Löw mit Titel-Plan ins WM-Jahr

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Am 11. Juni 2010 wird die Fußball-WM in Südafrika angepfiffen.

Berlin - Joachim Löw geht mit einem klaren Titel-Plan ins WM-Jahr 2010 - und setzt dabei große Hoffnungen in die “Generation Özil“. Er freut sich auf die “interessanteste WM aller Zeiten“.

Der Weg bis zur angestrebten Final-Teilnahme am 11. Juli in Johannesburg ist abgesteckt, als ein wichtiger Gradmesser gilt das Test-Länderspiel am 3. März in München gegen Argentinien. Als wichtigste Phase hat der Fußball-Bundestrainer allerdings bereits den unmittelbaren Turnier-Feinschliff nach Bundesliga-Abschluss am 8. Mai herausgehoben. “Wichtig wird sein, dass wir vom ersten Tag der Vorbereitung an die Konzentration hochhalten. Die vier Wochen sind entscheidend“, betonte Löw, der am 3. Februar seinen 50. Geburtstag feiern wird und sich auf die “interessanteste WM aller Zeiten“ freut.


Fußball-WM: 22 Fakten zum Durchklicken

22 Fakten zum Durchklicken: Ein Jahr vor dem Anpfiff zur Fußball-WM
Die Fußball-Weltmeisterschaft wird am Freitag, 11. Juni 2010 in Johannesburg angepfiffen. In 64 Spielen kämpfen 32 Mannschaften um den Titel. Das Finale am Sonntag, 11. Juli findet ebenfalls im Soccer City Stadion in Johannesburg statt. © dpa
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Ohne Holland fahren wir zur WM - das war einmal! Für das Turnier in Südafrika hat die „Elftal“ das Ticket bereits gelöst. © dpa
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Leopard Zakumi ist das offizielle Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. © dpa
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Die WM wird im kommenden Jahr zum 19. Mal ausgetragen. Bislang dürfen sich nur sieben Nationen „Weltmeister“ nennen: Brasilien, Italien, Deutschland, Argentinien, Frankreich, Uruguay und England.  © dpa
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Bei der WM im eigenen Land ging es für die Kicker aus Südkorea bis ins Halbfinale. Im kommenden Jahr sind sie wieder dabei. Das Team hat sich in der Asien-Gruppe qualifiziert. © dpa
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Im Greenpoint-Stadion von Kapstadt wird am Dienstag, 6. Juli 2010 eine der Halbfinalpartien angepfiffen. © dpa
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Das Objekt der Begierde: der Fifa-World-Cup. Der Pokal besteht aus 18-karätigem Gold und Malachitsteinen, er ist 36,8 cm hoch und wiegt 6,175 kg. Entworfen hat ihn der Italiener Silvio Gazzaniga.   © dpa
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Für das Turnier stehen rund drei Millionen Tickets zur Verfügung. 480.000 Tickets sind für Fans in Südafrika reserviert. © dpa
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Für die DFB-Elf wäre das Turnier in Südafrika die 17. WM-Teilnahme. Nur 1930 und 1950 waren die Adlerträger nicht mit von der Partie. © dpa
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Die Vorrundengruppen werden am Freitag, 4. Dezember 2009 in Kapstadt ausgelost. © dpa
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Australien feiert: In Südafrika ist die Nationalelf aus Down Under nach 1974 und 2006 zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei  © dpa
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Das zweite Halbfinale steht am Mittwoch, 7. Juli 2010 im neuen Stadion von Durban auf dem Plan. © dpa
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Das Emblem für das Turnier in Südafrika ist am 7. Juli 2006 in Berlin vorgestellt worden. Es zeigt einen Kicker beim Fallrückzieher. © dpa
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Erstmals wird eine Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent ausgespielt. 46 der 64 WM-Spiele werden von ARD und ZDF live übertragen. © dpa
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Die WM 2010 wird in zehn Stadien in neun verschiedenen Städten ausgetragen. Wie hier in Berlin, soll es auch dort wieder Fan-Feste mit Public Viewing geben. © dpa
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Japan kann für die WM planen. Das Team hat sich schon vorzeitig qualifiziert.  © dpa
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Die Entscheidung für Südafrika als Austragungsort fiel am 15. Mai 2004 in Zürich. Mitbewerber waren Ägyten und Marokko. © dpa
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Südafrika ist als Gastgeber bereits für das Turnier qualifiziert und somit zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei. © dpa
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Das Soccer City Stadion in Johannesburg wird bei der WM 96.000 Zuschauern Platz bieten. Seine Form soll an einen traditionellen südafrikanischen Korb erinnern. © dpa
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Gespielt wird in den Städten Johannesburg, Durban, Kapstadt, Tshwane/Pretoria, Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth, Nelspruit, Mangaung/Bloemfontein, Polokwane und Rustenburg. © dpa
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Die Preise für die Eintrittskarten sind in vier Kategorien eingeteilt und reichen von 20 bis 900 Dollar. © dpa
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Das Investitionsvolumen des Gastgeberlandes für die Weltmeisterschaft beträgt rund 825 Millionen US-Dollar. © dpa

