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Erstes Grand-Slam-Turnier des Jahres

Alles was Sie zu den Australian Open wissen müssen

Australian Open, Grand Slam, Tennis, Rod Laver Arena, Melbourne Park
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Im Januar wird schon der erste Grand-Slam-Sieger des Jahres gekürt.

Melbourne - Die Australian Open sind der Auftakt für die Grand-Slam-Saison im Tennis-Jahr. Alles, was sie zu diesem Turnier wissen müssen, erfahren Sie hier.

Update vom 24. Mai 2017: Das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres 2017 findet in Paris statt. Mit dabei unter anderem die deutsche Nachwuchshoffnung Alexander Zverev. Auf tz.de haben wir für Sie zusammengefasst, wo Sie die French Open live im TV und im Live-Stream sehen können.

Jedes Jahr im Januar fiebern Millionen Fans dem Auftakt in die neue Tennis-Saison entgegen. Das erste große Turnier lässt auch nicht lange auf sich warten. Ab Mitte Januar steigt der erste von vier Grand Slam Wettbewerben. Auf der Nordhalbkugel ist da jedoch tiefster Winter. Deshalb startet die "Open Era", die seit dem Frühjahr 1968 ausgetragen wird, auch in Australien. Mit Beginn dieser Zeitrechnung professionalisierte sich das bis dato Amateur-Tennis. Denn nach der Einführung der Open Era musste man offiziell als Profi zugelassen werden, um an wichtigen Turnieren teilzunehmen.

Wann der ehrwürdige Wettbewerb erstmals ausgetragen wurde, seit wann es ein Dach gibt und wer auf dem Kontinent die meisten Siege errang sowie alles was Sie zu den Australian Open wissen müssen, lesen Sie in diesem Artikel. Wie Sie die Australian Open 2016 live im TV und im Stream sehen können, lesen Sie unter diesem Link.

Geschichte der Australian Open

Seit 1905 wird das Turnier ausgetragen. Zunächst war es eine Meisterschaft zwischen Australien und Neuseeland, an der erstmalig 17 Männer teilnahmen. Das erste Finale vor rund 5000 Zuschauern gewann Rodney Heath. Ab 1927 wurde das Turnier nach dem Rückzug Neuseelands in "Australian Championships" umbenannt. Insgesamt wanderte der Zirkus in sechs verschiedene Städte. Sydney (17 Mal), Adelaid (14 Mal), Brisbane (achtmal), Perth (dreimal) sowie zwei Austragungen in Neuseeland (1906 und 1912). Seit 1972 wird das Turnier in Melbourne ausgetragen.

Einzig während der Weltkriege fiel das Turnier aus. Bereits ab 1922 werden das Dameneinzel und das Damendoppel ausgetragen. Die erste Siegerin war Margaret Molesworth. Die Trophäe im Dameneinzel wurde jedoch nach Daphne Akhurst benannt, die fünf Einzeltitel gewann und der der Pokal nach ihrem frühen Tod mit 29 Jahren gewidmet wurde. Die Herren erhalten den Norman Brookes Challenge Cup.

In den 1960er Jahren waren zwei Australier die dominanten Beteiligten: Margaret Smith Court und Rod Laver. Die beiden zeigten in ihrer Heimat begeisternde Matches. Court gewann insgesamt elfmal den Einzeltitel, achtmal den Doppeltitel und viermal den Mixed-Titel. 1970 erreichte sie mit dem Gewinn des Grand Slam ihren Höhepunkt. Rod Laver gelang als bislang einzigem Spieler zweimal ein Grand Slam, nämlich 1962 und 1969. Er gewann die Australian Open dreimal im Einzel.

Bis 1977 wurde das Turnier im Januar ausgetragen, danach wechselte der Termin in den Dezember, so dass das Turnier 1977 zweimal stattfand. 1986 fand kein Turnier statt, weil man ab 1987 wieder im Januar spielte und den Termin mit dem Masters tauschte.

Australian Open: Der Belag

1988 wurde erstmals im Flinders Park (1997 umbenannt in Melbourne Park) gespielt. Zugleich wurde der Belag gewechselt; auf der neuen Anlage wurde auf Hartplatz – sogenannte Rebound-Ace-Courts – gespielt und nicht mehr auf Rasen.

