Deutscher Paralympics-Chef

Beucher lehnt Treffen mit Putin ab

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Friedhelm Julius Beucher.

Sotschi - Friedhelm Julius Beucher hat bei den Paralympics in Sotschi als einer von fünf Verbandspräsidenten ein Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin abgelehnt.

Der SPD-Politiker schlug am Donnerstag eine Einladung zum Mittagessen beim Kremlchef wegen des Ukraine-Konflikts aus. „Ich kann nicht auf der einen Seite Herrn Putins Säbelrasseln auf der Krim kritisieren, mich über die ständigen Menschenrechtsverletzungen in Russland aufregen und dann zu Herrn Putin hingehen, zum Mittagessen einladen lassen, ihm die Hand schütteln und womöglich noch den Dank entgegen nehmen, dass wir hier mit unserem Team nach Russland gekommen sind“, sagte Beucher.

Der frühere Bundestagsabgeordnete war zusammen mit den Chefs anderer Delegationen eingeladen worden. Die Funktionäre waren mit mehreres Bussen vom Hotel Aiwasowski, dem vorübergehenden Sitz des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) in Sotschi, zu dem Treffen gefahren worden. „Ich habe die Bundesregierung über mein Verhalten informiert. Sie haben mich darauf hingewiesen, dass ich als autonomer Verbandspräsident handele. Aber auch da unterliegen wir Weisungen und Empfehlungen“, sagte der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS).

Am Vortag hatte Innenminister Thomas de Maiziere in einem Schreiben an Beucher mitgeteilt, dass auch am Schlusswochenende der Paralympics wegen der Lage in der Ukraine kein deutscher Regierungsvertreter nach Sotschi kommt.

dpa

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