Schlittenhunderennen: Hauch Alaska in Inzell

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Die lauffreudigen Huskys mit ihren treuen blauen Augen, wie hier die des Inzeller EM-Teilnehmers von 2009, Massimiliano Ventrano, sprühen nur so vor Energie.

Inzell - Bald könnte wieder ein Hauch Alaska durch die Chiemgauer Alpen wehen, wenn die Musher mit ihren blauäugigen Huskys durch die Landschaft rasen.

Zum 3. Internationalen Schlittenhunderennen in Inzell am 30./31. Januar, werden 45 bis 50 Gespanne und mehrere Hundert lauffreudige Hunde erwartet.

Die Austragung ist aber noch nicht ganz gesichert: Eine geschlossene Schneedecke von 10 bis 20 Zentimeter gibt es in Inzell zwar noch trotz Wärmeeinbruch und Regen. Aber 20 Zentimeter Neuschnee wären laut Mitorganisator Wolfgang Fehringer aus Traunstein gut. Bis Dienstag soll eine Entscheidung fallen.

Erstmals ist Start, Ziel und das "Stake out" genannte Musher-Lager auf dem Gelände des Naturbadesees Inzell geplant, bedingt durch die Eisstadion-Baustelle. Das Rennen des Vereins Schlittenhundesport Bayern (SSB) unter Regie von Rennleiter und Streckenchef Michael Käsbohrer aus Rosenheim startet am Samstag und Sonntag jeweils um 10 Uhr.

Verschieden lange Trails führen die Schlittenteams entlang der "Oberland-Loipe", zuerst Richtung Adlgass und dann in einer Schleife Richtung Holzen. Die Sprint-Strecken sind je nach Klasse neun, elf und 19 Kilometer lang. Bei der Mitteldistanz müssen die Gespannlenker mit ihren tierischen Sportkameraden in allen Klassen 25 Kilometer bewältigen. Das Rennen zählt zur Serie "Alpencup".

Obwohl etliche erfolgreiche Musher wegen des zeitgleichen Qualirennens für die deutsche Meisterschaft der WSA (ein anderer Schlittenhundeverband) in Todtmoos im Schwarzwald sind, haben sich auch für Inzell Top-Leute angekündigt. Allen voran Bernd Sauerhöfer aus Rheinland-Pfalz, der vergangenen Winter in Inzell Europameister wurde, seit 25 Jahre Medaillen abräumt und derzeit das beste Grönländer-Team stellt. Seit etwa ebenso langer Zeit hat sich der Fürstenfeldbrucker Lehrer Hans Reich dem Schlittenhundesport verschrieben. Diesmal tritt er mit einem jungen Team an. Für Action und Spannung dürften auch Top-Musher wie Horst Klank aus Niedersachsen mit seinen Samojeden und der erfolgreiche Wiener Skijöhrer Klaus Bäumel sorgen, ebenso wie Karl Rachbacher aus dem Innviertel: Er hat neun Huskys und fährt seit 1997 Siege ein.

Aus der Region nehmen Wolfgang Fehringer aus Traunstein, Michi Käsbohrer aus Rosenheim und Bernd Kirstein aus Anger teil, Letzterer mit einem jungen Team, zwei neuen vierjährigen Grönlandhunden aus der Slowakei. Sie waren im letzten Jahr mit dem Team von Peter Marcin Weltmeister in der Vier-Hunde-Klasse C2. vm

Quelle: rosenheim24.de

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