Besser besetzt als die Weltmeisterschaft

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Am Ziel werden die Hochfelln-Bergläufer von vielen Zuschauern erwartet.

Bergen - Zwei Wochen nach der Berglauf-Weltmeisterschaft kommt es in Bergen zur WM-Revanche - Läuferfeld ist top besetzt.

Bei der 36. Auflage des Berglauf-Klassikers, zugleich deutsche Meisterschaft und Berglauf-Grand-Prix, am 27. September trifft die amtierende Weltmeisterin Andrea Mayr aus Österreich auf die amtierende Weltmeisterin der Langdistanz, Anna Pichrtova aus der Tschechischen Republik.

Bei den Männern haben der amtierende Weltmeister rein bergauf, Jonathan Wyatt aus Neuseeland, der weltbeste Bergauf-/Bergabläufer Marco de Gasperi, Marco Gaiardo (beide Italien) und die starken Tschechen Krupicka und Skalsky, der Pole Andrzey Dlugosz, der Alt-Weltmeister Helmut Schmuck aus Österreich und nationale Champions weiterer Berglaufnationen gemeldet. Große Namen erstürmen den Hochfelln und ermitteln im direkten Vergleich der weltbesten Bergläufer der Saison 2009 eine inoffizielle Weltrangliste, die für anteilige Reisekostenübernahme bei künftigen Grand-Prix-Wettbewerben ausschlaggebend ist.

Besonders interessant wird der Wettkampf durch die Tatsache, dass mit Helmut Schießl und Timo Zeiler zwei deutsche Bergläufer antreten, die in dieser Saison schon mehrmals Jonathan Wyatt besiegen konnten und denen durchaus auch ein Sieg am Hochfelln zuzutrauen ist. Schießl ist derzeit in ganz großer Form. Der vierfache deutsche Meister war vergangene Woche beim Dolomitenmann (11 Kilometer, 1950 Höhenmeter) Fünfter, knapp hinter Wyatt, Gasperi, Gaiardo und Krupicka, gewann aber dann bereits am nächsten Tag beim Dolomitenlauf Sexten (17,5 Kilometer, 1350 HD) vor Zeiler, Gaiardo und Wyatt.

Das hochkarätige Teilnehmerfeld sorgt für Stimmung und Spannung. "Schongang" ist nicht angesagt, eher kann angenommen werden, dass nach 2002 und 2003 wieder eine 40er-Zeit angepeilt wird. Bei den Frauen gilt die weltbeste Bergläuferin, Andrea Mayr aus Österreich, als Top-Favoritin. Für einen Podiumsplatz gut sind die Langstrecken-Weltmeisterin Anna Pichrtova (Tschechien), die Britin Anna Lupton und die Favoritin für den deutschen Meistertitel, Lisa Reisinger.

Neben den Profis stehen viele Breiten-, Hobby- und Erlebnissportler und nicht vereinsgebundene Läufer an der Startlinie an der Talstation Hochfellnseilbahn. Die sogenannte zweite Läufergarnitur - angesichts der Spitzenbesetzung ohne große Erwartungen - orientiert sich mehr an ihren persönlichen Bestzeiten oder an der Richtzeit von Andi Stitzl, die noch immer als Chiemgaurekord gilt. Der bayerische Meister John Mooney vom PTSV Rosenheim, Kandidat auch für die Top Fünf der nationalen Wertung, wird als sein Nachfolger gehandelt. Die meisten jedoch sehen die Herausforderung Hochfellnberglauf unter dem olympischen Aspekt, die Teilnahme ist wichtiger als der Sieg. Meldeschluss ist der heutige Donnerstag, 24. September (online unter www.hochfellnberglauf.de). Nachmeldungen sind noch möglich am Samstag von 14 bis 17 Uhr in der Tourist-Information und am Sonntag von 7.30 bis 9 Uhr im "Kaser" 36, östlich der Hochfellnseilbahn-Talstation - sofern bis dahin das Limit von 400 Läufern nicht überschritten ist. re

Quelle: rosenheim24.de

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