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Petzschner und Kohlschreiber schreiben Tennis-Geschichte

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Philipp Kohlschreiber

Halle/Westfalen - Philipp Petzschner und Philipp Kohlschreiber haben deutsche Tennis-Geschichte geschrieben und bestreiten das erste rein deutsche Finale beim Rasenturnier im westfälischen Halle.

Die Davis-Cup-Kollegen setzten sich jeweils gegen Top-Ten-Spieler durch und sorgten somit für das erste deutsche Endspiel auf der ATP-Tour seit sieben Jahren. Damals hatte Tommy Haas in Los Angeles Nicolas Kiefer bezwungen. Petzschner setzte sich gegen den Weltranglistensiebten Tomas Berdych aus Tschechien 7:6 (9:7), 2:6, 6:3 durch, Kohlschreiber triumphierte gegen Ga‰l Monfils (Frankreich) mit 6:3, 6:3.

„Ich werde schon nervös, wenn ich die historische Dimension sehe“, sagte Petzschner, der ein „ebenbürtiges Match“ gegen seinen Teamkollegen erwartet. „Egal, wer gewinnt: Sonntag ist ein Tag, um das deutsche Tennis zu feiern“, meinte der 27-Jährige.

Im besten Spiel des bisherigen Verlaufs der mit 750.000 Euro dotierten Gerry Weber Open feierte Petzschner einen umjubelten Sieg über den Wimbledon-Finalisten des vergangenen Jahres. „Ich muss mich bedanken, dass ich vor diesem super Publikum spielen darf und ich denke, wir zahlen die Unterstützung mit guten Leistungen zurück“, sagte der Doppel-Wimbledonsieger nach der Begegnung.

Petzschner zeichnete sich einmal mehr als herausragender Rasenspieler aus, zwang den 1,96 Meter großen Berdych mit tiefen Slicebällen immer wieder in die Knie und schlug 15 Asse. Unterstützt von der Kulisse auf dem Center Court wehrte er beim Stand von 4:5 im ersten Durchgang zwei Satzbälle ab und gewann den Satz schließlich nervenstark im Tie-Break.

Der konstantere Spieler war allerdings lange Berdych, der Petzschner mit zwei schnellen Breaks im zweiten Satz zeigte, warum dieser derzeit nur auf Platz 71 der Weltrangliste steht. Erst im dritten Durchgang fand der Bayreuther wieder zurück zu alter Stärke und durchbrach den Aufschlag des Halle-Champions von 2007 zur vorentscheidenden 4:2-Führung.

Berdych wirkte zunehmend unzufrieden, diskutierte mit dem ATP-Supervisor Carlos Sanchez über eine strittige „Hawk-Eye“-Entscheidung und legte sich mit dem Publikum an.

Das freut sich nun umso mehr auf das historische Duell der deutschen Mannschaftsweltmeister. Philipp Kohlschreiber hatte zuvor den ersten Schritt gegen den Weltranglistenachten Monfils geschafft. Der 27-jährige Augsburger bestätigte seine starke Verfassung auf Rasen, profitierte allerdings auch von einer Verletzung seines Kontrahenten. Der 24-Jährige Franzose musste sich bereits zu Beginn der Partie am rechten Schlagarm behandeln lassen und hatte sichtbare Probleme mit dem Aufschlag.

Ungeachtet dessen zog Kohlschreiber, der in der Weltrangliste auf Position 49 geführt wird, sein variables Grundlinienspiel auf. „Meine Taktik ist super aufgegangen. Ich habe viel Slice gespielt und in den richtigen Momenten Courage gezeigt“, sagte er und freute sich nach der durchwachsenen Sandplatzsaison über das zurückgewonnene Selbstvertrauen: „Die Spielfreude ist wieder da.“

Die braucht er gegen Petzschner, der zum zweiten Mal in seiner Laufbahn nach dem Sieg beim Hallenturnier in Wien 2008 in ein ATP-Finale einzog, dringender denn je. „Petzsche“ tritt in Halle derart locker und gleichzeitig konzentriert auf, dass er als Favorit ins deutsche Duell geht. „Bei einer Currywurst“ genoss er am Abend den Sieg über Berdych.

SID

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