Reform in Champions-League?

Gislason: „Eine Art NBA des Handballs ist überlebenswichtig“

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Alfred Gislason: Der isländische Trainer des THW Kiel ist mit dem derzeitigen Modus der Handball-Champions-League nicht zufrieden.

Erfolgstrainer Alfred Gislason macht sich für Veränderungen in der Handball-Champions League stark und wünscht sich ein Modell ähnlich der amerikanischen Basketball-Profiliga.

Frankfurt - Kiels Trainer Alfred Gislason hat vor dem Auftakt der Champions-League den Modus der Handball-“Königsklasse“ kritisiert und sich für eine Reform ausgesprochen. „Ich war immer ein Befürworter einer Elite-Liga. Meiner Meinung nach ist es für die Vereine überlebenswichtig, so eine Art NBA des Handballs zu machen“, sagte Gislason in einem Interview der Fachzeitschrift „Handballwoche“. 

Kiel-Trainer Gislason kritisiert 2018 geplante Elite-Liga der EHF

Die Reformpläne der Europäischen Handball-Föderation (EHF), die ab 2018 eine Elite-Liga mit zwölf Klubs im Meisterschaftsmodus mit anschließender K.o.-Phase plant, lehnt Gislason jedoch ab. „Die Belastung würde dadurch weiter zunehmen. Nach derzeitiger Planung kämen in der Elite-Liga sechs Spiele für uns hinzu“, sagte der 58 Jahre alte Isländer. 

Der deutsche Rekordmeister startet am Sonntag gegen das französische Spitzenteam Paris St. Germain in die Champions League, die seit einem Jahr in zwei Leistungsgruppen ausgespielt wird. In den starken Gruppen A und B - mit den deutschen Startern Kiel, Rhein-Neckar Löwen und SG Flensburg-Handewitt - befinden sich je acht Mannschaften, die jeweils zweimal gegeneinander spielen. Zudem gibt es die zweite Ebene mit je sechs Teams in den Gruppen C und D. Nach der Gruppenphase schließen sich die K.o.-Spiele ab dem Achtelfinale an.

dpa

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