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Langstrecken-WM in Portugal

Podestplatz beim Thriller von Estoril: Markus Reiterberger wird beim WM-Lauf Dritter

Markus Reiterberger (vorne) ließ mit seinem Team zahlreiche Konkurrenten hinter sich und erkämpfte letztlich einen Podestplatz.
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Markus Reiterberger (vorne) ließ mit seinem Team zahlreiche Konkurrenten hinter sich und erkämpfte letztlich einen Podestplatz.

Krimi beim 12-Stunden-Rennen für den Obinger Motorradfahrer beim Lauf zur Langstrecken-WM in Estoril. Am Ende stand er mit seinem Team auf Platz drei

EstorilMarkus Reiterberger und das BMW Motorrad World Endurance Team haben auf der portugiesischen Rennstrecke in Estoril beim 12-Stunden-Rennen der FIM-Langstrecken-Weltmeisterschaft einen echten Thriller abgeliefert. Letztlich landete der Obinger Motorradrennfahrer gemeinsam mit seinen Teamkollegen Kenny Foray und Xavi Forés vom BMW Motorrad World Endurance Team auf dem dritten Platz – um weniger als eine Sekunde hinter dem zweitplatzierten Team Webike SRC Kawasaki France Trickstar (Jérémy Guarnoni, Erwan Nigon und David Checa). Den Sieg holten sich Josh Hook, Yuki Takahashi und Mike di Meglio von FCC TSR Honda France.

Perfekter Start

Nach einem nahezu perfekten Start von Teamkollege Xavi Forés aus der zweiten Position heraus konnte auch Reiterberger einen starken ersten Stint abliefern. Nach starker Vorstellung übergab der 27-Jährige beim zweiten Boxenstopp die BMW M 1000 RR an seinen Teamkollegen Kenny Foray. Nach knapp zweieinhalb Rennstunden passierte es: Foray rutschte in Führung liegend weg und stürzte. Nach einem Reparaturstopp von viereinhalb Minuten ging es zurück ins Rennen. Daher lag das BMW Motorrad World Endurance Team vorübergehend mit vier Runden Rückstand auf dem 20. Rang. Doch von da an gab es nur noch einen Weg: den nach vorn.

Keine Stürze für Reiterbergers Team

Während des zeitweise turbulenten Rennens, in dem noch mehrere Male die jeweils führenden Fahrer der anderen Teams durch Stürze oder Probleme weit zurückfielen, lief es für Forés, Reiterberger und Foray ohne Probleme weiter. Mit schnellen Rundenzeiten holten sie Platz für Platz auf.

So hielt Forés für längere Zeit die schnellste Rennrunde des gesamten Feldes. Nach fünf Rennstunden hatten Reiterberger und sein Team die Top Ten erreicht. Nach sieben Stunden lag das Trio bereits auf Platz sechs und übernahm kurz danach den vierten Rang, als im Spitzenfeld zwei Motorräder kollidierten. Nun machte sich das Trio daran, den Rückstand auf die Top Drei zu reduzieren.

Reiterberger fährt schnellste Rennrunde des Teams

In der Schlussphase entwickelte sich das Rennen zu einem echten Thriller. Eineinhalb Stunden vor Schluss geriet das zu diesem Zeitpunkt führende Team in Probleme. Als alle Teams eine halbe Stunde vor der Zielflagge ihre letzten Boxstopps absolviert hatten, hatte Markus Reiterberger als Schlussfahrer nur noch zehn Sekunden Rückstand auf die Podestplätze. Er gab noch einmal richtig Gas und fuhr im Finale die schnellste Rennrunde des Teams (nur sechs Tausendstelsekunden hinter der insgesamt schnellsten Runde).

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Reiterberger schloss bis auf zwei Sekunden auf – und wenige Minuten vor Schluss hatte der zu diesem Zeitpunkt Drittplatzierte einen Ausflug ins Kiesbett. Damit war der Weg frei zu Rang drei und damit dem zweiten Podiumsplatz in Folge. Nach 416 Runden erreichte Reiterberger mit der BMW das Ziel auf Platz drei, gerade mal 0,976 Sekunden hinter dem Zweitplatzierten.

„Podium ist das Wichtigste“

Daher zeigte er sich insgesamt zufrieden: „Xavi ist einen super ersten Stint gefahren. Ich habe dann in Führung liegend übernommen, konnte den Vorsprung wieder ausbauen und ebenfalls in Führung gehen. Leider ist Kenny in seinem ersten Stint gestürzt. Das war zunächst ein Rückschlag für uns, doch wir haben uns nicht beirren lassen und immer gesagt: Wir versuchen, das Beste herauszuholen.“ Das gelang: „Xavi ist richtig starke Rundenzeiten gefahren, und ich habe dann vor allem in meinen letzten Stint noch einmal alles reingelegt. Bei kühleren Bedingungen hat das Bike super funktioniert. Hätte das Rennen eine Runde länger gedauert, wäre auch noch Platz zwei drin gewesen. Aber wir haben es auf das Podium geschafft, das ist das Wichtigste“, weiß er.

In der Gesamtwertung führt nun das Team Webike SRC Kawasaki mit 87 Punkten vor FFC TSR Honda Frankreich (82) und dem BMW-Team (80). Bei diesen knappen Abständen ist also noch alles drin im Verlauf der WM, deren nächster Lauf das 24-Stunden-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard (Frankreich/18. und 19. September) ist, ehe das Saisonfinale mit den Acht Stunden von Suzuka (7. November) ansteht.

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