Wasserburg enttrohnt Freiburg

Wasserburg - Der TSV Wasserburg hat den Tabellenführer gestürzt. Mit einem 75:67-Sieg geht’s in die kurze Weihnachtspause

Nach dem verdienten 75:67 (40:39)-Sieg hat der Vizemeister zu den Eisvögeln Freiburg aufgeschlossen, beide beenden das Jahr 2009 mit neun Siegen und drei Niederlagen. Nur Titelverteidiger Saarlouis (10/2) ist besser.

Es war das erwartet spannende und heiß umkämpfte Spitzenspiel in der vollgepackten Badria-Halle. Das deutlich bessere erste Viertel vor knapp 1000 begeisterten und lautstarken Fans erwischten die Gäste aus dem Breisgau. Von 5:5 (2. Minute) setzte sich das Team von Trainer Harald Janson auf 5:19 (9.) ab. Bei Wasserburg fiel einfach kein Ball in den Korb und Freiburg zog sein gefürchtetes Fast-Break-Spiel auf. Ein ums andere mal kamen Jahzinga Tracey und Mirna Paunovic zu leichten Punkten am Korb.

Auszeit bringt die Wende

Zudem hatten die Gastgeberinnen enorme Probleme mit der aggressiven Pick´n Roll-Verteidigung der Freiburger. Sieben Ballverluste in den ersten neun Minuten spielten den Gästen zudem in die Karten. Nach einer Auszeit klappte es beim fünfmaligen deutschen Meister aber besser. Mit Hilfe eines unsportlichen Fouls von Julia Schindler verkürzten die Gastgeberinnen auf 14:19 (11.).

 Doch Freiburg antwortet mit zehn Punkten in Serie und führte bald komfortabel (14:29/14.). Bis dahin war die Gästetaktik voll aufgegangen, doch der erste Dreier der starken Nadja Prötzig änderte die Dramaturgie der Partie. Wasserburg war plötzlich im Spiel, punktete in jedem Angriff und verkürzte kontinuierlich den Rückstand. Jana Furková und erneut Prötzig trafen von draußen, Birthe Wehrenbrecht konterte (27:36/17.). Noch einmal wurde die Freiburger Flügelspielerin frei stehen gelassen, was sie prompt zu einem weiteren Dreier nutzte.

Immer die bessere Antwort parat

Ansonsten schlossen die Gastgeberinnen aber jede Lücke, in die die Gäste zuvor noch gestoßen waren. Und vorne klappte beinahe alles. Mit einem 13:3-Lauf, den Diana Pop per Dreier einleitet und Jana Furková ebenso abschloss, holte sich Wasserburg die knappe Halbzeitführung.

„Nach der Pause haben wir weiter intensiv verteidigt und das war letztlich entscheidend“, lobte ein begeisterter Trainer Hans Brei anschließend. Freiburg kam zu keinen freien Würfen mehr, die Rebounds landeten regelmäßig in Wasserburger Händen und dann ging die Post nach vorne ab. Wasserburg baute die Führung bis auf 55:41 (25.) aus, ehe die Gäste wieder ins Spiel kamen. Vor allem im Defensivrebound arbeitete der Vizemeister nicht mehr so konsequent und gönnte Freiburg so etliche zusätzliche Chancen.

„Eine so starke Mannschaft schlägt aus diesen Fehlern natürlich Kapital. Aber wir haben kühlen Kopf bewahrt, besser gereboundet und die Ballverluste runter geschraubt“, meinte Brei. Vor dem Schlussviertel waren die Gäste wieder in Schlagdistanz (59:54), doch der Vizemeister hatte an diesem Abend immer die bessere Antwort. Prötzig und Richer erhöhten auf 64:58 (32.) und als Dana Penno per Dreier auf 70:65 verkürzte (38.) netzte Ashley Hayes umgehend zum vorentscheidenden 73:65 ein.

Zwei wichtige Spiele zum Start in 2010

Das neue Jahr beginnt für den TSV Wasserburg mit zwei wichtigen Auswärtsspielen. Am 10. Januar geht’s in der Liga zum Aufsteiger Opladen, eine Woche später gastiert man im Pokalviertelfinale in Wolfenbüttel.

Es spielten: Dorothea Richter (20 Punkte), Jana Furkova (14), Nadja Prötzig (11), Ashley Hayes (10), Diana Pop (8), Tamara Tatham (6), Rebecca Thoresen (2), Katharina Kühn (2), Svenja Brunckhorst (2), Verena Stürmlinger, Mirjiam Unger und Julia Köppl.

Pressemeldung TSV Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

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