Chrigel Maurer gewinnt auch 2017

Das Abenteuer X-Alps 2017 ist zu Ende!

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Christian Maurer (SUI1) auf dem Weg zu seinem fünften Sieg bei den Red Bull X-Alps.
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Salzburg/Aschau/Monaco - Das härteste Abenteuerrennen der Welt hat einen Sieger: Christian "Chrigel" Maurer aus der Schweiz war auch 2017 der schnellste Athlet. Zu Fuß und nur mit einem Gleitschirm bestückt ging es im Zicka-Zack-Kurs von Salzburg bis nach Monaco über die Alpen. Ein Turnpoint lag auch 2017 wieder in Aschau im Chiemgau.

Freitag 14. Juli - Das Abenteuer ist zu Ende

Nach 12 Tagen hartem Kampf quer über die Alpen: Die achte Ausgabe des härtesten Adventure-Rennens der Welt ist Geschichte.

Das Ergebnis im Überblick:

1.

Christian Maurer (SUI1) – 10 Tage, 23 Stunden

2.

Benoit Outters (FRA4) – 11 Tage, 1 Stunde

3.

Paul Guschlbauer (AUT1) – 5km zum Ziel

4.

Ferdinand van Schelven (NLD) – 49km zum Ziel

5.

Simon Oberrauner (AUT4) – 51km zum Ziel

6.

Pascal Purin (AUT3) – 86km zum Ziel

7.

Pal Takats (HUN) – 89km zum Ziel

8.

Sebastian Huber (GER1) - 95km zum Ziel

9.

Nick Neynens (NZL) – 130km zum Ziel

10.

Stanislav Mayer (CZE) – 172km zum Ziel

11.

Toma Coconea (ROU) – 271km zum Ziel

12.

Nelson de Freyman (FRA3) – 275km zum Ziel

13.

Tobias Grossrubatscher (ITA2) – 275 zum Ziel

14.

Gavin McClurg (USA1) – 308km zum Ziel

15.

Richard Brezina (CAN) – 319km zum Ziel

16.

Michal Gierlach (POL) – 378km zum Ziel

17.

Evgenii Griaznov (RUS) – 457km zum Ziel

18.

Jessie Williams (USA2) – 474km zum Ziel

19.

Tom de Dorlodot (BEL) – 510km zum Ziel

20.

Manuel Nübel (GER2) – ausgeschieden (Entscheidung des Rennarzts) - 209km zum Ziel

21.

Gaspard Petiot (FRA2) – ausgeschieden (Verletzung) – 383km zum Ziel

22.

Mitch Riley (USA3) – ausgeschieden (als Letzter laut Regel) – 530km zum Ziel

23.

Krischa Berlinger (SUI2) – ausgeschieden (Verletzung) – 551km zum Ziel

24.

Jose Arevalo Guede (ESP) – ausgeschieden (als Letzter laut Regel) – 745km zum Ziel

25.

Che Golus (AUS) – ausgeschieden (Verletzung) – 773km zum Ziel

26.

Aaron Durogati (ITA1) – ausgeschieden (Verletzung) – 776km zum Ziel

27.

Duncan Kotze (RSA) – ausgeschieden (als Letzter laut Regel) – 832km zum Ziel

28.

Claudio Heidel Schemberger (ARG) – ausgeschieden (als Letzter laut Regel) – 967km zum Ziel

29.

Sebastian Gruber (AUT2) – ausgeschieden (Verletzung) – 984km zum Ziel

30.

Antoine Girard (FRA1) – ausgeschieden (Verletzung) – 1048km zum Ziel

31.

David Liano Gonzalez (MEX) – ausgeschieden (als Letzter laut Regel) – 1059km zum Ziel

12 Tage lang haben sie unglaubliche Distanzen am Boden und in der Luft zurückgelegt, um die Alpen von Salzburg aus bis nach Monaco zu überqueren. Sie waren peitschendem Regen ausgesetzt, mussten starke Winde bändigen und Gewitter überstehen. Im italienischen Flachland machte ihnen brennende Hitze zu schaffen. Doch die Athleten der Red Bull X-Alps 2017 kämpften unermüdlich weiter, um das Ziel des härtesten Adventure-Rennens der Welt zu erreichen.

Gestern Abend um 19 Uhr war das Rennen für die ersten zwei Athleten zu Ende: Der Sieger Christian Maurer (SUI1) und der Zweitplatzierte Benoit Outters (FRA4) landeten auf dem Strand von Roquebrune und überquerten die offizielle Ziellinie. Für Maurer ist es der fünfte Sieg in Folge.

Am 2. Juli machten sich 31 Athleten von Salzburg aus auf den Weg zum ersten Turnpoint am Gaisberg. Heute um 10:53 Uhr, als die achte Ausgabe der Red Bull X-Alps ihr Ende fand, waren noch 19 Athleten im Rennen. Sie alle lieferten ein unglaubliches Rennen bis zum Schluss.

Paul Guschlbauer (AUT1) fehlten am Morgen noch knappe 40km auf das Ziel in Monaco. Der Österreicher gab alles, um die Mittelmeerküste vor dem Ablaufen der Zeit zu erreichen – doch es sollte nicht reichen. Gestern legte er 101km zu Fuß zurück, um hoch oben am Tenda-Pass in die Luft abzuheben. Als er am späten Abend dort ankam, ließen die Bedingungen jedoch keine weiten Flüge zu. Zusätzliche Flugbeschränken, die heute in Kraft traten, stellten ihn vor eine weitere Herausforderung: Letztendlich fehlten Guschlbauer nur wenige Kilometer auf den letzten Turnpoint in Peille.

