Weltmeister gegen Ex-Champion

Bayern-Duo bei Klassiker Spanien - Italien dabei

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Thiago Alcántara und Javi Martínez (r.) machen sich Hoffnungen, auf den WM-Zug aufzuspringen.

Madrid - Spanien und Italien gehören bei der WM zu den Titelkandidaten. Der aktuelle Champion und der Weltmeister von 2006 stehen sich im direkten Duell gegenüber. Zwei Wahl-Bayern sind bei Spanien dabei.

Das Bayern-Duo Thiago Alcántara und Javi Martínez macht sich Hoffnung auf einen Teileinsatz im Fußball-Klassiker, Neuling Diego Costa kann fest mit seinem Debüt beim Duell der beiden letzten Weltmeister rechnen. Für den Torjäger von Atlético Madrid wird die Neuauflage des EM-Finales zwischen Spanien und Italien im Madrider Stadion Vicente Calderón sogar ein echtes Heimspiel.

Trainer Vicente del Bosque geht nicht davon aus, dass es erneut so spielerisch leicht wie 2012 in Kiew wird, als „la Furia roja“ die Italiener 4:0 deklassierte. „Italien ist ein Rivale, der es immer verstanden hat, die richtigen Knöpfe zu finden, um uns das Leben schwer zu machen, vor allem in der Defensive“, versicherte er.

Thiago fühlt sich von Berufung geehrt

Cesare Prandelli kommt der Vergleich des Weltmeisters von 2006 gegen den Titelverteidiger und Doppel-Europameister am Mittwoch nicht ganz gelegen. „Es ist eine Partie, die wir vielleicht besser nicht spielen würden, weil wir in drei Monaten bei der WM wieder auf Spanien treffen könnten und das Ergebnis dieses Spiels die Stimmung innerhalb des Nationalteams bestimmen wird“, sagte der italienische Coach. „Wir werden es schwer haben gegen eine Mannschaft mit so viel Ballgefühl.“ Seine Mannschaft werde versuchen, die Spanier früh zu attackieren, „um den Weltmeister in die Verteidigung zu zwingen“.

Thiago genießt seine Rückkehr in die selección. „Ich denke, das ist die Belohnung für meine gute Arbeit in meinem Club“, sagte der Mittelfeldmann der online-Ausgabe des spanischen Fachblatts „as“. „Das ist die größte Ehre für einen Fußballer.“ Als Garantie, dass er auch bei der WM in Brasilien zum Kader des Titelverteidiger gehört, sieht der 22 Jahre alte Jungstar die jetzige Berufung aber nicht. „Schritt für Schritt“, riet Thiago. Es freue ihn, dass er mit seinem Bayern-Kollegen nach Madrid eingeladen wurde. Martínez sei sehr beliebt in der Nationalmannschaft und nicht nur ein großer Spieler, sondern auch eine große Persönlichkeit. Ob beide oder wenigsten einer vom designierten deutschen Meister mitwirken darf, wird sich weisen.

Diese 32 Teams sind bei der WM dabei

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Bei Italien fehlen der an der Schulter verletzte Offensiv-Exzentriker Mario Balotelli und Daniele De Rossi. Prandelli nominierte den Mittelfeldspieler vom AS Rom wegen eines Verstoßes gegen seine Ethik-Regeln nicht. De Rossi hatte am Samstag gegen Inter Mailand (0:0) seinen Gegenspieler ins Gesicht geschlagen. „Für mich sind alle Spieler, nicht nur Daniele, wie Söhne oder sogar mehr. Aber so eine unüberlegte Handlung kann ich auch von ihm nicht akzeptieren“, begründete der Trainer seine Entscheidung.

Dafür berief Prandelli erstmals Stürmer Ciro Immobile (FC Turin) und Verteidiger Gabriel Paletta (FC Parma) in die „squadra azzurra“. Ob die beiden Neulinge auch zum Kader für Brasilien gehören, will Prandelli in Ruhe überlegen: „Es sind noch zwei Monate Meisterschaft, wir schließen nichts und niemanden aus.“ Klar sind indes seine Ziele für die Copa. „Die Gruppenphase zu überstehen, ist das Minimalziel. Ich habe oft gesagt, auch wenn wir nicht mehr die Besten sind, können wir die Besten schlagen“, sagte der 56-Jährige.

dpa

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