Nach Henry-Tor: Auch der Schiedsrichter wollte aufhören

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Schiri Martin Hansson hat zeitweilig ans Aufhören gedacht

Stockholm - Nach dem mit der Hand vorbereiteten Tor zu Frankreichs WM-Teilnahme hat der umstrittene Schiedsrichter Martin Hansson zeitweilig ans Aufhören gedacht.

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 “Zuerst habe ich gedacht: Ist dieser Job wirklich all die Erniedrigungen wert, die ich mir danach anhören musste?“ begründete der schwedische Fußball-Referee am Dienstag seine Überlegungen zu einem Karrierenende in der Zeitung “Sydöstran“. Inzwischen aber hat er sich anders entschieden: Im Dezember soll Hansson ein Spiel der Champions League pfeifen.

Beim entscheidenden Qualifikationsspiel der Franzosen gegen Irland in Paris hatte der Schwede nicht gesehen, dass Thierry Henry den Ball mit der Hand mitgenommen hatte, ehe er ihn zum Torschützen William Gallas passte. Mit dem dabei erzielten 1:1 und ihrem 1:0-Sieg aus dem Hinspiel in Dublin war Frankreich für die WM in Südafrika qualifiziert. Nach der weltweiten Kritik hatte auch Henry kurzzeitig über ein Ende seiner internationalen Laufbahn nachgedacht.

Hansson meinte über die empörten Reaktionen danach: “Es kann doch nicht angehen, dass meine alten Eltern von Leuten aufgesucht werden, damit sie Stellung beziehen.“ Der gelernte Feuerwehrmann will aber doch weiter Profi-Schiedsrichter bleiben: “Sehr geholfen haben wir viele Reaktionen von Spielern und Fußballfunktionären.“

dpa

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