Dank an Henry Maske

„Angsthase“ Klitschko will 2014 wieder boxen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Wladimir Klitschko will trotz Angst vor einer Niederlage Anfang 2014 wieder im Boxring stehen.

Berlin - Schwergewichts-Boxweltmeister Wladimir Klitschko fürchtet nichts so sehr, wie eine Niederlage. Doch im Februar oder März will er wieder im Ring stehen.

Der fast zwei Meter große Schwergewichtsboxer Wladimir Klitschko, seit 2006 als Weltmeister ungeschlagen, hat Angst. „Ich fürchte mich davor, zu verlieren“, sagte der Titelträger der Weltverbände IBF, WBO und WBA in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Er nannte dabei den kommenden Februar oder März als nächsten Kampftermin.

„Ich weiß nicht, ob es eine Pflicht- oder eine freiwillige Titelverteidigung wird. Die Verbandspolitik ist sehr kompliziert. In einigen Wochen wird entschieden sein, gegen wen ich als nächstes boxe“, sagte der 37 Jahre alte Modellathlet. Klitschko absolvierte am Samstag in Berlin bei der Einweihung eines Fitnesscenters in der Innenstadt einen Sponsorentermin.

Einen Plan für das Karriereende hat Klitschko noch nicht. „Gesundheit und Motivation entscheiden, es liegt nicht an den Finanzen. Ich habe weiter großen Spaß am Boxen. Ich hoffe, ich erkenne den richtigen Zeitpunkt aufzuhören, bevor ich verliere“, meinte der 1,98 Meter-Hüne, der vor zwei Wochen in Moskau den bis dahin ungeschlagenen Russen Alexander Powetkin einstimmig nach Punkten besiegte. Klitschko kassierte die Rekordbörse von 13,38 Millionen Euro für den Kampf.

In der Olimpijski-Halle hatte er das Publikum gegen sich, der Putin-Liebling Powetkin in einem wenig ansehnlichen Kampf aber trotzdem keine Chance gegen Klitschko. „Die Zuschauer waren auf der Seite ihres Mannes. Das kenne ich aus dem Madison Square Garden und aus Köln, wo das Publikum 1999 wie ein Mann hinter Axel Schulz stand“, erklärte der promovierte Sportwissenschaftler.

Klitschko äußerte sich auch zu den politischen Entwicklungen in seinem Heimatland Ukraine und in Russland. Das politische System dort sei nicht mit den „Vorzeige-Demokratien in Deutschland und den USA“ zu vergleichen und man könne sie dort „auch nicht kopieren“. Ein Riesenreich wie Russland zu regieren, sei „sehr schwierig“. Präsident Wladimir Putin sei auf dem Weg „in Richtung Demokratie“. Bei Einhaltung der Menschenrechte sieht der Profiboxer indes Handlungsbedarf. „Daran muss man noch etwas schleifen - das trifft sowohl auf die Ukraine als auch auf Russland zu“, meinte Klitschko. „Aussagen und Taten von Putin stimmen nicht immer überein“.

Die in Russland geschürten Vorurteile gegen Homosexuelle kann der Weltbürger Klitschko - „Mein Zuhause ist der Flieger. Ich pendle zwischen meinen drei Polen USA, Ost- und Westeuropa - nicht nachvollziehen: „Das ist doch Privatsache, was die Leute in ihren Schlafzimmern treiben“.

Die besten Boxer-Sprüche

Die besten Boxer-Sprüche

Max Schmeling hält Wladimir Klitschko für den besten deutschen Boxer aller Zeiten - Henry Maske ebnete ihm und seinem Bruder Witali den Weg zu Anerkennung und dickem Bankkonto. Maske habe in den 90er Jahren „das Profiboxen in Deutschland wieder salonfähig gemacht und damit Anteil am Verlauf meiner und der Karriere meines Bruders. Ohne Henry wäre das so nicht möglich gewesen“.

dpa

Zurück zur Übersicht: Sport-Mix

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser