Revier-Derby bleibt für Neuer ohne Nachspiel

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Der Dortmunder Nuri Sahin (l) und Manuel Neuer (r) vom FC Schalke geraten nach dem Spiel verbal aneinander.

Frankfurt/Dortmund - Die Aufregung um Fußball-Nationalkeeper Manuel Neuer beim Revier-Derby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 (0:1) bleibt ohne sportjuristisches Nachspiel.

Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag informierte, liegen dem für solche Fälle zuständigen Kontrollausschuss keine Anhaltspunkte für ein krass sportwidriges Verhalten vor. Nach der Partie am Samstag in Dortmund war es zu einer Auseinandersetzung zwischen BVB-Profi Kevin Großkreutz und Schalke-Torhüter Neuer gekommen. Nach Aussage von Großkreutz soll Neuer ihn absichtlich mit dem Ellbogen ins Gesicht geschlagen haben. Dies bestreitet Neuer.


Ähnlich wie Großkreutz hatten sich Dortmunds Profis Nuri Sahin und Marcel Schmelzer geäußert, die den Vorgang beobachtet haben wollen. Schalke-Coach Felix Magath bezeichnete die anhaltende Diskussion als "total unsinnig". "Ich habe so etwas in 30 Jahren Fußball noch nie erlebt und muss erstmals sagen, die Dortmunder sind einfach schlechte Verlierer. Wenn das Denunzieren von Spielern Schule macht: Gute Nacht, deutscher Fußball", sagte er der "Bild"-Zeitung (Montag).

Anders als bei Schalke wurde der Schlussjubel des Keepers vor der mit BVB-Fans besetzten Südtribüne in Dortmund als Provokation und Unsportlichkeit gewertet. Trotz der Vorwürfe von drei Spielern will der BVB beim DFB nicht vorstellig werden. "Es trägt nicht zur Deeskalation bei, wenn wir jetzt weiter über diese Geschichte diskutieren", sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp am Montag.


dpa

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