Manager: "Gesundheit hat Vorrang"

Ariane Friedrich sagt für WM ab

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Ariane Friedrich

Düsseldorf - Die deutsche Hochsprung-Rekordlerin Ariane Friedrich hat ihre Teilnahme an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau abgesagt.

Diskus-Olympiasieger Robert Harting führt das vorläufige Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Weltmeisterschaften in Moskau an. 29 Sportlerinnen und 26 Sportler nannte der DLV am Dienstag in Darmstadt für die Titelkämpfe vom 10. bis 18. August. Allerdings ist die Normenjagd nicht vorbei für die WM-Kandidaten, eine weitere Nominierungsrunde steht am 29. Juli an. Dagegen hat Hochsprung-Ass Ariane Friedrich ihre WM-Teilnahme abgesagt.

„Mit der WM-Norm würde es wegen der Knieverletzung nicht mehr klappen“, erklärte ihr Manager Günter Eisinger. Die 29-Jährige von der LG Frankfurt/Main hatte sich die Verletzung am 21. Juni im badischen Bühl zugezogen. Dort hatte die WM-Dritte von 2009 zwar 1,90 Meter überquert, musste aber weitere Versuche über die WM-Norm von 1,95 Meter abbrechen. „Ariane wird erst wieder an den Start gehen, wenn sie rundum gesund ist. Ob dies noch in dieser Saison der Fall ist, wissen wir nicht“, sagte Eisinger.

Die deutsche Rekordlerin hatte sich im Dezember 2010 einen Achillessehnenriss zugezogen und danach vergeblich versucht, wieder dicht an die Zwei-Meter-Höhe heranzukommen. Für die Olympischen Spiele 2012 war sie nominiert worden, schaffte es aber nicht, in den Endkampf zu kommen. An ein Ende ihrer Karriere denkt sie nicht. „Sie wäre dusselig zu sagen, aufhören zu wollen, wenn ihr das Hochspringen weiter Freude und Spaß macht“, meinte Eisinger.

Neben dem zweifachen Weltmeister Harting (Berlin) ist auch Kugelstoßer David Storl (Chemnitz) als Titelverteidiger dabei. Matthias de Zordo (Magdeburg), der 2011 in Daegu überraschend Gold im Speerwerfen gewonnen hatte, musste die Saison wegen eines Achillessehnenrisses abbrechen.

Bei der WM in Südkorea hatte der DLV insgesamt sieben Medaillen geholt, bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr in London acht. Auf ein Medaillenziel wollen sich die Funktionäre nicht festlegen. „Wir sollten die Chancen des Teams im Übergangsjahr nach Olympia 2012 angemessen einschätzen und die WM in Moskau dennoch mit Optimismus angehen“, sagte Sportdirektor Thomas Kurschilgen. Cheftrainer Idriss Gonschinska will im Hinblick auf Rio de Janeiro 2016 „junge Athleten in das DLV-Team integrieren, um ihnen internationale Wettkampfkompetenz und Erfahrungen mit den besten Nationen der Welt zu vermitteln“.

In den Einzeldisziplinen wurden zunächst nur Athleten nominiert, die die A-Norm erfüllt haben. Deshalb fehlt auch Weitsprung-Europameister Sebastian Bayer (Hamburg), der in diesem Jahr erst 8,04 Meter gesprungen ist.

dpa

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