Vierter bei Jansrud-Sieg

Svindal sichert sich auch die Kugel im Super-G

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Aksel Lund Svindal.

Kvitfjell - Aksel Lund Svindal freute sich über seine zweite Kristallkugel im Winter, die deutschen Skirennfahrer verbuchten wenigstens einen Achtungserfolg.

Markus Wasmeier durfte sich bei der Rückkehr an den Ort seines größten Triumphes wenigstens über ein paar abschließende Achtungserfolge der deutschen Skirennfahrer freuen. Klaus Brandner fuhr am Sonntag als 20. im Super-G von Kvitfjell im achten Weltcup-Rennen seine ersten Zähler ein, Josef Ferstl stellte als 27. sein bestes Resultat in dieser Disziplin ein. Nach den bitteren Abfahrtsenttäuschungen der Vortage, als Stephan Keppler auf Rang 28 die einzigen Pünktchen einheimste, endete das letzte Weltcup-Speedrennen für die deutschen Herren im Olympia-Winter wenigstens ein klein bisschen versöhnlich.


Brandner sorgte für das drittbeste deutsche Speedergebnis der Saison, das beste im Super-G. Von Erfolgen wie sie Wasmeier vor zwei Jahrzehnten bei seinem doppelten Olympiasieg in Norwegen feierte, dürfen die DSV-Alpinen nicht einmal träumen. „Das habe ich die letzten 20 Jahre immer wieder gemerkt, dass es eigentlich so einfach doch nicht ist“, sagte Wasmeier unlängst der Nachrichtenagentur dpa.

Diese Wintersportarten sind olympisch

Snowboard: In Sotschi werden in dieser Sportart in zehn Disziplinen Medaillen vergeben © dpa
Slopestyle: Diese Snowboard-Disziplin ist seit 2014 neu im Olympia-Programm. Die Fahrer müssen einen Parcours absolvieren und dabei Drehungen und Grabs zeigen. Die Jury gibt dafür Punkte. © dpa
Cross: Hier müssen mehrere Snowboarder gleichzeitig eine Abfahrtsstrecke bewältigen © dpa
Halfpipe: Auch in der Halfpipe können Snowboarder um Gold, Silber und Bronze kämpfen © dpa
Parallel-(Riesen-)Slalom: Hier geht es "Mann gegen Mann" beziehungsweise "Frau gegen Frau". Zwei Fahrer treten gegeneinander an. © dpa
Bob: Hier fallen drei Entscheidungen. Und zwar im Zweierbob (Damen und Herren) und im Viererbob © dpa
Curling: Für Außenstehende ein Rätsel - für die Spieler harte Arbeit. Beim Curling versuchen zwei Mannschaften zu je vier Spielern, ihre Steine näher an den Mittelpunkt des Zielkreises auf der Eisbahn zu spielen als das gegnerische Team. © dpa
Skeleton: Kopf voran in die Eisröhre! Zwei Garnituren Gold, Silber und Bronze werden hier vergeben. © dpa
Eiskunstlauf/Eistanz: Hier ist Eleganz auf Kuven gefragt. In fünf Disziplinen wird um Gold gekämpft - zum ersten Mal auch als Team-Wettbewerb. © dpa
Eisschnelllauf: 12 Mal Gold gibt es im Eisschnelllauf in Sotschi zu gewinnen. Die Distanzen reichen von 500 Metern bis 10.000 Metern. Auch die Teamverfolgung steht auf dem Programm. © dpa
Rennrodeln: Hier dominieren seit Jahren die Deutschen. Vier Medaillen werden in Sotschi vergeben, davon zwei im Einsitzer (Damen und Herren) und eine im Doppelsitzer. Die vierte Medaille wird in einer Disziplin vergeben, die neu bei Olympia ist. Und zwar im ... © dpa
Rennrodeln-Staffel: Sie feiert in Sotschi Premiere. Die Staffel besteht aus einem weiblichen und einem männlichen Einsitzer-Fahrer, sowie einem Doppelsitzer. Die Deutschen Felix Loch (l-r), Tobias Arlt, Tobias Wendl und Natalie Geisenberger sind haushoher Favorit. © dpa
Ski Alpin: Insgesamt zehn Mal Gold wird in den alpinen Disziplinen vergeben - in der Abfahrt, im Super G, im Riesenslalom, im Slalom und in der Kombination. © dpa
Eishockey: Zwei Goldmedaillen werden ausgespielt - jeweils eine bei den Herren und bei den Damen. © dpa
Langlauf: In der Loipe werden zwölf Goldmedaillen vergeben. Und zwar im Skiathlon (2 x 7,5 Kilometer), im Sprint, im Team-Sprint, über 10 und 30 Kilometer (Damen) und 15 und 50 Kilometer (Herren) sowie in der Staffel (4x5, bzw. 4x10 Kilometer).  © dpa
Skispringen: Insgesamt wird im Skispringen in vier Wettkämpfen um den Sieg gekämpft, dabei werden drei bei den Männern vergeben (Normalschanze, Großschanze, Team) und einer beim ... © dpa
Skispringen der Damen: Auch das ist neu bei Olympia 2014. Die wagemutigen Damen dürfen allerdings "nur" von der Normalschanze hüpfen. © dpa
Ski-Freestyle: Die Artisten auf zwei Brettern kämpfen um insgesamt zehn Goldmedaillen. Für sie heißt es auf der  Buckelpiste alles geben, sowie im Ski Cross, Slopestyle, im Sprung und - ab 2014 ganz neu dabei - im ... © dpa
Ski-Freestyle Halfpipe: In der halbierten Röhre gilt es für die Frauen und Männer, hohe Sprünge und spektakuläre Tricks zu zeigen. Dafür vergibt die Jury Punkte - und am Ende Gold, Silber und Bronze. © dpa
Biathlon: Wer trifft und flink läuft, der hat im Biathlon große Chancen auf den Sieg. Elf Mal Gold wird ausgekämpft. Neben Sprint, Verfolgung, 15 bzw. 20 Kilometer, Massenstart und der Staffel, steht ab 2014 eine neue Disziplin auf dem Olympia-Programm. Es ist die ... © dpa
Biathlon Mixed-Staffel: Das gemischte Team aus zwei Frauen und zwei Männern feiert Premiere bei Olympia. © dpa
Nordische Kombination: In die Skisprungspur UND in die Langlaufloipe müssen die Nordischen Kombinierer. Die Athleten haben die Chance auf drei Goldmedaillen. © dpa
Shorttrack: Bei dieser Sportart werden in Sotschi acht Medaillen vergeben. Bei den Herren und Damen über 500, 1000 und 1500 Meter, sowie in der Staffel. © dpa

