Optimistisch nach Übersee

Höfl-Riesch: "Happy" auf "Lieblingshang"

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Maria Höfl-Riesch

Levi - Der Slalom in Levi bleibt für Maria Höfl-Riesch auch ohne den tierischen Hauptgewinn ein lohnendes Ziel. Nach zuvor bereits drei Siegen fuhr sie auf Rang zwei. Zum Torlaufstart im Olympia-Winter zeigte das deutsche Team eine Topleistung.

Rudolf, das Rentier, musste Maria Höfl-Riesch im finnischen Levi der überlegenen Mikaela Shiffrin überlassen. Aber auch ohne den Siegpreis sammelte die Doppel-Olympiasiegerin als Zweite auf ihrem „Lieblingshang im Slalom“ wichtiges Selbstvertrauen für den Weg nach Sotschi. „Ich bin super happy mit dem Ergebnis, es ist immer toll, am Podest zu stehen“, meinte die Skirennfahrerin aus Partenkirchen vor den Überseerennen Ende November. „Das lässt mich optimistisch in die nächsten Wochen blicken.“

Bei einem starken deutschen Teamresultat mit drei Athletinnen unter den Top-Zwölf musste sie sich mit 1,06 Sekunden Rückstand nur der glänzend aufgelegten Shiffrin geschlagen geben. In winterlicher Atmosphäre freute sich der US-Jungstar bei der Siegerehrung nördlich des Polarkreises über ein ganz besonderes Geschenk: Das sechs Monate alte Rentier, das sie von den Organisatoren erhielt, taufte die 18-Jährige auf den Namen Rudolf. „Ich hoffe, wenn er älter wird, kann ich eine Schlittenfahrt mit ihm unternehmen“, meinte Shiffrin, die das Tier jedoch in Lappland zurücklassen musste.

Im Vorjahr hatte noch Höfl-Riesch nördlich des Polarkreises triumphiert - nach dem Aus zum Saisonauftakt beim Riesenslalom in Sölden sorgte die starke Slalom-Leistung nun für reichlich Aufschwung. „Mir taugt das hier, die Stimmung, der Hang, der Schnee - auch wenn es heuer nicht so kalt war, es hat etwas extrem Winterliches, ich fühl mich einfach wohl hier“, berichtete die 28-Jährige.

Insgesamt war es ihr siebtes Podiumsergebnis in Levi. Vor den in zwei Wochen beginnenden Speedrennen in Nordamerika hat sie nur in Lake Louise (9) mehr auf dem Konto. „Die Psyche spielt schon eine Rolle“, meinte Alpindirektor Wolfgang Maier, „es ist ihr Hang, hier fährt sie immer gut.“

Insgesamt durfte er sich über eine überzeugende Mannschaftsvorstellung freuen, erstmals seit mehr als einem Jahr erreichten drei seiner Torläuferinnen die Top-Zwölf: Christina Geiger machte als Sechste wie Höfl-Riesch bereits früh die Qualifikation für die Winterspiele in Sotschi perfekt. Barbara Wirth schaffte mit Rang zwölf als ihrem besten Weltcup-Ergebnis schon die halbe Norm. „Das war von den Team- und den Einzelleistungen ein sehr gutes Ergebnis. Wir haben uns sehr gut verkauft“, analysierte Maier.

Und auch die jungen Talente ließen kräftig aufhorchen. Mit hohen Startnummern und begünstigt vom nachlassenden Wind rauschten Marlene Schmotz (19) und die Debütantinnen Maren Wiesler (20) sowie Marina Wallner morgens weit nach vorne - die 19-Jährige vom SC Inzell sogar zeitgleich mit Höfl-Riesch auf Rang drei. Zwar fiel das Trio im Finale noch deutlich zurück, dennoch sammelten Wallner als 16. und Wiesler sowie Schmotz als jeweils 23. ihre ersten Weltcup-Punkte.

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Während sich die Fahrerinnen mit hohen Startnummern im ersten Lauf nach vorne schoben, fiel Susanne Riesch bei ihrem Comeback gut eineinhalb Jahre nach ihrer schweren Knieverletzung noch aus den Top 30 heraus. Nur um 0,09 Sekunden verpasste die 25-Jährige das Finale. „Es ist ein super Gefühl, wieder durchs Ziel zu fahren“, sagte Susanne Riesch der „Bild am Sonntag“. „Wenn alles gut läuft, werde ich noch stärker.“

dpa

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