Sportgerichts-Chef: "Frauen"-Urteil in Bundesliga möglich

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Wegen Ausschreitungen der Fans wurde in der Türkei das Urteil verhängt, dass bei Fenerbahce Istanbul  jetzt  nur Frauen und Kinder als Zuschauer ins Stadion dürfen.

Köln - Ein Fußballspiel ausschließlich mit  Frauen und Kindern als Zuschauer -  das ist auch in Deutschland denkbar. Der Chef des Sportgerichts in Köln kann sich vorstellen, dass es zu einem Urteil kommen könnte, wie es jetzt in der Türkei verhängt wurde.

Der Vorsitzende des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Hans E. Lorenz, schloss ein Urteil wie den Ausschluss von männlichen Zuschauern bei Fenerbahce Istanbul zuletzt nicht aus. „Das ist bei uns zwar nicht vorgesehen“, sagte er in einem Interview mit dem Magazin 11 Freunde: „Aber das Urteil hat einen gewissen Charme. Man könnte zumindest mal darüber nachdenken. Aber das würde womöglich 'die Gleichstellungsbeauftragten der Männer' auf den Plan rufen.“


Der türkische Fußball-Verband TFF hatte Fenerbahce nach Krawallen statt eines Geisterspiels dazu verurteilt, im Heimspiel gegen Manisaspor vor wenigen Tagen nur Frauen sowie Kindern unter zwölf Jahren Einlass zu gewähren.

Von Giftgrün bis Königsblau - die Bundesliga-Trikots 2011/12

Aufsteiger FC Augsburg lässt Tobias Werner, Dominic Peitz und Marcel Ndjeng (v.l.) zur Präsentation antreten. © ap
Am blau-weißen Trikot von Aufsteiger Hertha BSC Berlin hat sich nicht allzuviel verändert. © getty
Gladbach-Neuzugang Oscar Wendt scheint sich im blütenweißen Trikot der Borussia wohlzufühlen. © getty
Mit giftig-grüner Trikotfarbe tritt der Meister von 2009 an, der VfL Wolfsburg. © dapd
Für Klaas-Jan Huntelaar und Schalke 04 hat sich an der Trikotfarbe nichts geändert: königsblau. © getty
Marko Marin trägt den klassisch grünen Dress von Werder Bremen. © getty
Neuer Mann, neue Arbeitskleidung: William Kvist zeigt das neue Trikot des VfB Stuttgart. © dpa
Die in weißem Grundton mit dezenten blauen Längsstreifen gehaltene Arbeitskleidung von 1899 Hoffenheim schmückt in der Saison das Logo des neuen Hauptsponsors Suntech. © dapd
Die Laune des kölschen Prinzen Lukas Podolski kann nur wenig verderben - erst recht nicht das strahlend weiße Jersey des 1. FC Köln. © getty
Der SC Freiburg vertraut auf ein rot-schwarzes Streifenmuster. © dpa
David Jarolim in der dem Trikotsponsor des Hamburger SV angepassten Pose. © getty
Das erneut in Bordeauxrot gefärbte Trikot des 1. FC Kaiserslautern gefällt auch Neuzugang Richard Sukuta-Pasu. © getty
Der "Club " aus Nürnberg präsentiert abgesetzte Querstreifen auf der Brust. © dpa
Rot ist die dominierende Farbe des Mainzer Trikots, hier vorgeführt von neuzugang Zoltan Stieber. © getty
Steht auch verletzten Spielern ganz gut: das neue Jersey von Hannover 96. © ap
Rot und Gold sind die Farben des neuen Bayern-Trikots. © dpa
Lars Bender trägt das schwarz-rot gehaltene Jersey von Bayer Leverkusen. © getty
Shinji Kagawa präsentiert das neue Trikot des amtierenden Meisters Borssia Dortmund. © getty

Lorenz rechtfertigte zudem die Sperre von zwei Spielen gegen Nationalspieler Mario Götze (Borussia Dortmund) aus dem Spiel gegen Bayer Leverkusen. „Der normale Strafrahmen bei einer Tätlichkeit beträgt sechs Spiele bis zu sechs Monaten“, erklärte er: „Tätlichkeiten sind in der Regel aber eine Reaktion auf eine Regelwidrigkeit des Gegners. Wir haben alle irgendwann mal Fußball gespielt und können solche Bewegungen gut interpretieren. Also haben wir das als versuchte Tätlichkeit eingestuft und ihn mit der geringen Sperre von zwei Spielen bestraft.“

Das Worst-Case-Szenario für Lorenz wäre folgendes: „Ein Spieler war nachweislich gedopt und seine Mannschaft hat in diesem Spiel das entscheidende Abstiegsspiel gewonnen. Dem Verein müssen dann Punkte abgezogen werden, womit das Sportgericht mit einer Entscheidung den Abstieg besiegeln würde. Ich hoffe, uns bleibt ein Fall wie dieser erspart.“

SID

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