"Gesellschaft ist offen und tolerant"

Hitzlsperger hofft auf aktive Nachahmer

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Thomas Hitzlsperger hofft nach seinem Coming-Out auf aktive Nachahmer

Köln, - Thomas Hitzlsperger hofft nach seinem Outing darauf, dass auch aktive Fußball-Profis sich zu ihrer Homosexualität bekennen. Die Reaktionen auf sein Coming-Out stimmen ihn positiv.

„Vielleicht hat diese Diskussion dazu beigetragen, dass die Spieler merken, es ist nicht diese homophobe Stimmung weder in den Kabinen noch in den Stadien“, sagte der ehemalige Nationalspieler am Samstagabend im Interview mit dem ZDF: „Die Gesellschaft in Deutschland gibt sich offen und tolerant. Das sollte den Spielern Mut geben.“

Lesen Sie auch: Homophobie - ein weit verbreitetes Phänomen

Er habe anderen „eine kleine Hilfestellung“ gegeben. „Vielleicht führt es dazu, dass es in Zukunft ein Stück weit Normalität wird, dass ein Spieler in der Kabine genauso über seinen Freund sprechen kann, wie andere über ihre Freundin oder ihre Frau.“ Hitzlsperger gab aber zu, dass aktive Spieler, die sich outen wollen, „stark sein und die Reaktionen aushalten“ müssten.

Von dem gewaltigen Echo nach seinem Coming-out ist Hitzlsperger überrascht worden. Er habe einen Nerv getroffen, und das sei sein Ziel gewesen, sagte der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler am Samstag im „heute-journal“ des ZDF. „Dass es in diesem Ausmaß stattfinden würde, habe ich nicht abschätzen können, aber es ist erfreulich, dass darüber gesprochen wird.“

"Respekt!" Stimmen zum Hitzlsperger-Outing

"Respekt!" Stimmen zum Hitzlsperger-Outing

Der 52-malige Nationalspieler hatte sich am vergangenen Mittwoch öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt und damit ein Tabu gebrochen.

dpa/SID

Zurück zur Übersicht: Fußball

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser