Klopp will nach Berlin 2015

Stars im Gespräch: BVB bastelt an neuem Kader

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Enttäuscht: Die BVB-Stars nach Abpfiff

Dortmund - Die Saison ist abgehakt, doch die Arbeit bei Borussia Dortmund ist nicht weniger geworden. Trainer Jürgen Klopp und die BVB-Verantwortlichen basteln am Kader für die Saison 2013/14.

Der Anpfiff zur neuen Saison erfolgte schon in London. „In den nächsten Tagen werden wir an der neuen Mannschaft basteln und dann in Urlaub fahren“, sagte Jürgen Klopp nach dem Champions-League-Finale. Der Trainer von Borussia Dortmund hatte den Fans trotz des Abgangs von Nationalspieler Mario Götze zu Bayern München für die neue Saison ein zumindest ebenso starkes Team versprochen und unter anderem das Finale der Königsklasse 2015 in Berlin als Wunschziel ausgegeben. Nun sind Taten angesagt.

Fast perfekt ist der erste Zugang. Der griechische Nationalspieler Sokratis von Werder Bremen steht kurz vor der Unterschrift unter einen Fünfjahresvertrag. Sportdirektor Michael Zorc meldete den Transfer als noch nicht endgültig perfekt, aus Bremen verlautete indes, es seien nur noch Kleinigkeiten zu klären. Angeblich müssen die Borussen nach Informationen der Ruhr Nachrichten acht Millionen Ablöse überweisen. Der Sockelbetrag kann sich erfolgsabhängig bis auf zehn Millionen Euro erhöhen.

Damit scheint zumindest eine Lücke in der Abwehr geschlossen, zumal sich Felipe Santana nach fünf BVB-Jahren bereits via Facebook bei den Fans verabschiedet hat. Er wird ein Jahr vor Vertragsende für die festgeschriebene Ablöse von einer Million Euro wechseln - höchstwahrscheinlich zum Erzrivalen Schalke 04.

Klopp: „Wir werden auch in der nächsten Saison eine sehr ordentliche Fußballmannschaft haben, da braucht sich niemand Sorgen zu machen. Wir haben nur jede Menge Arbeit vor uns, denn wir müssen Spieler kaufen, weil andere unsere Spieler kaufen. Dennoch werden wir versuchen, künftig noch mehr Qualität zu haben.“

Mit einem eventuellen Abschied von Robert Lewandowski scheint sich hingegen in Dortmund niemand zu beschäftigen, dafür dessen Berater Cezary Kucharski umso mehr. Am Wochenende des Finales in London ließ er den polnischen Nachrichtensender TVN24 wissen, dass der Wechsel seines Klienten zu den Bayern nur noch eine Sache von „einer Woche, zwei oder drei Wochen“ sei. Für ihn sei der Fall klar, aber noch nichts unterschrieben, nur die Vereine müssten sich noch einigen, sagte Kucharski.

Party auf den Fanmeilen! Public-Viewing-Fotos aus München, Berlin und Dortmund

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Außerdem verwies er auf die Aussagen von Bayern-Trainer Jupp Heynckes am Sonntag nach dem Champions-League-Sieg. Der 68-Jährige hatte formuliert, dass die Münchner Mario Götze ja schon verpflichtet hätten „und Robert Lewandowski wird nicht lange auf sich warten lassen“.

Noch am Sonntag, unmittelbar nach der Rückkehr aus London, hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigt, dass er mit keinem Verantwortlichen der Bayern bisher gesprochen und auch kein Angebot für Lewandowski, dessen Vertrag 2014 endet, vorliegen habe.

Watzke hatte im Vorfeld des Endspiels in Wembley mehrfach angekündigt, dass man in die Mannschaft investieren wolle. Immerhin stehen den Borussen knapp 100 Millionen Euro zur Verfügung - 60 Millionen aus den Einnahmen in der Champions League und 37 Millionen Ablöse für Götze. Vakant ist besonders Götzes zentrale Mittelfeldposition, die Abwehr (Außenverteidiger Lukasz Piszczek wird wegen einer Hüftoperation in der Hinrunde der kommenden Saison fehlen) und auch der Angriff.

Geknickte Dortmunder von Fans getröstet - Bilder

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Für das Mittelfeld ist der von FC Chelsea zuletzt an Bremen ausgeliehene Kevin de Bruyne offenbar die erste Option. Als Ergänzung für die vorderste Reihe brachte die Bild-Zeitung bereits den Münchner Routinier Claudio Pizarro ins Spiel.

Mit Offensivmann Christian Eriksen (Ajax Amsterdam, 21) ist man angeblich schon sehr weit, dazu sind Bernard (20, Atlético Mineiro), Edgar Prib (Fürth), Heung-Min Son (HSV) und Edin Dzeko (Manchester City) im Gespräch.

Egal, wen die Borussen bei der offiziellen Saisoneröffnung am 6. Juli den Fans präsentierten werden, Watzke verspricht: „Wir werden jedenfalls nicht einen Millimeter nachlassen.“

sid

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