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Designierter DOSB-Boss

Hörmann erhält viel Zuspruch

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Alfons Hörmann

Frankfurt/Main - Die Spitzen des deutschen Sports haben sich auf Alfons Hörmann als neuen DOSB-Präsidenten geeinigt - und schenken dem Boss des Deutschen Skiverbandes einen großen Vertrauensvorschuss.

Den letzten Schritt auf dem Weg zur Spitze hat Alfons Hörmann noch gar nicht genommen, da huldigt der deutsche Sport bereits dem künftigen Chef. Nachdem der starke Mann des Deutschen Skiverbandes die 62 Spitzenverbände hinter sich vereinigt hat, gilt seine Inthronisierung als DOSB-Präsident bei der Mitgliederversammlung am 7. Dezember in Wiesbaden als reine Formsache - die Nachfolge von Thomas Bach ist überraschend schnell und geräuschlos geklärt worden.

„Sollte Alfons Hörmann von der Mitgliederversammlung gewählt werden, werde ich selbstverständlich gut und loyal mit ihm zusammenarbeiten“, sagte der oberste DOSB-Hauptamliche, Generaldirektor Michael Vesper, dem SID. Auch der Chef der Spitzenverbände freut sich bereits auf die Zusammenarbeit mit Hörmann. „Er ist ein Mann mit klarer Führungsstuktur. Und er ist jemand, der die Dinge im Sportsystem kennt, aber noch nicht eingebunden ist. Er kann mit einer neuen Sichtweise die vor uns liegenden Probleme lösen“, meinte Rainer Brechtken, der Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB) und Chef der Spitzenverbände.

Welche Zukunftsfragen ganz oben auf seiner Agenda stehen, wird Hörmann bei seiner „Regierungserklärung“ in Wiesbaden darlegen. Bis dahin will der 53-Jährige aber erst einmal Werbung in eigener Sache betreiben. Denn obwohl ihm bereits die 62 Spitzenverbände eine Abstimmungs-Mehrheit garantieren, möchte Hörmann ohne die Zustimmung der anderen beiden stimmberechtigten Gruppierungen (20 Verbände mit besonderen Aufgaben und 16 Landessportbünde) das Amt nicht antreten.

„Es geht nun darum, den gesamten deutschen Sport hinter der Kandidatur zu vereinen, anders macht es wenig Sinn. Wenn man aus den anderen Gruppierungen nicht die Unterstützung hat, wird es schwer, das Amt erfolgreich auszuüben“, sagte Hörmann dem SID. Eine der ersten Stationen auf Hörmanns PR-Tour wird deshalb das Treffen der Landessportbund-Chefs am 25. und 26. Oktober in Hamburg sein.

„Ich möchte erst einmal Konzepte, Ideen und Informationen austauschen, damit wir auf einen gemeinsamen Nenner kommen, um ein Programm für die Zukunft zu entwickeln“, sagte Hörmann, der mit der konkreten Arbeit nach seiner Wahl beginnen will: „Ich wäre ein schlechter Kapitän, wenn ich vorher schon Dinge vorgeben würde. Und den Wahlberechtigten will ich schon gar nicht vorgreifen.“

Dass die Wahl des Unternehmers aus dem Allgäu noch infrage steht, glaubt allerdings niemand. „Ich bin sicher, dass wir am 7. Dezember eine einmütige Unterstützung für Alfons Hörmann haben werden“, sagte Brechtken. Dafür will vor allem Interimspräsident Hans-Peter Krämer sorgen. „Ich werde jetzt mit beiden Fraktionen sprechen. Ich hoffe, dass es ähnlich wie bei den Spitzenverbänden verläuft, so dass es eine Wahl von Alfons Hörmann ohne Schlammschlachten und ohne komische Begleiterscheinungen gibt“, sagte Krämer, der „keine Tendenzen“ in diese Richtung sieht, dem SID.

Einer der wichtigsten „Landesfürsten“ hat Krämer, der in den vergangenen Wochen als kluger und gelassener Moderator innerhalb des DOSB aufgetreten ist, die Unterstützung Hörmanns schon zugesichert. „Ich begrüße seine Kandidatur. Ich habe ihn kennen und schätzen gelernt. Er ist ein gestandener Mann, der weiß, was er will“, sagte DOSB-Vize Walter Schneeloch, der gleichzeitig Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen ist und selbst DOSB-Boss werden wollte: „Er ist rhetorisch so beschlagen, dass es ihm nicht schwer fallen wird, alle von seiner Wahl zu überzeugen.“

Dagmar Freitag denkt derweil schon an die Zeit nach der Wahl Hörmanns. „Auf Herrn Hörmann warten aus meiner Sicht zahlreiche Aufgaben; im DOSB ist in den letzten Jahren vieles aus den bekannten Gründen liegen geblieben“, sagte die noch amtierende Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, die auf Bach und dessen internationale Karriere anspielte: „Wir brauchen endlich eine intensive Diskussion um den besten Weg, Doping zum Schutz der sauberen Sportler einzudämmen - dazu gehört eben auch die Diskussion um ein Anti-Doping-Gesetz, das seinen Namen verdient. `

Der finanziell unabhängige Hörmann, der keine Probleme mit der Übernahme des unentgeltlichen Ehrenamts hat, war am Mittwoch von den Spitzenverbänden als Bach-Nacholger nominiert worden. Dabei kam es zu keiner Kampfabstimmung, da während des Treffens klar wurde, dass Hörmann gegenüber seinen Konkurrenten Christa Thiel (Schwimmen) und Ingo Weiss (Basketball) klar im Vorteil ist. Bach war als Präsident zurückgetreten, nachdem er am 10. September an die Spitze des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt worden war. Der neue DOSB-Boss wird zunächst für ein Jahr gewählt und müsste sich dann im Dezember 2014 erneut zur Wahl stellen.

Als Nachfolger Hörmanns beim Deutschen Skiverband (DSV) hat sich der frühere Weltklasse-Skilangläufer Peter Schlickenrieder ins Gespräch gebracht. Der 43-Jährige, derzeit `Vize“ im DSV, bestätigte dem SID, dass er bereitstehe. Der Silbermedaillengewinner der Winterspiele von Salt Lake City 2002 bestätigte, dass der DSV schon in der vergangenen Woche eine Findungskommission eingesetzt hat, die sich mit Hörmanns Nachfolge beschäftigt.

sid

Olympia skurril

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