machte eine gute Partie – und hätte beinahe sogar ein Tor erzielt. (3.). Lediglich vor dem Ausgleich zu zögerlich. Note: 3 © dpa
Benedikt Höwedes
ab 64. Benedikt Höwedes: o.B. © dpa
Antonio Rüdiger: Viel Gefahr ging von den Slowaken in Hälfte eins nicht aus. Doch wenn, dann über die von Rüdiger und Hector bewachte linke Seite. Dem Roma-Legionär fehlte Souveränität und Stabilität. Note: 5 © AFP
Deutschland - Slowakei
Sebastian Rudy: In der Bundesliga bei 1899 Hoffenheim meist unauffällig, bei Löw aber fester Bestandteil des Kaders. Erlaubte sich keine großen Fehler, doch im Spiel nach vorne war Rudy viel zu harmlos. Note: 4 © dpa
Jonas Hector
Jonas Hector: Der Kölner ist bei Löw so unantastbar wie sonst nur die Topstars. Hinten links konkurrenzlos, durfte daher auch 90 Minuten ran. Erwischte dabei aber einen seiner schwächeren Tage. Note: 4 © dpa
Deutschland - Slowakei
Sami Khedira: Führte das junge Team als Kapitän aufs Feld und war sehr präsent. Gute Zuspiele in die Spitze, vor dem 1:1 allerdings zu zaghaft. Kommt aber auch gerade erst nach einer Verletzung zurück. Note: 3 © dpa
ab 46. Julian Weigl: Seine Ballsicherheit wurde unter extremen Umständen getestet. Machte seine Sache ordentlich und kam nicht ins Schwimmen. Note: 3 © AFP
Julian Draxler
Julian Draxler: Wie schon 2012 und 2014 auch diesmal einer der Wackelkandidaten, doch mit guter Eigenwerbung im letzten Test. Forderte viele Bälle, setzte Akzente und war oft an gefährlichen Aktionen beteiligt. Note: 3 © dpa
Deutschland - Slowakei
Mario Götze: Der (Noch-)FCB-Star begann wie die gesamte deutsche Elf richtig gut und holte den Elfer vor dem 1:0 heraus. Tauchte in der Folge aber ab – und auch nach Ende des Regenschauers nicht mehr auf. Note: 4 © dpa
Deutschland - Slowakei
Leroy Sane: Durfte – anders als Konkurrent Brandt – von Beginn an ran. War ins Angriffsspiel des Weltmeisters aber noch nicht richtig integriert und vergab nach einer halben Stunde die große Chance zum 2:0. Note: 4 © dpa
Mario Gomez: Löw ließ seinen Mittelstürmr nur eine Halbzeit ran. Doch die reichte dem Torjäger für Länderspieltor Nummer 27. Note: 3 © AFP
Deutschland - Slowakei
ab 46. Julian Brandt: Man hätte ihm bessere Bedingungen als eine Aquaplaning-Bahn bei seinem Debüt gewünscht. So kamen Brandts Qualitäten in Tempo und Dribbling kaum zum Vorschein. Note: 4 © dpa

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