Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Aktion löst Sexismus-Debatte aus

Shorts statt Höschen: Geldstrafe für norwegische Beachhandballerinnen bei der EM

Beachhandball-Damen-Nationalmannschaft Norwegen
+
Auf Instagram postete der norwegische Handballverband ein Mannschaftsfoto, auf dem die Spielerinnen die Shorts tragen.

Die norwegische Beachhandball-Nationalmannschaft der Damen bekam bei der EM eine Strafe aufgebrummt, da sie statt der knappen Bikini-Höschen etwas längere Shorts trug. Die Aktion schlägt im Netz hohe Wellen und löste einmal mehr eine Sexismus-Debatte aus.

Warna (Bulgarien) - Norwegens Beachhandballerinnen sind nach einer Protestaktion bei der Europameisterschaft im bulgarischen Warna gegen die Kleidervorschriften des Dachverbands mit einer Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro belegt worden. Die Spielerinnen hatten im Duell um Platz drei mit Spanien statt der vorgeschriebenen Bikini-Höschen etwas längere Sporthosen getragen. Die Disziplinarkommission der Europäischen Handball-Föderation (EHF) bewertete dies am Montag als „Fall unangemessener Bekleidung“.

„Wahrung des sportlichen und attraktiven Images“

Der Weltverband IHF schreibt in seinen Regeln vor, dass Männer während ihrer Beachhandballspiele Shorts tragen müssen, die „mindestens zehn Zentimeter“ über dem Knie enden. Spielerinnen müssen hingen Bikinihosen tragen, die eng anliegend sind und eine Seitenbreite von „maximal zehn Zentimetern“ aufweisen. „Spielkleidung und Accessoires tragen gleichermaßen zur Leistungssteigerung der Athleten wie zur Wahrung des sportlichen und attraktiven Images des Sports bei“, heißt es begründend. Weiter müssen die Oberteile bei den Damen zwingend bauchfrei sein.

Der Wechsel auf die etwas längeren Hosen sei eine „spontane Aktion“ gewesen, berichtete Nationalspielerin Katinka Haltvik dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk NRK. Der Sender hatte berichtet, dass die Auswahl bereits vor dem ersten Spiel den Antrag gestellt hatte, nicht in Bikini-Höschen spielen zu müssen. Das habe der Dachverband abgelehnt. Vor den Olympischen Spielen 2012 in London waren übrigens im Beachvolleyball die Regeln geändert worden, wonach Frauen auch Shorts und Tops mit oder ohne Ärmel tragen dürfen.

In den sozialen Netzwerken löste die Strafe einen Sturm der Entrüstung aus. „Lächerlich“, „Sexismus pur“, oder „Wie krank ist das denn?“ sind nur ein Teil der Reaktionen. Die norwegischen Damen selbst bekamen für ihre Aktion im Netz dagegen größtenteils Zuspruch.

Weitspringerin Mihambo: „Natürlich sind unsere Trikots knapper als die von Männern“

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat dagegen keine Probleme mit ihrem Sport-Outfit und entscheidet sich bewusst für die kurzen Hosen. „Natürlich sind unsere Trikots knapper als die von Männern. Da könnte man sich fragen: Warum tragen die Männer nicht auch einfach ein bauchfreies Trikot?“, sagte Mihambo der Deutschen Presse-Agentur. Sie könne sich beispielsweise ihre Hosenlänge aussuchen und könnte auch mit längeren Hosen springen. „Ich fühle mich aber so einfach frei in meiner Bewegung - und nie unwohl“, sagte die 27-Jährige kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio.

Deutsche Turnerinnen setzten bei EM Statement mit Ganzkörperanzug

Um das Outfit und mögliche Bekleidungsvorschriften für Sportlerinnen und Sportler gibt es immer wieder Debatten. Bei der EM in Basel hatten einige deutsche Turnerinnen einen Ganzkörperanzug getragen und damit ein Zeichen gesetzt gegen die Sexualisierung in ihrer Sportart.

aic mit Material der dpa

Kommentare