Zittersieg für Hannover in der Ukraine

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Christian Pander von Hannover 96 kämpft mit Ivan Kryvosheyenko um den Ball

Poltawa - Hannover 96 hat sich zum ersten Sieg in der Europa League gequält. Die Mannschaft musste kräftig bibbern, doch am Ende holte die Elf von Trainer Mirko Slomka drei Punkte in der Ukraine.

Der Fußball-Bundesligist gewann 2:1 (2:0) bei Worskla Poltawa in der Ukraine, geriet aber nach einer starken ersten Halbzeit noch gehörig unter Druck. Eigentlich schien die Partie für Hannover nach Toren von Mohammed Abdellaoue (32.) und Ex-Nationalspieler Christian Pander (44.) nur noch ein Spaziergang zu sein, nach dem Anschlusstreffer von Oleksij Kurilow (50.) waren die Gastgeber aber die klar bessere Mannschaft.


„Wir haben gut angefangen und in der ersten Halbzeit wenig zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir zu früh das Tor bekommen. Danach haben die Druck gemacht. Sie können gut Fußball spielen, deswegen mussten wir noch ein bisschen zittern“, sagte Mittelfeldspieler Altin Lala: „Wir haben jetzt vier Punkte. Es war unser Ziel, zu gewinnen. Auch wenn das Spiel nicht ganz so gut war, können wir zufrieden sein.“ Tabellenführer in der Gruppe B ist Standard Lüttich nach dem 3:0 (0:0) gegen den FC Kopenhagen, Hannover liegt punktgleich mit den Belgiern auf Rang zwei.

Hannovers Coach Mirko Slomka hatte sein Team im Vergleich zum 0: 0 in der Bundesliga bei Aufsteiger Augsburg auf gleich vier Positionen umgebaut und dabei auf die versammelte Erfahrung gesetzt. Christian Schulz, Steven Cherundolo, Lala und Abdellaoue rückten in die Startelf. Verzichten mussten die Niedersachsen dagegen auf den verletzten Stürmer Didier Ya Konan (Adduktorenprobleme).


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Markus Babbel (Hertha BSC): 1. Andre Mijatovic, 2. Christian Lell, 3. Rob Friend (alle Hertha BSC) © Getty
Ewald Lienen (Arminia Bielefeld): 1. Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Zoltan Stieber (Alemannia Aachen), 3. Olcay Sahan (MSV Duisburg) © Getty
Friedhelm Funkel (VfL Bochum): 1. Marcel Maltritz (VfL Bochum), 2. Adrian Ramos (Hertha BSC), 3. Julian Koch (MSV Duisburg) © Getty
Jos Luhukay (FC Augsburg): 1. Simon Jentzsch (FC Augsburg), 2. Nils Petersen (Energie Cottbus), 3. Zoltan Stieber (Alemannia Aachen) © Getty
Heiko Flottmann (VfL Osnabrück): 1. Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Pierre-Michel Lasogga (Hertha BSC), 3. Peter Niemeyer (Hertha BSC) © Getty
Mike Büskens (SpVgg Greuther Fürth): 1. Stefan Leitl (FC Ingolstadt), 2. Nils Petersen (Energie Cottbus), 3. Pierre-Michel Lasogga (Hertha BSC) © Getty
André Schubert (SC Paderborn): Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Julian Koch (MSV Duisburg), 3. Zoltan Stieber (Alemannia Aachen) © Getty
Peter Hyballa (Alemannia Aachen): 1. Adrian Ramos (Hertha BSC), 2. Nicolai Müller (SpVgg Greuther Fürth), 3. Nils Petersen (Energie Cottbus) © Getty
Benno Möhlmann (FC Ingolstadt): 1. Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Stefan Leitl (FC Ingolstadt), 3. Peter Niemeyer (Hertha BSC) © Getty
Rico Schmitt (Erzgebirge Aue): Simon Jentzsch (FC Augsburg), 2. Stefan Leitl (FC Ingolstadt), 2. Nils Petersen (Ebnergie Cottbus), 3. Julian Koch (MSV Duisburg) © Getty
Claus-Dieter Wollitz (Energie Cottbus): 1. Nils Petersen, 2. Julian Koch (MSV Duisburg), 3. Felix Klaus (SpVgg Greuther Fürth) © Getty
Hans-Jürgen Boysen (FSV Frankfurt): 1. Mike Wunderlich (FSV Frankfurt), 2. Julian Koch (MSV Duisurg), 3. Pierre-Michel Lasogga (Hertha BSC) © Getty
Uwe Neuhaus (Union Berlin): 1. Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Gibril Sankoh (FC Augsburg), 3. Andre Mijatovic (Hertha BSC) © Getty
Reiner Maurer (TSV 1860 München): 1. Adrian Ramos (Hertha BSC), 2. Nils Petersen (Energie Cottbus), 3. Zoltan Stieber (Alemannia Aachen) © Getty
Theo Schneider (Rot Weiß Oberhausen): 1. Uwe Hünemeier (Energie Cottbus), 2. Julian Koch (MSV Duisburg), 3. Marc-André Kruska (Energie Cottbus) © Getty
Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf): 1. Nils Petersen (Energie Cottbus), 2. Jens Langeneke (Fortuna Düsseldorf), 3. Mimoun Azaouagh (VfL Bochum) © Getty
Rainer Scharinger (Karlsruher SC): 1. Adrian Ramos (Hertha BSC), 2. Zoltan Stieber (Alemannia Aachen), 3. Gibril Sankoh (FC Augsburg) © Getty
Milan Sasic (MSV Duisburg): 1. Julian Koch (MSV Duisurg), 2. Nils Petersen (Energie Cottbus), 3. Pierre-Michel Lasogga (Hertha BSC) © Getty
BUNDESLIGA: Marco Pezzaiuoli (1899 Hoffenheim): 1. Mario Götze (Borussia Dortmund), 2. Papiss Demba Cissé (SC Freiburg), 3. Mats Hummels (Borussia Dortmund) © Getty
Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): 1. Mario Götze (Borussia Dortmund), 2. -, 3. - © Getty
Michael Oenning (Hamburger SV): Mario Götze (Borussia Dortmund), 2. -, 3. - © Getty
Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): 1. Raùl (FC Schalke 04), 2. Sven Bender (Borussia Dortmund), 3. Papiss Demba Cissé (SC Freiburg) © Getty
Thomas Tuchel (FSV Mainz): 1. Mats Hummels (Borussia Dortmund), 2. Manuel Neuer (FC Schalke 04), 3. André Schürrle (FSV Mainz 05) © Getty
Ralf Rangnick (FC Schalke 04): 1. Manuel Neuer (FC Schalke 04), 2. Nuri Sahin, 3. Mario Götze (beide Borussia Dortmund) © Getty
Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): 1. Nuri Sahin, Mats Hummels, 3. Mario Götze (alle Borussia Dortmund) © Getty
Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): 1. Shinji Kagawa, 2. Mario Götze, 3. Nuri Sahin (alle Borussia Dortmund) © Getty
Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): 1. Mario Götze, 2. Nuri Sahin, 3. Roman Weidenfeller (alle Borussia Dortmund) © Getty
Holger Stanislawski (FC St. Pauli): 1. Manuel Neuer (FC Schalke 04), 2. Lucas Barrios (Borussia Dortmund), 3. Fin Bartels (FC St. Pauli) © Getty
Mirko Slomka (Hannover 96): 1. Mario Götze (Borussia Dortmund), 2. Arturo Vidal (Bayer Leverkusen), 3. Shinji Kagawa (Borussia Dortmund) © Getty
Christoph Daum (Eintracht Frankfurt): 1. Manuel Neuer, 2. Mario Götze (Borussia Dortmund), 3. Maik Franz (Eintracht Frankfurt) © Getty
Andries Jonker (FC Bayern München): 1. Arturo Vidal (Bayer Leverkusen), 2. Manuel Neuer (FC Schalke 04), 3. Mario Gomez (FC Bayern) © Getty
Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): 1. Arturo Vidal (Bayer Leverkusen), 2. Mario Götze (Borussia Dortmund), 3. Mario Gomez (FC Bayern München) © Getty
Felix Magath (VfL Wolfsburg): 1. Raul (FC Schalke 04), 2. Nuri Sahin (Borussia Dortmund), 3. Julian Schieber (1. FC Nürnberg) © Getty
Robin Dutt (SC Freiburg): keine Bewertung © Getty
Thomas Schaaf (Werder Bremen): Mario Götze (Borussia Dortmund), Arturo Vidal (Bayer Leverkusen), Pappis Demba Cissé (SC Freiburg) und André Schürrle - in beliebiger Reihenfolge. © Getty
Dirk Lottner (Co-Trainer 1. FC Köln): 1. Nuri Sahin (Borussia Dortmund), 2. Mario Götze (Borussia Dortmund), 3. Arturo Vidal (Bayer Leverkusen) © Getty

