Wasserburg festigt Rang zwei

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Diana Pop stand für für die erkrankte Svenja Brunckhorst in der Startformation.

Wasserburg - Der TSV Wasserburg hat den BC Marburg, seinen unmittelbaren Verfolger in der Damenbasketballliga, mit 85:77 (45:39) niedergerungen und behauptet damit Platz zwei hinter Titelverteidiger Saarlouis.

1000 Zuschauer in der Badria-Halle sahen ein kampfbetontes und oft sehr hartes Spitzenspiel, in dem die beiden Unparteiischen Michael Erlwein und Bernd Pichl alle Hände voll zu tun hatten. Sie pfiffen insgesamt 50 Fouls (Wasserburg 22, Marburg 28), die zu 62 Freiwürfen (Wasserburg 39, Marburg 23) führten.

In der ersten Halbzeit konnte sich kein Team absetzen, die Führung wechselte ständig. Marburg suchte immer den Weg zum Korb und dominierte mit der 1,96 Meter großen Lisa Koop und der unheimlich kräftigen Sherida Triggs die Rebounds (34:47). Die Gastgeberinnen, bei denen Diana Pop für die erkrankte Svenja Brunckhorst (Magen-Darm-Erkrankung) begann, hielten mit schnellem Passspiel dagegen.

Auf beiden Seiten gab es kaum einfache Punkte, ehe man einen Korbleger zuließ, wurde die betreffende Spielerin gefoult und musste sich die Punkte an der Freiwurflinie verdienen. Da offenbarte der Vizemeister ungewohnte Schwächen, denn er vergab in der ersten Halbzeit sieben Freiwürfe (14/21). Auf beiden Seiten führte die intensive Verteidigung zu einer hohen Foulbelastung.

„Wir wollten das eigentlich vermeiden“, analysierte Trainer Hans Brei anschließend. „Dass Marburg zu vielen Fouls neigt, wussten wir, und entsprechend aggressiv sind wir im Angriff aufgetreten. Aber wir haben hinten zu viel zugelassen. Weil wir aber 40 Minuten lang als echtes Team aufgetreten sind, hat uns das nicht das Genick gebrochen.“

Als unmittelbar nach dem Wechsel Ashley Hayes und Doro Richter ihr drittes Foul aufgebrummt bekamen, machte sich die tiefe Wasserburger Bank bezahlt. Denn Nadja Prötzig und Rebecca Thoresen nahmen nicht nur deren Platz ein, beide sorgten mit ihrer guten Verteidigung gegen die Marburger Flügelspielerinnen, dass diese nicht mehr wie gewohnt zum Korb kamen. Wasserburg setzte sich allmählich ab und nach einem Dreier von Jana Furková war die Führung erstmals zweistellig (53:43/26. Minute).

Doch dann kam die Zeit von Margret Skuballa. Nachdem die Marburger Flügelspielerin am Korb nicht mehr zur Geltung kam, streute sie vier Dreier ein, 14 ihrer 22 Punkte machte sie in der zweiten Halbzeit. „Da haben wir uns taktisch ungeschickt verhalten, nicht mal eine Auszeit hat geholfen“, klagte Trainer Hans Brei. „Und wenn eine Skuballa erst mal heiß läuft, wird’s für jede Mannschaft schwer.“ Die Nationalspielerin brachte die Gäste bis auf 61:61 (32.) heran, Hayes und die starke Tamara Tatham antworteten und sorgten für etwas Abstand (66:60/34.). Wieder war es Skuballa, die auf 66:65 verkürzte. Als sie dann aber innerhalb von 20 Sekunden ihr viertes und fünftes Foul kassierte, das letzte völlig unnötig beim Offensivrebound, und vom Feld musste, war es mit den Marburger Angriffsbemühungen vorbei.

Auch zwei herrliche Blocks von Triggs konnten den Vizemeister jetzt nicht mehr stoppen, der mit einem 12:3-Zwischenspurt für die Entscheidung sorgte (78:68/38.). In der letzten Minute kam die 16-jährige Lena Bradaric noch zu ihrem ersten Bundesligaeinsatz. Für die U18-Nationalspielerin aus Bad Aibling, die seit dieser Saison im Wasserburger Kader ist, war es ein besonderer Moment, denn kurz vor der Partie wurde ihr Vater Stefan vom Bayerischen Basketballverband als „Trainer des Jahres 2009“ ausgezeichnet.

Es spielten: Tamara Tatham (22 Punkte), Ashley Hayes (18), Dorothea Richter (12), Jana Furkova (12), Rebecca Thoresen (10), Katharina Kühn (6), Nadja Prötzig (3), Diana Pop (2), Verena Stürmlinger, Lena Bradaric, Mirjiam Unger und Julia Köppl.

Pressemeldung TSV Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

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