Als ARD-Experte in Norwegen erinnerte er sich am Wochenende gerne an die zwei Goldmedaillen vor zwei Jahrzehnten. Lobende Worte vom Winterspiel-Triumphator von 1994 gab es vor allem für Super-G-Olympiasieger Kjetil Jansrud, den doppelten Gewinner der Rennen in Kvitfjell. „Die Goldmedaille von Olympia beflügelt natürlich“, sagte Wasmeier.

Jansrud gewann zusammen mit dem Österreicher Georg Streitberger am Freitag die Abfahrt, wurde beim Schussfahrtsieg von Erik Guay (Kanada) am Samstag Fünfter und holte sich dann zum Abschluss den Erfolg im Super-G. „Er ist aus dem Schatten von Svindal rausgestiegen“, erklärte Wasmeier, „eine schöne Geschichte. Und die nächsten Jahre wird er vielleicht Svindals Posten übernehmen können.“

Erst einmal verhalf Jansrud aber seinem Landsmann Aksel Lund Svindal zur zweiten Kristallkugel im Olympia-Winter. Als Jansrud den Schweizer Patrick Küng beim Super-G am Sonntag von der Spitze verdrängte, hatte Svindal die Kristalltrophäe in dieser Disziplin schon vor dem letzten Rennen beim Weltcupfinale sicher. Die Abfahrtskugel heimste er schon am Freitag ein.

„Die zwei kleinen Kugeln sind für einen Abfahrer und einen Super-G-Fahrer die großen Ziele“, erklärte Svindal, der bei Olympia die angepeilte Medaille verpasste. „Es ist aber eine gute Saison. Mit dem Gesamtweltcup kann es richtig gut werden“, sagte der Norweger in der ARD. Im Gesamttableau führt er mit 77 Punkten vor dem favorisierten Vorjahressieger Marcel Hirscher (Österreich). „Ich glaube für den Sport ist gut, wenn es bis zum Finale geht“, erklärte Svindal. Deutsche Weltcup-Speedfahrer gibt es dort nicht.

dpa

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