Die Niedersachsen, die im ersten Spiel gegen Lüttich nicht über ein 0:0 hinausgekommen waren, versuchten in der hektischen Anfangsphase vergeblich, Ruhe in ihre Aktionen zu bekommen. Vor knapp 10.000 Zuschauern im nicht mal zur Hälfte gefüllten Worskla-Stadion, das wie der Verein nach einem Fluss benannt ist, kamen die Gäste aber über Standardsituationen zu Vorteilen. So scheiterte Ex-Nationalspieler Pander mit einem Freistoß (9.) an Poltawa-Schlussmann Sergej Dolganskij.

Besser machte es Abdellaoue nach gut einer halben Stunde. Einen langen Pass nahm der 25-Jährige mit dem Rücken zum gegnerischen Tor an und jagte den Ball aus der Drehung aus knapp 30 Metern mit links in die Maschen.

Hannover blieb bei Kontern weiter gefährlich und kam kurz vor der Pause zum zweiten Treffer. Pander schoss den Ball ins verwaiste Tor, nachdem zunächst Abdellaoue nach einem schönen Solo von Jan Schlaudraff mit einem verunglückten Hackentrick sein zweites Tor verpasst hatte.

„Wir werden noch mal zehn Minuten Druck bekommen“, sagte Hannovers Sportdirektor Jörg Schmadtke in der Halbzeitpause und erwies sich damit als Prophet. Kurilow nutzte die erste Chance der Gastgeber zum Anschlusstreffer. Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr nahm der Verteidiger den Ball volley und traf für Poltawa.

Anschließend rückte Hannovers Schlussmann Ron-Robert Zieler in den Mittelpunkt des Geschehens. Der junge Keeper musste häufig im letzten Moment retten, machte dabei allerdings nicht immer die beste Figur. Allerdings ließ die löchrige Deckung der Niedersachsen auch zu viele Chancen der Gastgeber zu und zwang so ihren Torhüter zum Eingreifen. Glück hatte Zieler in der 67. Minute, als Pawel Rebenok aus sechs Metern nur den Außenpfosten traf.

Beste Spieler bei Hannover waren Schlaudraff und Abdellaoue, bei den Gastgebern überzeugten Mittelfeldspieler Roman Bezus und Rebenok.

SID

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