Die ganz große Party wird mit dem ersten WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft am 13. Juni in Durban gegen Australien beginnen. “Da geht man in die Geschichte ein bei diesen großen Turnieren“, betonte Löw. Die weiteren Vorrundenspiele gegen Serbien am 18. Juni in Port Elizabeth und Ghana am 23. Juni im Endspiel- Stadion Soccer City von Johannesburg sollen nur Durchgangs-Stationen auf dem Weg zum vierten WM-Titel für Deutschland sein. “Wir haben eine gute Basis und können uns noch steigern. Natürlich ist es mein Ziel als Bundestrainer, Weltmeister zu werden“, formulierte Löw die hohen Ansprüche an sich und seine Mannschaft.


Vor allem aus der Zusammensetzung und dem Reifeprozess seines Teams sowie aus der in der souveränen WM-Ausscheidung demonstrierten Konzentrationsfähigkeit schöpft er seine Zuversicht. “In den beiden wichtigen Spielen gegen Russland in der WM-Qualifikation und auch bei einigen EM-Begegnungen haben wir gesehen, dass wir taktisch in der Lage sind, sehr gut zu spielen. Und immer, wenn wir diese Ordnung abgerufen haben, waren wir auch in der Lage, gegen ganz starke Nationen zu bestehen und zu gewinnen“, sagte Löw im Rückblick auf das Jahr 2009 und vor allem auf 2008 mit der Vize-Europameisterschaft.

Zahlreiche Baustellen aufgedeckt

Allerdings wurden vor allem in einigen Freundschaftsspielen auch die noch zahlreichen Baustellen aufgedeckt, wie in der zentralen Abwehr, auf der rechten Außenbahn oder im zentralen Mittelfeld neben Michael Ballack. Der Kapitän sieht sein Team im Moment vor allem in Sachen Konstanz und Breite noch nicht bereit für den Titel. Löw verwies jedoch auf den Umbruch, den er vor allem in den Testspielen vorangetrieben hat: “Wir haben die Strukturen erheblich verjüngt und jetzt die jüngste Nationalmannschaft seit langer Zeit.“ Den Blick nach vorn verbindet der Coach weiter fest mit der neuen Generation Nationalspieler, für die Südafrika noch “eine ganz besondere Herausforderung“ werde.

