Wolfsburg setzt Siegesserie fort: VfL schlägt VfB 4:0

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Kevin De Bruyne (l) schiebt ein zum 3:0 für den VfL Wolfsburg. Foto: Bernd Weißbrod

Stuttgart (dpa) - Klaus Allofs war nach dem 4:0 (2:0) seines VfL Wolfsburg beim VfB Stuttgart rundum zufrieden. "Sonst bin ich jemand, der immer das Haar in der Suppe findet, aber das wird schwer heute. Es war sehr gut", lobte der Manager den Auftritt beim sechsten Pflichtspielsieg in Serie.

Mit ihrer gnadenlosen Effektivität hielten die Niedersachsen ihren Spitzenplatz in der Fußball-Bundesliga und untermauerten die Ambitionen auf die Champions League. "Das verneine ich nicht", sagte VfL-Trainer Dieter Hecking.

Vor 50 050 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena hatten die Gastgeber in einer unterhaltsamen Partie zwar deutlich mehr Spielanteile und immer wieder sehr gute Torchancen, scheiterten aber ein ums andere Mal am herausragenden VfL-Schlussmann Diego Benaglio. "Ich bin froh, dass er hinten im Tor steht, weil er immer gut hält", sagte Hecking.

Für Wolfsburg dagegen nutzten Ivan Perisic (15./88. Minute), Robin Knoche (45.+1.) und Kevin De Bruyne (48.) ihre Möglichkeiten und führten die Wölfe zum fünften Sieg gegen Stuttgart nacheinander. "Was soll ich sagen. So klar war es nicht", haderte VfB-Trainer Armin Veh.

Nach der Aufholjagd gegen Leverkusen und dem nervenaufreibenden 5:4 bei Eintracht Frankfurt wollte der VfB gegen Wolfsburg das Polster auf die Abstiegsränge unbedingt ausbauen. Die erste Drangphase des VfL überstanden die Gastgeber unbeschadet, übernahmen selbst die Kontrolle und gingen beinahe in Führung. Benaglio hatte im direkten Duell mit Martin Harnik aber das Glück auf seiner Seite. Von seiner Hand sprang der Ball hinter seinem Rücken zurück ins Feld (8.).

Aus ähnlicher Position erzielte Perisic sieben Minuten später das zu diesem Zeitpunkt überraschende 1:0 - und besiegelte das 75. Spiel nacheinander, in dem der VfL nicht 0:0 spielte. Die Vorlage dazu kam von VfB-Mittelfeldspieler Oriol Romeu, der Antonio Rüdiger anschoss und den Ball dadurch ungewollt in den Lauf des Kroaten legte. "Die Wolfsburger waren brutal effektiv heute", sagte VfB-Verteidiger Daniel Schwaab. "Heute wieder vier Gegentore, das ist natürlich zu viel, das müssen wir in den Griff bekommen."

Danach ging es munter rauf und runter. VfB-Kapitän Christian Gentner scheiterte an Benaglio, im direkten Gegenzug traf Ivica Olic das Lattenkreuz (21.). Sercan Sararer köpfte wenig später an den Pfosten, Alexandru Maxim brachte die Kugel alleine vor Benaglio nicht im Tor unter (38.).

Stuttgart war aktiv, bemüht und glücklos - der VfL traf noch vor der Pause zum 2:0 durch Knoche. Nach dem Seitenwechsel kassierte der VfB prompt den nächsten Rückschlag. Fehlpass Georg Niedermeier, Konter über den für den verletzten Daniel Caligiuri eingewechselten Vieirinha, Flanke auf De Bruyne - 3:0 für Wolfsburg. Bei Caligiuri bestehe der Verdacht auf einen Muskelfaserriss, sagte Hecking.

Immerhin: trotz der Pfiffe von den Rängen gab sich Vehs Elf nicht auf und hatte durch Rüdiger (53.) eine weitere gute Möglichkeit. Wolfsburg nutzte schließlich eine der Konterchancen. Perisic markierte den elften VfB-Gegentreffer in drei Spielen. Schon vor dem 0:4 musste der vierte Offizielle, Robert Hartmann, als Linienrichter einspringen. Rene Rohde hatte sich verletzt.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 55,1 - 44,9

Torschüsse: 13 - 15

gew. Zweikämpfe in %: 40,2 - 59,8

Fouls: 13 - 11

Ecken: 4 - 6

Quelle: optasports.com

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