Zeitung: Tonis „Scheidung von Bayern ist sicher“

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Luca Toni will zurück nach Italien

Rom - Geht die Scheidung schneller als gedacht über die Bühne? Weltmeister Luca Toni soll bereits mit dem AS Rom über einen Wechsel vom FC Bayern zurück nach Italien sprechen.

 Der bei Bayern-Trainer Luis van Gaal in Ungnade gefallene Italiener soll sich in der vergangenen Woche mit Roms Sportdirektor Daniele Pradè und zuvor auch mit Kapitän Francesco Totti getroffen haben, berichtete der “Corriere dello Sport“ am Freitag. “Die Scheidung von Bayern ist sicher. Toni kürzt sein Gehalt, um beim AS Rom zu spielen“, titelte die römische Sporttageszeitung.

Toni habe in den Gesprächen mit den Römern angeboten, sein Gehalt für eine Verpflichtung von Januar bis Juni 2010 auf 2,5 Millionen zu kürzen. Bislang verdiene er in dem Zeitraum drei Millionen Euro. Selbst eine noch deutlicher gekürzte Gage dürfte der von großen Finanzsorgen geplagte Hauptstadtclub jedoch kaum aufbringen können.

Der 32-jährige Toni wolle unbedingt nach Italien zurückkehren, um ein Comeback in der italienischen Nationalelf zu schaffen. Derzeit gehört der Weltmeister von 2006 nicht mehr zur Stammformation der Azzurri. Wenn er in den kommenden Monaten nicht regelmäßig spielen kann, wird er keine Chance auf eine Berufung ins Team des Titelverteidigers für die WM 2010 in Südafrika haben. Rom sei Tonis wahrscheinlichste Wahl, er habe aber auch Kontakte zum AC Mailand und SSC Neapel gehabt, berichtete der Corriere.

Selbst bei einem Wechsel nach Italien zweifelt die “La Gazzetta dello Sport“ jedoch daran, dass Toni ein Stammplatz garantiert werden wird. Sein Abschied in München sei dennoch sicher: “Van Gaal besteht drauf: Toni muss gehen“, titelte die Mailänder Sporttageszeitung am Freitag. Bayern versuche zwar zu vermitteln, fordere aber eine Entschuldigung des Angreifers.

Toni hatte in einem Interview mit dem italienischen Fernsehsender RAI 3 gesagt, dass sein Verhältnis zu van Gaal so gut wie am Ende sei. “Van Gaal hat sich an Toni dafür gerächt, indem er ihn gegen Haifa auf die Tribüne verbannte“, schrieb die “Gazzetta“. Den Mut, dies öffentlich zu sagen, habe der Niederländer aber nicht gehabt. Der FC Bayern hatte Toni nach seiner Stadionflucht beim Spiel gegen Schalke und für seine Aussagen mit einer Gesamtgeldstrafe von 25 000 Euro belegt.

dpa

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