Jogi gestern, Jogi heute

Joachim Löw
Der fünfte Beatle? Eine Werbeikone für fesche Sommer-Mode im Eighties-Style? Nein: Der Mann auf dem Foto ist der heutige Fußball-Bundestrainer Joachim Löw. © dpa
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Natürlich wissen alle, wie "Jogi" heute aussieht. Doch kennen Sie auch noch die folgenden Ansichten? Hier sehen Sie die besten Bilder aus der Karriere des heutigen Bundes-Jogi. © dpa
Ein Foto aus dem Jahre 1981: Die Frisur des damaligen Frankfurt-Spielers ähnelt der heutigen. Dass er inzwischen auf den Schnäuzer verzichtet, dürfte die Damenwelt nicht allzusehr enttäuschen. © Getty
A-Nationalspieler war Joachim Löw übrigens nie. Aber in Vereinen wie dem KSC (Foto aus dem Jahre 1984) eine feste Größe. © Getty
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Gut 10 Jahre später: Joachim Löw übernahm im August 1996 das Traineramt beim VfB Stuttgart. Damals zeugten seine Augen von jugendlichem Elan.  © AP
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Joachim Löw badet nach dem 4:1 gegen den BVB im Jubel der Fans (15. März 1997) © AP
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So zärtlich küsst Jogi sonst nur seine Frau: Am 14. Juni 1997 gewann sein VfB Stuttgart den DFB-Pokal. © dpa
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Sunnyboy Jogi freut sich auf dem Rathausbalkon © dpa
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Zur Feier des Tages gehen ihm die Spieler ans Haupthaar. © dpa
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Laufsteg? Fußballplatz! Ein enttäuschter, aber immerhin adrett gekleideter Joachim Löw verarbeitet die Niederlage seines VfB in Wolfsburg (27.09.1997) © AP
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So konnte sich Jogi im April 1998 über einen Gegentreffer ärgern. Als dieses Foto entstand, traf der 1. FC Köln am 5.4.1998 zum Ausgleich gegen Jogis VfB. © dpa
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Vom Winde verweht: Jogi im April 1998 © dpa
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Auch in einem Trainer Jogi steckt noch ein bisschen Spieler Jogi: Herr Löw zeigt am 12.05.1998 in einem Training, was er noch drauf hat. © dpa
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Im Oktober 1999 wurde Jogi Trainer des Karlsruher SC. Vor seiner ersten Pressekonferenz (Foto) war er augenscheinlich noch einmal beim Friseur. © dpa
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Juli 2004: Joachim Löw wird zum Co-Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft berufen. Der Beginn einer großen DFB-Karriere. © dpa
Joachim Löw
Von nun an steht er Chefcoach Jürgen Klinsmann immer treu zur Seite ... ob es nach oben geht ... © dpa
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... oder nach unten. © dpa
Joachim Löw
Man hüpft zusammen. © dpa
Joachim Löw
Man jubelt zusammen. © dpa
Joachim Löw
Man lacht zusammen. © dpa
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Man sitzt zusammen. © dpa
Joachim Löw
Man tanzt zusammen. © dpa
Joachim Löw
Nach der WM ist Schluss für Klinsi. Jogi, übernehmen Sie! Löw wird zum Chefcoach befördert. © dpa
Joachim Löw
Alles hört auf sein Kommando! © dpa
Joachim Löw
Popstar Jogi auf Sardinien © dpa
Joachim Löw
Kennzeichen Löw: In der Folge sehen Sie die ungewöhnlichsten Bilder aus seiner Karriere als DFB-Chefcoach. © dpa
Joachim Löw
Nein, das ist natürlich nicht seine Ehefrau! Aber mit Thomas Gottschalk hat der Bundestrainer jede Menge Spaß. Seine Gattin Daniela hält Jogi erfolgreich aus der Öffentlichkeit raus - deswegen zeigen wir sie hier natürlich auch nicht. Sie nennt ihn übrigens auch Jogi. © dpa
Joachim Löw
Joachim Löw nimmt es auch mal mit zwei Mann auf. © dpa
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Jogi in historischer Bergsteiger-Kleidung beim Dreh eines Werbespots für Mercedes-Benz © dpa
Joachim Löw
Sein Bewerbungsfoto als nächster James Bond © dpa
Joachim Löw
Nichts verlernt © dpa
Joachim Löw
Jogi ganz grimmig © dpa
Joachim Löw
Der hochrangigste deutsche Fußballtrainer im Gespräch mit der hochrangigsten deutschen Politikerin © dpa
Joachim Löw
Ja, er raucht! © dpa
Joachim Löw
Nachdem er im Österreich-Spiel bei der EM 2008 auf die Tribüne verbannt wurde, outete sich Joachim Löw öffentlichkeitswirksam als Genussraucher. © dpa
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Jogi am Flughafen: Die Frisur sitzt! © dpa
Joachim Löw
Jogi Cruise mit Barbara Schöneberger bei der Bambi-Verleihung. © dpa
Joachim Löw
Hoch soll er leben! © dpa
Joachim Löw
Hoffentlich führt uns Jogi noch zu vielen weiteren Höhenflügen - und zum WM-Titel 2010! © Fishing4

Mesut Özil (21/Bremen) hat in nur sieben Einsätzen seinen Anspruch auf einen Platz in der Startelf unterstrichen. Jerome Boateng (21/Hamburg) könnte das Problem auf der rechten Abwehrseite lösen. Sami Khedira (22/Stuttgart) und Marko Marin (20/Bremen) konnten sich bereits als Alternativen empfehlen. Holger Badstuber (20), Thomas Müller (20/beide FC Bayern) und Toni Kroos (19/Leverkusen) drängen als weitere Talente auf ihre Chance. “Mesut bietet uns die taktische Möglichkeit, im System noch besser zu variieren, weil er hängender Stürmer, aber auch auf einer Halbposition spielen kann“, sagte der Bundestrainer und bescheinigte dem Bremer “enorme Fortschritte“ auch auf internationalem Parkett: “Deshalb denke ich, dass er im WM-Jahr eine wichtige Rolle einnimmt.“ Die nachrückenden “U 21“-Europameister ergänzen die Generation der Lahm, Podolski, Schweinsteiger, Mertesacker & Co., die im Alter von Mitte 20 schon viel Erfahrung mitbringen.

“Mit Ballack und Klose haben wir zudem internationale Top-Spieler“, sagte Löw. Ende Januar bittet er sein Personal zum ersten Leistungstest nach Sindelfingen, nebenher soll es einige Werbetermine geben. Nach Bundesliga-Abschluss wird es im Mai zunächst in Aachen ein Benefiz- Spiel gegen Malta geben. Im Anschluss reist das Team zur gemeinsamen Regeneration mit den Familien voraussichtlich nach Sardinien. Die unmittelbare WM-Vorbereitung, so wurde spekuliert, könnte wie vor dem Titel 1990 am Kalterer See in Südtirol stattfinden. Danach sind zwei weitere Testspiele möglicherweise in Ungarn und in Frankfurt gegen Bosnien-Herzigowina vorgesehen, bevor der DFB-Tross am Abend des 6. Juni Richtung Südafrika abhebt und am 7. Juni das Basiscamp “Vélmore“ vor den Toren Pretorias beziehen wird. “Wenn wir uns gut vorbereiten, können wir ein gutes Turnier spielen“, glaubt Löw.

dpa

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