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Mikro-Skandal nach WM-Quali

Fascho-Eklat um Ex-Herthaner Simunic

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Josip Simunic (r.) spielte von 2000 bis 2011 in der Bundesliga für Herha BSC und Hoffenheim

Zagreb - Der frühere Berliner Bundesligaprofi Josip Simunic hat nach der geglückten Qualifikation der kroatischen Nationalmannschaft für die WM 2014 in Brasilien für einen Eklat gesorgt.

Der 35 Jahre alte Abwehrspieler nahm sich nach dem 2:0-Sieg der Gastgeber im Rückspiel in Zagreb gegen Island (Hinspiel: 0:0) das Stadion-Mikrofon und rief in Richtung der Fans „Za Dom - Spremni!“.

Der umstrittene Ustascha-Gruß heißt übersetzt: „Für die Heimat - bereit!“ Der Ustascha, ein 1929 gegründeter Geheimbund, wird ein faschistischer Hintergrund nachgesagt.

Simunic war sich danach keiner Schuld bewusst. „Das wollte ich mein ganzes Leben schonmal machen. Ich habe keine Angst vor einer Strafe, ich habe nichts Schlimmes gemacht. Ich bin ein Fan von Kroatien, meiner Heimat. Und alle, die sich aufregen, sollten lieber die Geschichte studieren“, sagte der Innenverteidiger, der zwischen Januar 2000 und September 2010 bei Hertha BSC unter Vertrag stand. Auch beim Hamburger SV und bei 1899 Hoffenheim hatte er einst gespielt.

Die kroatischen Medien kritisierten am Mittwoch das Verhalten von Simunic und schrieben von einer „Schande“. „Unser Team hat solange auf diese Feier gewartet und dann verdirbt Joe alles“, kritisierte die Tageszeitung „24sata“ und nannte den Vorfall „beschämend“.

Auf vielen Internetportalen war die umstrittene Aktion zu sehen. Lob hatten die Gazetten indes für den Erfolg des Teams des Trainergespanns Niko und Robert Kovac übrig. „Der Glaube ist zurück - und die Fans. Copacabana, wir kommen“, schrieb die Tageszeitung Vecernji List.

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SID/dpa

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