VfB gegen Hertha

So plant Stuttgart den Ausweg aus der Krise

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Nach sechs Pleiten in serie herrscht beim VfB Alarm.

Stuttgart/München - Der VfB Stuttgart steckt in einer tiefen Krise. Gegen Hertha BSC soll nach sechs Niederlagen die Wende gelingen.

„Zusammenhalten! Gemeinsam für den VfB“ lautet beim VfB Stuttgart die Botschaft einer aktuellen Kampagne. Sie ziert auch das Titelblatt des Stadionhefts vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Hertha BSC.


Die Schwaben mobilisieren derzeit alle Kräfte, um nach sechs Niederlagen in Serie aus der Krise zu kommen. Doch bei einer weiteren Pleite könnte es mit der Ruhe, die Sportvorstand Fredi Bobic zu Beginn der Woche noch propagiert hatte, schnell vorbei sein.

Schneider verspürt "absolute Rückendeckung"

Noch macht sich Trainer Thomas Schneider trotz des anhaltenden Absturzes aber keine Gedanken um seinen Job, behauptet er zumindest. „Das spielt für mich keine Rolle. Für mich zählt nur, die Mannschaft vorzubereiten“, sagte der 41-Jährige, dem nach dem 1: 4 in Hoffenheim wiederholt von der Vereinsführung das Vertrauen ausgesprochen worden war. Er verspüre „absolute Rückendeckung“.


Noch hat Schneider diese Rückendeckung. Doch Präsident Bernd Wahler baute unlängst schon einmal vor. Man weiß ja nie, was passiert. Er wolle dem Coach, von dem er nach wie vor „sehr überzeugt“ sei, „keine Frist oder gar ein Ultimatum“ stellen, sagte er den Stuttgarter Nachrichten, aber „auf ewig“ gebe es in der Bundesliga „generell keine Jobgarantie, das wäre völliger Quatsch. Da kennt jeder das Geschäft und die Mechanismen gut genug.“

Wie schnell die Mechanismen in Stuttgart greifen, ist offen. Ohnehin will sich mit diesem Szenario beim VfB derzeit keiner beschäftigen. Die ganze Konzentration ist auf das Sportliche gerichtet - und auf ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis gegen Hertha.

Diese Fußballfans gehen am häufigsten fremd

Das Online-Seitensprungportal befragte 4.721 seiner männlichen Mitglieder, welchem Bundesliga-Fussballverein ihr Herz gehört und wie oft sie im Jahr fremdgehen - klicken Sie sich durch! © dpa
Im Abseits befindet sich der 1. FC Nürnberg. Mit 0,59 Affären pro Jahr kann man die Fans dieses Vereins wohl als die treuesten bezeichnen. © dpa
De Fans der TSG 1899 Hoffenheim haben 1,26 Affären pro Jahr. Damit liegen die Kraichgauer auf Rang 17. © dpa
Die Fans von Eintracht Braunschweig betrügen ihre Frauen mit 1,52 Affären pro Jahr - Rang 16. © dpa
Die Anhänger des SC Freiburg liegen mit 1,68 Liebeleien auf Platz 15. © dpa
Schalke-Fans werden 1,83 mal pro Jahr untreu und sind damit Vierzehnter. © dpa
Die Fans des FC Augsburg haben 1,96 Affären pro Jahr - Platz 13. © dpa
Platz 12 für die Anhänger von Borussia Mönchengladbach mit 2,04 Affären. © dpa/dpaweb-mm
Die Fans des VfL Wolfsburg betrügen rund 2,27 mal im Jahr - Rang 11. © dpa
Werder-Bremen-Fans gehen 2,40 mal pro Jahr fremd - Platz 10. © dpa/dpaweb
Die Spitze des Mittelfeldes bilden mit 2,54 Affären pro Jahr die Fans von Hannover 96 (Platz 9). © dpa
Die Anhänger des Rekordmeisters FC Bayern München haben im Schnitt 2,62 Affären und sind damit Achter. © dpa
Die Fans des 1. FSV Mainz 05 wechseln 2,86 mal die Frau für eine Affäre pro Jahr - Platz 7. © dpa
Der Fanstamm des VfB Stuttgart verzeichnet solide 2,91 Affären pro Jahr - das ergibt Rang 6. © dpa
Die Quote bei den Leverkusen-Fans liegt bei 3,05 Seitensprüngen pro Jahr - Platz 5. © dpa
Borussia Dortmund landet auf einem guten vierten Platz – die Fans sind ihren Frauen pro Jahr rund 3,16 mal untreu. © dpa
Eintracht Frankfurts Anhänger liegen mit 3,37 Affären auf Platz 3. © dpa
3,53 Affären pro Jahr haben die Anhänger von Hertha BSC. © dpa
Auf Platz Eins der AshleyMadison.com Bundesliga-Rangliste landet der Hamburger SV. Die männlichen Fans dieses Vereins haben durchschnittlich 3,82 Affären pro Jahr. © dpa

Nach den jüngsten Enttäuschungen zog Schneider im Training die Zügel etwas an, suchte zudem immer wieder das Gespräch mit seinen verunsicherten Profis. Er erwarte nun, betonte Bobic, „dass wir mit einem anderen Selbstverständnis und einer anderen Körpersprache auflaufen“. Er sei sich sicher, so Schneider, dass sich die Mannschaft dem Ernst der Lage bewusst sei: „Die Jungs können die Tabelle lesen.“

Nur noch ein Punkt und ein Platz trennt die Schwaben, deren Selbstverständnis eher in Richtung Europacup geht, derzeit von der Relegation. Bei einer erneuten Niederlage hätte der VfB seinen Negativrekord aus der Saison 1986/87 eingestellt.

Doch bange machen gilt nicht. „Wir wissen, was wir zu tun haben“, sagte Bobic: „Wir haben nur noch Endspiele vor der Brust, aber wir können mit einem Sieg auch die Wende für die restlichen Spiele einleiten.“

Diese Wende muss aber weiter ohne Kapitän Christian Gentner gelingen. Der Mittelfeldspieler laboriert seit Ende Januar an einem Muskelfaserriss und hat auch in der laufenden Woche noch nicht mit der Mannschaft trainiert. Schneider muss zudem ohne die gesperrten Moritz Leitner und Vedad Ibisevic auskommen, dafür könnte der 20-jährige Robin Yalcin sein Startelf-Debüt feiern.

sid

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