Formel 1 in der Wüste

Reifentests: Nur vier Teams, kein Vettel

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Berlin - Sebastian Vettel verzichtet. Dennoch wird auch der Vierfach-Champion von den Reifentests in der Wüste von Bahrain profitieren. Nur vier Teams nehmen teil, zwei gehören Red Bull.

Selbst ohne Vierfach-Champion Sebastian Vettel will Red Bull jede Chance für die Riesen-Herausforderungen im kommenden Jahr nutzen. Der Weltmeister-Rennstall ist eins von insgesamt vier Teams, die von diesem Dienstag an drei Tage auf dem Grand-Prix-Kurs in Bahrain die neuen Pirelli-Reifen für 2014 testen. Wobei noch zu beachten ist: In Toro Rosso schickt Red Bull auch sein B-Team zu den Proberunden bei rund 20 Grad.

Daneben werden Ferrari und auch das deutsche Mercedes-Team die Gelegenheit nutzen, sich mit den neuen Gummi-Mischungen schon mal vertraut zu machen und wichtige Daten fürs nächste Jahr zu sammeln. Am Steuer werde an allen drei Tagen Nico Rosberg sitzen, bestätigte der Rennstall am Montag der dpa.

Zwischen Weihnachtsfeier mit dem Team in Silverstone und den besinnlichen Stunden mit Festschmaus mit der Familie steht also auch für Rosberg erst noch einmal Kilometerfressen an. Platz nehmen wird er wie seine Testkollegen noch einmal im Wagen der vergangenen Saison. Selbst dafür bedurfte es einer Erlaubnis durch die Regelhüter und -Schützer des Internationalen Automobilverbandes, nachdem Reifenhersteller den zusätzlichen Test reklamiert hatte. Normalerweise sind derartige Proberunden nur mit zwei Jahre alten Autos genehmigt.

An den neuen Rennautos, die im kommenden Jahr von komplett neuen Turbomotoren angetrieben werden, wird in allen Werken derweil weiter mit Hochdruck gearbeitet. Viel Zeit bis zum ersten Testeinsatz bleibt nicht mehr: Am 28. Januar sollten die neuen Wagen spätestens fertig sein und im südspanischen Jerez ihre Jungfernfahrt absolvieren. Dann dürften auch alle elf Teams und alle Starpiloten samt Titelverteidiger Vettel dabei sein. Danach stehen erneut in Bahrain zwei weitere viertägige Testphasen (19. bis 22. Februar und 27. Februar bis 2. März) vor dem Saisonbeginn in Australien (16. März) an.

Einen weiteren Vorgeschmack auf die massiv veränderten Autos 2014 bekam Vettels Dauer-Jäger Fernando Alonso am Wochenende in Maranello. "Es hat Spaß gemacht, wieder zu fahren, auch wenn es nur virtuell war", erzählte der spanische Vizeweltmeister von Ferrari. Er und auch sein neuer Teamkollege Kimi Räikkönen werden die Reifen-Testfahrten mit den Jahreswagen ebenso wie Vettel indes nicht bestreiten. Auf die wichtigen Daten will Ferrari wie Red Bull dennoch nicht verzichten.

dpa

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