Biathlon: 189 orange gekleidete Helferlein

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Chiemgau - Beim Biathlon-Weltcup waren auch dieses Jahr freiwillige Helfer vom Bayerischen Roten Kreuz mit Großaufgebot im Einsatz: 189 Sanitäter sicherten den Weltcup ab.

In der eigens errichteten Unfallhilfestelle wurden Patienten von BRK-Helfern medizinisch versorgt.

In den vergangenen Tagen strömten wieder zehntausende Biathlon-Anhänger in die Chiemgau Arena,um die weltbesten Skijäger beim Weltcup in Ruhpolding anzufeuern. Wo sich so viele Menschen versammeln, kommt es immer wieder zu kleineren und größeren medizinischen Notfällen. Darum sichern die ehrenamtlichen Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes die Sportveranstaltung seit Jahren sanitätsdienstlich ab. Auch 2015 waren die Rotkreuzler wieder mit einem Großaufgebot im Einsatz.

"Unsere Aufgabe ist die medizinische Versorgung von Besuchern, Veranstaltungsmitarbeitern und Sportlern", erklärt Jakob Goëss, der BRK-Einsatzleiter vor Ort. Zu diesem Zweck wurden neben einem Einsatzzentrum mit einem modernen Funkbus und einer bestens ausgerüsteten Unfallhilfestelle auch zwölf Erste-Hilfe-Stationen im Stadion bzw. entlang der Loipe eingerichtet. Diese Stationen wurden während der Wettkampftage von jeweils drei ehrenamtlichen BRK-Helfern durchgehend besetzt.

Um kranke oder verletzte Personen im Notfall schnell aus dem Stadionbereich und ins nächstgelegene Krankenhaus transportieren zu können, standen stets sechs Rettungs- beziehungsweise Krankenwagen sowie ein bergungstaugliches Quad bereit.

189 ehrenamtliche BRK-Helfer im Einsatz

Auch auf der Stadiontribüne waren mehrere BRK-Helfer vor Ort, um im Notfall schnell Hilfe leisten zu können.

"Insgesamt waren während des Weltcups 189 ehrenamtliche Rotkreuz-Helfer im Einsatz. Pro Wettkampftag waren es in der Regel 65", berichtet Goëss. Die Mehrheit von ihnen gehört den Bereitschaften des BRK-Kreisverbandes Traunstein an. Hinzu kommen Kameraden aus anderen oberbayerischen Bereitschaften sowie aus den Bereitschaften Weiden und Ihringen, der Partnergemeinde von Ruhpolding. Gemeinsam leisteten sie während der fünf Wettkampftage 2850 Stunden ehrenamtlichen Dienst.

Medizinisch versorgt wurden vom BRK während des Weltcups insgesamt 59 Patienten. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Rückgang. Häufig waren in diesem Jahr Kreislaufprobleme und kleinere Verletzungen, wie etwa leichte Schnittwunden oder Prellungen nach Stürzen. Übermäßiger Alkoholkonsum als Behandlungsgrund sei hingegen während der Wettkampfzeit selten, so Goëss. Insgesamt mussten 14 Personen von den BRK-Helfern ins Krankhaus gebracht werden. Eine Besonderheit in diesem Jahr stellte die Zunahme der Einsätze im Ort, außerhalb der Chiemgau Arena dar.

Für mehrere BRK-Helfer ist der Einsatz in der Chiemgau Arena noch nicht zu Ende. Sie sind in diesen Tagen mit dem Abbau der Rotkreuz-Infrastruktur beschäftigt. Und im Gegensatz zum normalen Biathlon-Anhänger kommen sie auch nicht erst wieder in einem Jahr ins Stadion am Zirnberg. Denn für Goëss und seine Mitarbeiter beginnen bereits im Sommer die Vorbereitungen und Planungen für den Weltcup 2016.

BRK TS

Rubriklistenbild: © BRK TS

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