Scheich gab Manchester City 440-Millionen-Spritze

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Roque Santa Cruz (re.) spielt für Manchaster City.

London- Der englische Fußball-Erstligist Manchester City hat von seinem Besitzer Scheich Mansour bin Zayed al-Nahyan in den vergangenen eineinhalb Jahren eine Finanzspritze von 440 Millionen Euro bekommen.

Das wurde am Mittwoch bekannt. Neben Infrastruktur-Verbesserungen am “City of Manchester“-Stadion wurde das Geld vor allem für die Verpflichtung von Stars wie Robinho, Carlos Tevez, des ehemaligen Hamburgers Nigel de Jong und des Ex- Bayern-Profi Roque Santa Cruz ausgegeben. Mehr als drei Viertel wurden an Weihnachten in Anteile umgewandelt, um die Schuldenlast des Vereins im Zaum zu halten.

Zugleich verdreifachten sich die Verluste des Premier-League-Clubs im Finanzjahr bis zum 31. Mai 20009 auf 92,6 Millionen Pfund (103,2 Mio. Euro). Dies war wesentlich höheren Spielerbezügen geschuldet. Da sich das ambitionierte ManCity seitdem mit weiteren Stars verstärkte und im Dezember Trainer Mark Hughes gegen den früheren Inter-Mailand-Coach Roberto Mancini austauschte, dürften die Ausgaben für Gehälter noch weiter in die Höhe schnellen.

“Der Verein steht auf sichereren, finanziellen Füßen“, betonte dennoch Schatzmeister Graham Wallace und unterstrich die Ambition, in der Zukunft schwarze Zahlen zu schreiben. Ein Datum nannte der Verein bislang allerdings nicht.

Scheich Mansour, Mitglied der Herrscherfamilie des Emirates Abu Dhabi, hatte ManCity im August 2008 vom früheren thailändischen Premier-Minister Thaksin Shinawatra übernommen. Der Verein, der seit 1976 keinen großen Titel mehr gewonnen hat, ging seitdem auf eine beispiellose Einkaufstour und peilt als Minimalziel die Qualifikation für die Champions League an. Aktuell liegt City auf Tabellenplatz 5.

Mit der Umwandlung seiner zinslosen Gesellschafter-Darlehen in Eigenkapital folgt Mansour dem Beispiel des russischen Eigners von Michael Ballacks FC Chelsea, Roman Abramowitsch, der auf diese Weise zum Jahreswechsel Verbindlichkeiten des Londoner Clubs von umgerechnet rund 380 Millionen verschwinden ließ.

Hintergrund sind Erwägungen des Präsidenten der Europäischen Fußball-Union (UEFA), Michel Platini, von 2012 an Vereine aus der Champions League zu verbannen, die in ihrem Fußball-Geschäft nicht profitabel sind.

dpa

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