Trainer-Suche dauert an

Nürnberg-Treffen mit Magath?

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Felix Magath

Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg soll bei seiner Suche nach einem neuen Trainer auch Kontakt zu Felix Magath aufgenommen haben. Auch andere Alternativen zu Christian Gross werden gehandelt.

Das Ja-Wort von Wunschkandidat Christian Gross war auch am Freitag zunächst noch überfällig - da arbeitete Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg in der Trainerfrage offenbar an einem spektakulären Plan B. Sportvorstand Martin Bader und Aufsichtratschef Klaus Schramm sollen sich am Donnerstagabend in München mit Felix Magath getroffen haben. Dies berichtete die Nürnberger Zeitung am Freitag.

Bisher galt der Schweizer Gross (59) als Topfavorit auf die Nachfolge des am Montag entlassenen Michael Wiesinger, nun könnte es eine überraschende Wende beim Club geben - auch wenn Magath in Bild dementierte: „Mit mir hat keiner gesprochen.“

Der 60 Jahre alte Magath ist seit seiner Entlassung in Wolfsburg am 25. Oktober 2012 ohne Job. Beim fränkischen Traditionsverein hat der als „Quälix“ bekannte Magath vom 1. September 1997 bis 30. Juni 1998 schon einmal gearbeitet. Damals führte er den Club von den Abstiegsrängen der 2. Liga zum Aufstieg, überwarf sich dann aber mit Präsident Michael A. Roth.

Magath betreute in der Bundesliga bereits den Hamburger SV, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, den VfB Stuttgart, Bayern München, Schalke 04 sowie zweimal den VfL Wolfsburg. Mit den „Wölfen“ hatte er 2009 sensationell die Meisterschaft gewonnen, mit den Bayern 2005 und 2006 das Double. Der frühere Nationalspieler gilt als „harter Hund“ - noch mehr als Gross.

Bader hat sich schon einmal in die Pflicht genommen. „Der neue Trainer muss sportlich, menschlich und wirtschaftlich zu uns passen. Wir dürfen jetzt keine Fehler machen“, sagte der 45-Jährige der Bild-Zeitung: „Wenn der nächste Trainer nicht funktioniert, dann bekomme ich in die Fresse. Aber dafür werde ich bezahlt. Das halte ich nach zehn Jahren im Verein schon aus.“

Trotz aller Gerüchte um Magath sowie um Marcel Koller und Fred Rutten: Gross soll bereits ein unterschriftsreifer Vertrag der Nürnberger vorliegen. Laut Bild hat er sich aber noch einmal Bedenkzeit erbeten. In der Schweiz wurde indes schon spekuliert, dass sich Gross verpokert haben könnte.

Der kantige Fußballlehrer, 2009/2010 in der Bundesliga beim VfB Stuttgart tätig, wird von Anwalt Andre Gross (nicht verwandt mit Christian Gross) vertreten. Über Andre Gross äußerte einst Bayern Münchens damaliger Manager Uli Hoeneß nach Verhandlungen über einen Vertrag mit Jürgen Klinsmann: „Mit diesem Mann setze ich mich nie mehr an einen Tisch.“

Kapitän Raphael Schäfer setzt bereits einige Hoffnungen in den neuen Coach. „Es kommt ein neues Gesicht, bringt neue Impulse, neue Ansatzpunkte. Vielleicht schafft er es bei dem einen oder anderen, eine gewisse Blockade zu lösen“, sagte er den Nürnberger Nachrichten.

Der Club hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel gewonnen. Mit mageren fünf Punkten aus acht Spielen belegt der neunmalige deutsche Meister derzeit Platz 16 in der Bundesliga.

sid

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