Ski alpin

Jetzt auch Sander: Nächster Kreuzbandriss schockt Abfahrer

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Andreas Sander hat sich Kreuzband im rechten Knie gerissen. Foto: Marco Trovati/AP

In der Theorie hatte der Deutsche Skiverband für die WM-Saison ein außerordentlich vielversprechendes Abfahrtsteam. Doch in der Praxis verbringt nun nach Thomas Dreßen auch Andreas Sander die nächsten Monate statt auf der Piste in der Reha.

Planegg (dpa) - Das Abfahrtsteam des Deutschen Skiverbands geht arg dezimiert in die wichtigsten Wochen der Saison und muss nach der schweren Knieverletzung von Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen nun auch noch auf Andreas Sander verzichten.

Der 29 Jahre alte Skirennfahrer hat ebenfalls einen Kreuzbandriss im rechten Knie. "Ein Super-GAU jagt den anderen. All die Hoffnung, die man in das Abfahrtsteam gelegt hat, die sind ziemlich zunichte gemacht", sagte Alpinchef Wolfgang Maier der Deutschen Presse-Agentur. "Die Nummer Eins und die Nummer Zwei in dem Team sind jetzt verletzt."

Die Verletzung von Sander traf alle besonders unvorbereitet, weil sie schon am 27. Dezember im zweiten Abfahrtstraining von Bormio passierte - aber erst am Freitag diagnostiziert worden ist. "Das war natürlich sehr schockierend und überraschend für mich", berichtete Sander in den sozialen Netzwerken. Die Operation ist für den Wochenbeginn in München geplant.

Er sei in Italien weit gesprungen und habe eine Reaktion im Knie gespürt, die ihn in aber danach nicht weiter beschäftigte, hieß es von Sander. In Abfahrt und Super-G kam er auf die Plätze 35 und 14. Nach ein paar freien Tagen über den Jahreswechsel waren die Beschwerden erst im Auftakttraining des Jahres am Freitag so groß, dass eine "Routineuntersuchung" aufklären sollte, was nicht stimme, berichtete Maier. "Auf die Idee, dass er eine Kreuzbandverletzung hat, wären wir in 100 Jahren nicht gekommen."

Kitzbühel-Sieger Dreßen, Gröden-Sieger Josef Ferstl und der im Sommer so vielversprechend starke Sander, dazu die ambitionierten Dominik Schwaiger und Manuel Schmid eine Reihe dahinter - in der Theorie hätte der WM-Winter für die deutschen Abfahrer eine Saison voller Höhepunkte werden können. Übrig geblieben ist aus dem Weltklasse-Trio nur Ferstl. "Wenn zwei führende Athleten ausfallen, ist das für das Team sehr, sehr schwer. Keine Frage", sagte Bundestrainer Mathias Berthold. "Wir können uns zurückziehen und in Selbstmitleid verschwinden, oder jeder konzentriert sich auf seine Aufgabe", betonte der Österreicher. "Das ist der Weg, für den wir uns entscheiden."

Gute Nachrichten gab es unterdessen von Dreßen, der sich vor einem Monat bei seinem Sturz in Beaver Creek schwer verletzte. Die Reha verlaufe gut, berichteten Berthold und Maier. Die ausgekugelte Schulter solle Ende des Monats operiert werden. Sander und Dreßen wollen zur kommenden Saison wieder einsatzfähig und gesund sein.

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