2008 wechselte man den Hartplatzbelag, anstelle von Rebound Ace spielt man seither auf Plexicushion-Hartplätzen. Rebound Ace ist ein gedämpfter Tennis-Hartplatz, der auf Asphalt oder anderen harten Untergründen verlegt wird. Einige Spieler beschwerten sich, dass sich der Belag bei hoher Hitze, wie sie in Australien nicht ungewöhnlich ist, klebrig und damit die Verletzungsgefahr erhöht wurde.

Deshalb entschied die Turnierleitung, vom grünen Untergrund auf den blauen Plexicushion-Belag zu wechseln. Ein besonders Merkmal ist, dass Plexicushion auf Acryl basiert. Im Vergleich zum Rebound Ace bemängelte Roger Federer, dass die neuen Plätze langsamer seien.

Australian Open: Dach

Die Australian Open waren das erste Grand Slam Turnier, das mit einem Dach ausgestattet wurde. Mit dem Umzug auf das neue Gelände wurde das Stadion direkt so konzipiert. Steffi Graf siegte im damaligen Flinders Park 1988 im Finale gegen Chris Evert. Es war der Auftakt für ihren Golden Slam und zugleich das erste Finale eines Grand-Slam-Turniers, das unter geschlossenem Dach stattfand. 2003 sowie 2005 bis 2007 war dies erneut der Fall.

Stadien in Melbourne bei den Australian Open

Insgesamt gibt es 22 Courts. Der größte ist seit dem Jahr 2000 nach der Legende Rod Laver benannt und fasst 14.820 Plätze. Die Rod Laver Arena ist mit dem Hawk-Eye-System ausgestattet und verfügt außerdem über ein flexibles Dach, das bei Regen oder starker Hitze innerhalb von 25 Minuten geschlossen werden kann.

Das zweitgrößte Stadion im Melbourne Park ist die Hisense Arena. Auch dieses Stadion kann binnen zehn Minuten mit einem Dach geschlossen werden. Namenssponsor ist das chinesische Elektronikunternehmen Hisense. Für die Australian Open hat die Arena eine Kapazität von 10.000 Plätzen.

Die Margaret Court Arena folgt mit 7500 Zuschauern. Seit 2003 ist der "Show Court One" nach der australischen Tennis-Legende benannt. Im Jahr 2014 bekam auch der dritte große Platz im Melbourne Park ein Dach.

Australian Open: Hitze

Im Januar ist in Australien Hochsommer. Was das bedeutet, erfahren die Spitzensportler nahezu jedes Jahr. Temperaturen um die 40 Grad Celsius. Hitzeschläge, Zusammenbrüche, kollabierende Ballkinder und vorzeitige Aufgaben sind die Folgen. Um die Spieler und Spielerinnen zu schützen, werden Matches teilweise unterbrochen. Es gibt Kühlhandtücher und Sonnenschirme für die kurzen Spielpausen zwischen den Aufschlagspielen. Die Turnierleitung hat sogar eine "Extreme Heat Policy" (EHP) ins Leben gerufen.

Demnach werden Partien unterbrochen, wenn das Thermometer 40 Grad überschreitet oder die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist. Einzige Ausnahme: Partien können bei geschlossenem Dach fortgeführt werden.

Rekordsieger der Australian Open Männer (vor 1968)

In sämtlichen Wettbewerben: Jack Crawford (Australien): 11 (4 Einzel, 4 Doppel, 3 Mixed)

Einzel: Roy Emerson (Australien): 6 Einzeltitel

Doppel: Adrian Quist (Australien): 10 Doppeltitel

Rekordsieger der Australian Open Männer (nach 1968)

In sämtlichen Wettbewerben: Bob Bryan (USA), Mike Bryan (USA), Novak Djokovic (Serbien): je 6 (je 6 Doppel)

Einzel: Novak Đoković (Serbien): 6 Einzeltitel

Doppel: Bob Bryan (USA), Mike Bryan (USA): 6 Doppeltitel

Rekordsieger der Australian Open Frauen (vor 1968)

In sämtlichen Wettbewerben: Margaret Smith Court (Australien): 22 (11 Einzel, 7 Doppel, 4 Mixed)

Einzel: Margaret Smith Court (Australien): 11 (davon 7 vor 1968)

Doppel: Thelma Coyne Long (Australien): 12 Doppeltitel ´

Rekordsieger der Australian Open Frauen (nach 1968)

In sämtlichen Wettbewerben: Martina Navrátilová (Tschechien/USA): 12 (3 Einzel, 8 Doppel, 1 Mixed)

Einzel: Serena Williams (USA) : 6 Einzeltitel

Doppel: Martina Navrátilová (Tschechien/USA): 8 Doppeltitel

Sieger der Australian Open seit 2000 (Herren)

Novak Djokovic ist "Mr. Australien". Der Serbe, der seit Januar 2014 von Boris Becker gecoacht wird, gewann seit 2008 fünf Titel. In den 2000er-Jahren waren Andre Agassi und Roger Federer die dominanten Spieler.

