Neuer Real-Star Ronaldo teuerster Fußballer der Welt

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Cristiano Ronaldo läuft künftig für Real Madrid auf.

Madrid - Cristiano Ronaldo ist nun auch offiziell der teuerste Fußballer der Welt. Real Madrid und Manchester United machten den Wechsel des portugiesischen Stürmerstars für eine Rekord- Ablösesumme von 94 Millionen Euro zum spanischen Rekordmeister perfekt.

Nie zuvor in der Fußball-Geschichte ist eine solche Ablöse gezahlt worden. Die “Königlichen“ überwiesen den Geldbatzen nach Angaben des Sportblatts “Marca“ mit einem Schlag auf die Konten von “ManU“. “Beide Clubs und der Spieler waren sich schon seit mehreren Tagen einig. Aber man wartete mit der Bekanntgabe des Transfers ab, bis das Geld überwiesen war“, berichtete das Blatt am Samstag .

Real hatte zuvor in einem knappen Kommuniqué mitgeteilt: “Real Madrid und Manchester United haben das endgültige Abkommen über den Transfer von Cristiano Ronaldo zum 1. Juli unterschrieben.“ Der 24- Jährige erhält in Madrid einen Sechsjahresvertrag und wird am 6. Juli mit großem Pomp im Bernabéu-Stadion den Fans vorgestellt. In Ronaldos Vertrag wurde nach Medienberichten eine Ablösesumme von einer Milliarde Euro festgeschrieben. Damit solle verhindert werden, dass der Spieler von arabischen Ölscheichs abgeworben wird. Das Gehalt des Stürmers wird auf bis zu 13 Millionen Euro pro Jahr geschätzt.

Der Portugiese hatte mit Manchester dreimal die englische Meisterschaft und einmal die Champions League gewonnen. Er wurde 2008 als Weltfußballer und Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Bisher war Zinédine Zidane der teuerste Spieler der Welt. Für den Franzosen zahlte Real 2001 fast 72 Millionen Euro an Juventus Turin.

Nach der Unterzeichnung des Ronaldo-Vertrags macht Real sich nun Sorgen, dass der Teenager-Schwarm in die Mühlen der Klatschpresse geraten könnte. “Das ganze Drumherum gibt uns zu denken“, räumte Reals Generaldirektor Jorge Valdano ein. “Der Club wird Ronaldo genügend Schutz gewähren, damit er in Ruhe arbeiten kann. Wenn er sich zu sehr (von Paparazzi) belästigt fühlt, werden wir ihm ein paar zusätzliche Leibwächter zur Seite stellen.“ Der portugiesische Ex- Profi Paulo Futre riet seinem Landsmann: “Er sollte sich in Madrid eine feste Freundin zulegen. Das verleiht ihm Stabilität.“

Neben Ronaldo hatte Real-Präsident Florentino Pérez den Brasilianer Kaká (bisher AC Mailand) für 65 und den Spanier Raúl Albiol (FC Valencia) für 15 Millionen Euro verpflichtet. Damit ist der Chef des größten spanischen Baukonzerns längst nicht am Ende . Die “Königlichen“ werben unter anderem um den Franzosen Franck Ribéry vom FC Bayern München. Dass Real damit bislang keinen Erfolg hatte, führt Valdano auf die hartnäckige Haltung der Münchner zurück: “Das Problem ist nicht Ribéry, sondern der FC Bayern. Wenn der Transfer in diesem Jahr nicht klappt, dann bestimmt im nächsten.“

Fast noch schwieriger als der Aufbau einer neuen Elf von “Galaktischen“ gestaltet sich der Verkauf von Spielern aus dem bisherigen Kader. Real möchte unter anderem seinen gesamten “Clan der Holländer“ abgeben. Dazu gehören Rafael van der Vaart, Wesley Sneijder , Arjen Robben , Ruud van Nistelrooy, Royston Drenthe und Klaas-Jan Huntelaar. Für das Sextett hatten die Madrilenen rund 115 Millionen Euro Ablöse gezahlt.

Der Transfermarkt stagniert jedoch, da andere Clubs in Krisenzeiten nicht so mit Millionen jonglieren wie Real. Bislang fanden die Madrilenen nur für einen Profi einen Käufer: Der Argentinier Javier Saviola wechselt für fünf Millionen Euro zu Benfica Lissabon. Der Ex-Dortmunder Christoph Metzelder steht nach spanischen Presseberichten bei Real nicht auf der “Abschussliste“.

Von Hubert Kahl, dpa

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