"Ich mach mir da jetzt keinen Druck!"

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Franziska Preuß
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Albaching - Gold bei den Olympischen Jugendspielen und den Deutschen Meisterschaften: Franziska Preuß geht in Topform in die neue Saison. Ein Interview:

Manche Geschenke zum Geburtstag bringen nicht viel. Doch das Geschenk zu ihrem 15. war für Franziska Preuß aus Albaching das große Los: Ein Schnupperkurs „Biathlon erleben“ im Biathlon Camp Fritz Fischer hatten ihre Eltern der Tochter geschenkt. Dort bemerkten die Trainer sofort die besondere Fähigkeit von „Franzi“. Mit der Teilnahme am Stützpunkttraining in Ruhpolding begann eine großartige Erfolgsgeschichte, denn bereits in ihrer 2. Biathlonsaison zählte sie in ihrem Jahrgang zu den besten Biathletinnen in Deutschland.

Die Olympischen Jugendspiele im letzten Jahr in Innsbruck sowie die Junioren-Weltmeisterschaften dieses Jahr in Obertilliach wurden mit viel Edelmetall belohnt. Auch vor kurzem bei den Deutschen Meisterschaften hatte Franziska Preuß eine wahre „Goldsträhne“: Jeweils Gold in der Verfolgung, im Einzel- sowie im Massenstart zeigen, in welch großartigem Leitungshoch sich die gebürtige Albachingerin befindet. Im kommenden Winter wird sie in die Nationalmannschaft der Damen berufen.

Für uns hat sie ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert:

Franziska, wie laufen die Vorbereitungen? Was steht alles an bis zum Saisonstart?

„Bis jetzt lief die Vorbereitung eigentlich echt optimal. Ich war bis jetzt gesund und konnte gut trainieren und auch die „neuen“ Lehrgänge mit der LG1a haben voll Spaß gemacht. Wir haben jetzt noch 3 Schneelehrgänge. Einen am Dachstein, dann im Skitunnel in Oberhof und Anfang November geht’s dann nach Norwegen. Dazwischen steht noch ganz normales Stützpunkttraining in Ruhpolding an“.

Wann ist der erste Wettbewerb und wo?

„In Östersund / Schweden und zwar am 27. November“.

Wie fühlst Du dich?

„Die Regenerationswoche nach den Deutschen Meisterschaften tut auf alle Fälle gut, da die sechs Rennen schon echt anstrengend waren. Aber ich bin natürlich sehr glücklich, dass die Rennen so gut verliefen und ich jetzt weiter mit der LG1 a unterwegs sein darf!“

Beschreibe mal deine Vorfreude?

„Ich freu mich vor allem auf Norwegen! Ich hoffe, dass wir da noch den perfekten Feinschliff für den Winter bekommen und ganz viel Spaß haben werden“

Du giltst als die Überfliegerin im Biathlon, hast viele überrascht. Steht man da besonders unter Druck oder kannst Du nach wie vor mit viel Spaß und Gelassenheit an diesen Sport rangehen?

„Nein ich mach mir da jetzt keinen Druck. Ich werde einfach so weitermachen wie bis jetzt. Und Spaß macht mir das sowieso immer!“

Wie sehr hat sich das Leben für dich mit dem Sport verändert?

Puh, eigentlich nicht so viel. Ich bin super glücklich, dass ich die Möglichkeit hatte, mein Hobby zum Beruf zu machen“.

Wie sieht dein Alltag so aus?

„Aufstehen, Frühstücken, Training, Mittagspause nutzen zum Erholen. Danach wieder Training. Den Abend entweder mit Freunden verbringen oder gemütlich vorm Fernseher“.

Wie verteilen sich die Trainingseinheiten das Jahr über? Ist man ständig im Training oder gibt es vielleicht einige Wochen oder Monate, an denen man sich überhaupt nicht mit diesem Sport beschäftigt?

„Eine Saison geht von Mai bis März. Am Anfang der Saison werden hauptsächlich Grundlagen trainiert, d. h. viele lange Einheiten. Ab Juli wird das Training dann schon spezifischer mit mehr Komplexeinheiten, also Laufen und Schießen, so wie jeder es kennt. Im Sommer haben wir auch alle mal eine Woche Sommerurlaub. Nach diesem Urlaub geht das Training für die Deutschen Meisterschaften los. Und nach den Deutschen Meisterschaften geht es auch schon relativ schnell auf Schnee. Und dann steht der Winter ja schon quasi vor der Tür. Der einige Monat, der wenig mit dem Biathlon zu tun hat, ist der April. Hier kann man sich richtig schön erholen, abschalten und einfach mal was anderes machen. Das tut auch mal gut“.

Wie ist das für deine Familie, eine Leistungssportlerin als Tochter zu haben? Wie oft kannst Du deine Familie in Albaching noch besuchen?

„Meine Eltern freuen sich natürlich mit mir, dass ich meinen Traum als Sportlerin leben kann. Ich bin so etwa zwei bis vier Tage im Monat daheim in Albaching. Aber das stört mich auch nicht, weil ich mich auch richtig wohl in der Wohnung in Ruhpolding fühle. Außerdem ist ja mein Freundeskreis mittlerweile auch eher in der Ruhpoldinger Gegend“.

Hättest Du dir das jemals so vorgestellt?

„Nein, als ich damals den Schnupperbiathlon mitgemacht habe, hätte ich das nie gedacht. Aber jetzt bin ich umso glücklicher, dass dann alles so gekommen ist“.

Welche Jahreszeit ist dir die Liebste?

„Jede Jahreszeit hat was Besonderes, aber der Winter ist mir schon am liebsten“

Quelle: rosenheim24.de

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