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UEFA-Deal: Mehr Macht und Geld für europäische Clubs

Karl-Heinz Rummenigge soll für die ECA in das UEFA-Exekutivkomitee einziehen. Foto: Laurent Gillieron
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Karl-Heinz Rummenigge soll für die ECA in das UEFA-Exekutivkomitee einziehen. Foto: Laurent Gillieron

Nur eine Woche nach der Einigung mit der FIFA auf deutlich höhere Abstellungsgebühren bei der WM haben sich die europäischen Top-Vereine auch mehr Geld in Verhandlungen mit der UEFA zusichern lassen. Auch der Machteinfluss der Vereine wächst weiter.

Berlin (dpa) - Die europäischen Fußball-Spitzenvereine erhalten zukünftig mehr Macht und mehr Geld. Die Vereinigung der Top-Clubs (ECA) soll zwei Plätze in der Exekutive der Europäischen Fußball-Union (UEFA) erhalten, einer der beiden Sitze ist für den ECA-Präsidenten Karl-Heinz Rummenigge vorgesehen.

Der Vorstandschef des FC Bayern München wäre dann neben DFB-Präsident Wolfgang Niersbach der zweite deutsche Vertreter in dem dann auf 18 Mitglieder aufgestockten UEFA-Gremium. Außerdem sollen die Vereine bei der EM 2020 insgesamt 200 Millionen Euro an Abstellgebühren erhalten, was das Doppelte im Vergleich zur EURO 2012 und sogar mehr als bei Weltmeisterschaften wäre.

Den Bericht der «Bild am Sonntag» wollte die ECA zwar nicht im Detail bestätigen, gleichwohl habe es aber eine Vereinbarung mit der UEFA gegeben, wie die ECA der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Einzelheiten des Deals will die Club-Vereinigung am Dienstag nach ihrer zweitägigen Generalversammlung in Stockholm verkünden. Die Abmachung soll zu Wochenbeginn beim UEFA-Kongress in Wien festgezurrt worden sein, hieß es.

Tatsache ist aber, dass die Vereine bei den großen Turnieren deutlich höhere Abstellgebühren erhalten. Erst in der vergangenen Woche hatten sich die europäischen Ligen-Vertreter mit der FIFA auf Kompensationszahlungen in Höhe von 209 Millionen Dollar (umgerechnet 195 Millionen Euro) für die WM-Endrunden 2018 und 2022 geeinigt. Für die WM 2014 in Brasilien hatte die FIFA 70 Millionen Dollar - also umgerechnet rund 65 Millionen Euro gezahlt. Außerdem hatte sich die ECA mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung des internationalen Spielkalenders gesichert.

Die Zahlungen waren auch im Zusammenhang mit der Verlegung der Katar-WM in den Winter ausgehandelt worden. Da das Turnier vom 20. November bis zum 18. Dezember 2022 stattfindet, müssen die Ligen eine mehr als zweimonatige Pause einlegen. Die EM 2020 wird unterdessen europaweit mit einem Finale in London ausgetragen. 2016 findet die EURO in Frankreich statt, für dieses Turnier erhalten die Clubs 150 Millionen Euro.

Nicht nur in Sachen EM und WM schöpfen die Clubs zukünftig mehr Geld ab. Auch die Teilnahme an der Europa League soll für die Vereine von der kommenden Saison an finanziell aufgewertet werden. Der Anteil der Clubs auf Europas kleinerer Fußball-Bühne am Vermarktungstopf der UEFA werde im Vergleich zur Champions League wachsen, hieß es in dem Bericht. Demnach will die UEFA 381 Millionen Euro an die Europa-League-Starter ausschütten. In der Königsklasse seien es dann 1,25 Milliarden Euro, also das 3,3-fache. Damit klafft die Schere zwischen Champions- und Europa League nicht mehr gar so weit auseinander. Bislang gab es in der Königsklasse das 4,3-fache an Geld zu verdienen.

"Bild"-Bericht (Bezahlangebot)

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