TSV 1860 Rosenheim erhofft sich krönenden Abschluss

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Nach seiner Sperre wieder am Ball: Yunus Karayün.

Rosenheim - Geht es nach Manfred Burghartswieser, dann feiert der TSV 1860 Rosenheim schon vorzeitig Weihnachten, denn ein Sieg am Samstag wäre ein krönender Abschluss.

Am Samstag Spielt der TSV 1860 Rosenheim im Jahnstadion (14 Uhr) gegen den FC Memmingen, den souveränen Spitzenreiter der Fußball-Bayernliga.  „Natürlich rechne ich mir was aus“, sagt der Sechziger-Trainer, für den das Erreichen der 30 Punkte zur Winterpause ein weiterer großer Erfolg nach dem Aufstieg im Sommer wäre.

Dass mit dem FC Memmingen ausgerechnet das Top-Team der Liga kommt, schreckt Burghartswieser kaum. Schließlich habe seine Mannschaft auch zuletzt beim 2:0 gegen den Tabellenzweiten TSV Rain bewiesen, dass man durchaus in der Lage ist, auch die Großen zu schlagen, „wenn wir mit der nötigen Aggressivität zur Sache gehen“. Und außerdem, „wir sind in einer guten Position, haben nichts zu verlieren“, schiebt der Coach sein Team in die Rolle des völlig unbelasteten Außenseiters.

Favorit ist der FC Memmingen, keine Frage. Seit über 30 Jahren gehören die Allgäuer der Bayernliga an, nun aber droht der höchsten bayerischen Spielklasse der Verlust seines Zugpferds. Denn dass die Mannschaft von Trainer Esad Kahric im kommenden Sommer in die Regionalliga aufrücken wird, daran gibt es kaum mehr Zweifel. Sportliche sowieso nicht. Und auch wirtschaftlich scheinen nun die Weichen gestellt für den Aufstieg, den man in den letzten Jahren wegen der Auflagen und Kosten nicht unbedingt angestrebt hat.

Nun aber passt alles. Memmingen hat ein schmuckes, neues Stadion, die meisten Zuschauer de Liga, ein gutes finanzielles Fundament. Und eine hervorragende Jugendarbeit. Wie 1860 Rosenheim ist der FC Memmingen ein Partner des FC Bayern, spiel mit seinen Junioren seit vielen Jahren eine dominierende Rolle in den höchsten bayerischen Ligen und profitiert von dieser Investition. Sage und schreibe 18 der in dieser Saison in der Bayernliga eingesetzten Spieler wurden in der eigenen Jugend ausgebildet, eine sensationelle Quote. Selbst Benedikt Deigendesch, nach Saisonbeginn von den Stuttgarter Kickers gekommen, wurde in der Memminger Jugend groß, auch Candy Decker natürlich, der 21 Jahre alte Top-Stürmer, der schon Zweitligisten wie den Karlsruher SC auf sich aufmerksam gemacht hat. Zuletzt hat sich auch der 19-jährige Korbinian Beck seinen Platz im Team erkämpft, Spross der Skifahrerfamilie Maria Epple und Florian Beck, Neffe von Irene Epple und Ex-Finanzminister Theo Waigel, die man nun auch gelegentlich im Memminger Stadion antreffen kann.

Der Weg in die Zukunft scheint gesichert, die acht Punkte Vorsprung (bei einem Spiel weniger) wird sich der FC Memmingen wohl kaum mehr nehmen lassen. Selbst bei einer Niederlage in Rosenheim ginge man mit großem Abstand als Erster in die Winterpause. Für die Sechziger wäre ein Sieg ein weiterer Schritt Richtung Klassenerhalt, an dem Burghartswieser zwar nicht zweifelt, doch ein kleines Polster für die Restsaison würde er sich schon noch ganz gern zulegen. Dann bräuchte man noch 15 Punkte aus 15 Spielen, das sollte machbar sein.

Auf die Dauerverletzten Burghartswieser, Sylla, Haas und Tuncali muss man zwar weiter verzichten, doch Peter Martin kehrt zumindest auf die Bank zurück und auch Yunus Karayün ist nach seiner Sperre wieder frei. Personell gibt es also keine großen Probleme, zudem hofft man, dass die Werbeaktion mit 20.000 Flyern Erfolg zeigt und vielleicht ein paar Zuschauer mehr als normal ins Jahnstadion lockt. Burghartswieser verspricht ihnen trotz angekündigter Kälte einen „heißen Fight“. Und außerdem ist es wohl die letzte Gelegenheit, den FC Memmingen als Bayernligisten zu sehen, bevor er sich im Sommer nach oben verabschiedet.

Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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