Olympia 2014

Sotschi: Interna aus dem Kufenstüberl

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Zwei Freund kann niemand trennen: Gerhard Schröder und Franz Beckenbauer in Sotschi.

Sotschi - Im "Kufenstüberl" in Sotschi kommen die heimischen Sportler gerne zusammen. Neben den sportlichen Ereignissen kommen die Athleten dort auch mal gemütlich ins Plaudern.

Hoher Besuch… 

… in der Datscha, einem urigen Raum zwischen Kufenstüberl und Deutschem Haus. Am Nachmittag trafen sich Franz Beckenbauer (68) und Ex-Kanzler Gerhard Schröder (69) zu einer kleinen Brotzeit. Der Fußball-Kaiser, zum ersten Mal bei den Olympischen Winterspielen, kam gerade von der Slopestyle-Entscheidung (Sieger Sage Kotsenburg/USA) aus Roda Khutor und erzählte begeistert: „Das ist wie beim Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel. Zuerst siehst du nichts, dann taucht einer hinter dem Hügel auf, dreht sich wie ein Artist und setzt auf. Spektakulär.“ Beckenbauer, der selbst noch Ski fährt („am liebsten Langlauf für die Fitness“), schaut sich am Montag noch die Kombination der Damen mit Maria Höfl-Riesch an und fliegt dann zusammen mit Freund Fedor Radmann in einem Privatjet zurück nach Salzburg.

„Eine tolle Show“ fand Gerhard Schröder die Eröffnungsfeier. „Ich habe danach mit meiner Frau telefoniert und sie hat mir gesagt, dass richtig viel Emotionen rüberkamen. Viel besser kann man die Geschichte eines Landes nicht aufarbeiten.“ Als Beckenbauer wissen wollte, wie es mit den sportlichen Ambitionen seines Duz-Freundes aussieht, meinte der Norddeutsche: „Wo ich herkomme, ist es mit dem Wintersport nicht weit her. Aber wenn ich etwas machen wollte, würde ich Langlaufen. Das ist ja sehr ‚in‘, wie man bei der Kanzlerin sieht.“ Der Ex-Kanzler lobte das Deutsche Haus und das Kufenstüberl („toll, was man hier auf die Beine gestellt hat“), schickte aber auch Kritik nach Deutschland: „Die Art und Weise wie man in Deutschland mit Sotschi umgeht, ist eine Katastrophe. Man nimmt keine Rücksicht auf die Emotionen der Sportler, die ja frei im Kopf in ihre Wettbewerbe gehen sollen.“ Schröder, der sehr bedauerte, dass sich kein hohes Regierungsmitglied aus Deutschland bei der Eröffnung sehen ließ, ist bereits wieder heimgeflogen. Er kommt aber zur Schlussfeier zurück.

Gut lachen… 

Yuriy Shpalov und Frau Irina Shpalova

… haben Yuriy Shapalova und Frau Irina. Die beiden Russen haben ihr Anwesen in Krasnaya Polyana an die Initiatoren des Deutsches Hauses und des Kufenstüberls vermietet. Preis: 650 000 Euro! „Über die Kosten des Umbaus wollen wir gar nicht reden“, sagt Organisator Rudi Größwang (66).

„First Lady“… 

fons Hörmann und Frau Cordula

… hört Cordula Hörmann gar nicht gern. „Als das sehe ich mich nicht“, sagt die Frau des neu gewählten DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann (53). „Für mich hat sich nicht viel geändert.“ Ob das Leben denn nicht hektischer geworden sei? Frau Hörmann: „Anders. Ich treffe andere Leute. Für meinen Mann ist es eine Umstellung. Aber wenn er die geschafft hat, wird er sich neue Aufgaben stellen. Ruhige Zeiten kann ich mir bei ihm nicht vorstellen.“

Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V.

Quelle: rosenheim24.de

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