Wolfsburg feuert Trainer Armin Veh

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Armin Veh muss gehen

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg hat Konsequenzen aus der sportlichen Misere gezogen und sich von Trainer Armin Veh getrennt.

Das teilte der Verein am Montag mit. Demnach wurde der 48-Jährige mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Als Interimscoach wird der bisherige Amateurtrainer Lorenz-Günther Köstner Nachfolger von Veh. Es ist der siebte Trainerwechsel der laufenden Saison in der Fußball-Bundesliga.

 

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“Diese Entscheidung ist uns im Präsidium nicht leicht gefallen. Wir sind jedoch zu der Erkenntnis gekommen, dass wir nach den vielen negativen Erlebnissen der letzten Wochen handeln mussten - auch um einen Neuanfang zu starten“, wird der Aufsichtsrats-Vorsitzende Francisco Javier Garcia Sanz in einer Vereinsmitteilung zitiert. “Die Stimmung rund um den VfL wäre zu belastet gewesen, um daraus Kraft für künftige Erfolge schöpfen zu können.“

Bereits am Sonntag während des 2:3 gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Köln hatten die Fans lautstark mit “Armin raus“-Rufen die Entlassung Vehs gefordert. Meister Wolfsburg liegt nach 19 Spieltagen mit zehn Punkten Rückstand auf einen Europapokalplatz nur auf dem zehnten Tabellenplatz. Der VfL, der in der vergangenen Meister-Saison noch die drittbeste Abwehr der Liga stellte, kassierte in den bisherigen 19 Spielen der aktuellen Saison bereits 38 Tore. Nur der abgeschlagene Tabellenletzte Hertha BSC (39) ist noch schlechter.

Der ehemalige Meistercoach Veh war als Trainer, Manager und Geschäftsführer am 1. Juli 2009 nach Wolfsburg gekommen. Er war Nachfolger von Felix Magath, der im Sommer zum FC Schalke 04 wechselte. Nach dem Ausscheiden aus der Champions League und der Negativserie in der Liga entmachteten die VW-Verantwortlichen Veh bereits teilweise und stellten ihm zum Rückrundenbeginn in Dieter Hoeneß einen erfahrenen Manager zur Seite.

Als Nachfolger ist Bernd Schuster im Gespräch. Auch eine dauerhafte Lösung mit Lorenz-Günther Köstner wäre denkbar. Der Kicker bringt Matthias Sammer ins Spiel. Kandidat Huub Stevens hatte den Wolfsburgern bereits eine Absage erteilt.

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