Freikarten kosteten 60 Euro

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Bei den Spielern sorgte am Mittwoch die Fecht-Olympiasiegerin 2009 Britta Heidemann (M) für gute Laune. Vielen Fans ist diese am Donnerstag vergangen.

Shanghai - Das als Show-Einheit geplante Abschlusstraining der deutschen Nationalmannschaft vor dem Länderspiel gegen China hat für reichlich Frust und Verärgerung gesorgt.

Chinesische Fußball-Fans hatten überraschend für die vom DFB verteilten Freitickets zwischen 100 und 600 Yuan (rund 10 bis 60 Euro) bezahlen müssen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte über den chinesischen Verband 5000 Freikarten an die Gastgeber sowie 1000 für deutsche Bürger in China kostenlos zur Verfügung gestellt. Insgesamt waren einen Tag vor dem Länderspiel gegen China zum öffentlichen Abschlusstraining höchstens 1000 Zuschauer im “Shanghai Stadium“.

“Über welche Quellen die Freitickets verkauft wurden, wissen wir nicht“, sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger zu den Vorfällen. Vor dem Stadion wurden keine Karten mehr verteilt, so dass rund 300 Fans der Eintritt verwehrt wurde. Der DFB setzte sich zwar dafür ein, diese Anhänger auch ohne Tickets ins Stadion zu lassen. Doch die örtlichen Organisatoren verweigerten dies mit dem Hinweis auf die Sicherheitslage. Auch ein Einspruch von Georg Behlau, Chef des Büros Nationalmannschaft, blieb ohne Erfolg.

“Als kleine Entschädigung“ verteilte der DFB an die Besucher, die ihr Ticket bezahlt hatten, auf der Tribüne Bälle. Manager Oliver verschenkte zudem drei Dutzend Bälle an jene chinesischen Fans, denen der Eintritt verweigert worden war.

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