JahrFinalistenErgebnisSieger
2000Andre Agassi - Jewgeni Kafelnikow3:6, 6:3, 6:2, 6:4Andre Agassi
2001Andre Agassi - Arnaud Clement6:4, 6:2, 6:2Andre Agassi
2002Thomas Johansson - Marat Safin3:6, 6:4, 6:4, 7:6Thomas Johansson
2003Andre Agassi - Rainer Schüttler6:2, 6:2, 6:1Andre Agassi
2004Roger Federer - Marat Safin7:6, 6:4, 6:2Roger Federer
2005Marat Safin - Lleyton Hewitt1:6, 6:3, 6:4, 6:4Marat Safin
2006Roger Federer - Marcos Baghdatis5:7, 7:5, 6:0, 6:2Roger Federer
2007Roger Federer - Fernando Gonzalez7:6, 6:4, 6:4Roger Federer
2008Novak Djokovic - Jo-Wilfried Tsonga4:6, 6:4, 6:3, 7:6Novak Djokovic
2009Rafael Nadal - Roger Federer7:5, 3:6, 7:6, 3:6, 6:2Rafael Nadal
2010Roger Federer - Andy Murray6:3, 6:4, 7:6Roger Federer
2011Novak Djokovic - Andy Murray6:4, 6:2, 6:3Novak Djokovic
2012Novak Djokovic - Rafael Nadal5:7, 6:4, 6:2, 6:7, 7:5Novak Djokovic
2013Novak Djokovic - Andy Murray6:7, 7:6, 6:3, 6:2Novak Djokovic
2014Stan Wawrinka - Rafael Nadal6:3, 6:2, 3:6, 6:3Stan Wawrinka
2015Novak Djokovic - Andy Murray7:6, 6:7, 6:3, 6:0Novak Djokovic
2016Novak Djokovic - Andy Murray6:1, 7:5, 7:6Novak Djokovic
2017?????????

Sieger der Australian Open seit 2000 (Damen)

Im neuen Jahrtausend bleibt vor allem eine Spielerin im Gedächtnis: Serena Williams. Die US-Amerikanerin holte sechs Titel bei den Australian Open.

JahrFinalistinnenErgebnisSiegerin
2000Lindsay Davenport - Martina Hingis6:1, 7:5Lindsay Davenport
2001Jennifer Capriati - Martina Hingis6:4, 6:3Jennifer Capriati
2002Jennifer Capriati - Martina Hingis4:6, 7:6, 6:2Jennifer Capriati
2003Serena Williams - Venus Williams7:6, 3:6, 6:4Serena Williams
2004Justine Henin-Hardenne - Kim Clijsters6:3, 4:6, 6:3Justine Henin-Hardenne
2005Serena Williams - Lindsay Davenport2:6, 6:3, 6:0Serena Williams
2006Amélie Mauresmo - Justine Henin-Hardenne6:1, 2:0 AufgabeAmelie Mauresmo
2007Serena Williams - Maria Scharapowa6:1, 6:2Serena Williams
2008Maria Scharapowa - Ana Ivanovic7:5, 6:3Maria Scharapowa
2009Serena Williams - Dinara Safina6:0, 6:3Serena Williams
2010Serena Williams - Justine Henin6:4, 3:6, 6:2Serena Williams
2011Kim Clijsters - Li Na3:6, 6:3, 6:3Kim Clijsters
2012Wiktoria Asarenka - Maria Scharapowa6:3, 6:0Wiktoria Asarenka
2013Wiktoria Asarenka - Li Na4:6, 6:4, 6:3Wiktoria Asarenka
2014Li Na - Dominika Cibulkova7:6, 6:0Li Na
2015Serena Williams - Maria Scharapowa6:3, 7:6Serena Williams
2016Angelique Kerber - Serena Williams6:4, 3:6, 6:4Angelique Kerber
2017?????????

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