In der Nacht setzte Nick Neynens (NZL) als letzter Athlet seinen Ledlenser Night Pass ein. Nach einer vierstündigen Pause, die er in seinem Gleitschirm eingewickelt verbrachte, setzte er seinen Weg um Mitternacht fort. Er meisterte einen Aufstieg auf 3.400m zum Pointe du Ribon (3.529m) und startete zur Morgendämmerung in die Luft. Mit einem 15km-Flug überholte er Nelson de Freyman (FRA3).

Im mittleren Teil des Feldes lieferten sich Pascal Purin (AUT3) und Pal Takats (HUN) ein Duell um Platz 6 auf den Straßen Italiens. Die Leistung von Takats ist außergewöhnlich: Nach seiner 48 Stunden dauernden Zeitstrafe wegen einer Luftraumverletzung feierte er ein starkes Comeback.

Weiter hinten war ein Kampf um das beste Abschneiden eines Nordamerikaners entbrannt: Gavin McClurg (USA1) und Richard Brezina (CAN) trennten nur 3km.

Die Athleten mussten in diesem Jahr unglaubliche Distanzen zu Fuß zurücklegen. Die rumänische Lauflegende Toma Coconea (ROU) lief irrwitzige 914km, während Benoit Outters 772km hinter sich brachte. Am Ende hatten die meisten Athleten über 500km am Fußweg zurückgelegt.

Sieger Chrigel Maurer sagte: „Dieses Rennen war das schwierigste meiner Karriere. Es waren die schlechtesten Wetterbedingungen, die ich bisher bei den Red Bull X-Alps erlebt habe. Aber nun zum fünften Mal als Sieger hier zu stehen – das ist ein großartiges Gefühl!“

Sein Supporter Tobias Dimmler ergänzte: „Es war ein hartes Rennen, bei dem wir körperlich an unsere Grenzen gehen mussten.“

„Ich bin überglücklich“, sagte Outters am Strand von Roquebrune. „Es ist ein überwältigendes Gefühl. Es war sehr, sehr schwierig! Umso glücklicher bin ich nun, hier in Monaco zu stehen.“

Rennorganisator Ulrich Grill sagte: „Diese Ausgabe der Red Bull X-Alps war einfach unglaublich. In vielerlei Hinsicht war es wohl das härteste Rennen aller Zeiten. Die Route war länger als je zuvor und das Wetter stellte die Athleten vor einige Schwierigkeiten: Sie waren gezwungen große Distanzen zu Fuß zu bewältigen. Es war beeindruckend zu sehen, wie sie sich der Herausforderung stellten. Sie legten außergewöhnliche Leistungen an den Tag, um die Alpen zu bezwingen. Jeder Einzelne von ihnen ist ein Sieger.“

Donnerstag 13. Juli - Tag 12

Pressemitteilung X-Alps (17.16 Uhr)

Heute Morgen um 10:53 Uhr erreichte Christian Maurer (SUI1) den finalen Turnpoint der Red Bull X-Alps 2017 in Peille als Erster. Jubelnd lief er die letzten Meter bis zur Turnpoint-Tafel, bei der die Zeit offiziell gestoppt wird. Maurer erreichte sie 10 Tage, 23 Stunden und 23 Minuten nachdem er in Salzburg gestartet war. Der Schweizer musste härter kämpfen als je zuvor: Er begann das Rennen mit einer Erkältung und beendete es mit einer Knieverletzung.

Auf dem Weg nach Monaco hatte der Spitzenpilot mit schlechtem Wetter zu kämpfen. Zu Beginn des Rennens fand er sich sogar nur an 21. Stelle wieder. Er sagte: „Dieses Mal hat das Rennen schlecht für mich begonnen und ich habe großen Druck gespürt. All der Wind, der Regen und die Unwetter – es waren die schlechtesten Wetterbedingungen, die ich bisher bei den Red Bull X-Alps erlebt habe. In erster Linie ist es nun einmal ein Abenteuer und kein Wettkampf.“

„Aber ich bin sehr glücklich darüber, nun hier zu sein. Für meine Knie ist es gut, dass es vorbei ist. Solchen Anstrengungen waren sie noch nie ausgesetzt. Es ist das erste Mal, dass ich mehr als 500km zu Fuß zurücklegen musste – für gewöhnlich sind es um die 300km. Im Moment freue ich mich einfach darauf, entspannen zu können.“

Renndirektor Christoph Weber sagt: „Maurer hat eine unglaubliche Leistung geboten. Ich kenne keinen anderen Athleten, der diesen Sport in den letzten acht Jahren so dominiert hat. Heuer hatte er auch noch mit schlechten Wetterbedingungen und einer härteren Route als je zuvor zu kämpfen. In der Luft ist er herausragend, doch auf den letzten 200km musste er sehr viele Kilometer zu Fuß zurücklegen. Es war alles andere als einfach für ihn.“

Benoit Outters (FRA4) erreichte Turnpoint 7 als Zweiter in 11 Tagen, einer Stunde und 12 Minuten. Der Rookie landete um 12:42 Uhr in Peille, nachdem er den letzten Abschnitt mit dem Paragleiter bewältigte. Die Fans vor Ort bereiteten ihm einen heldenhaften Empfang, bevor sie zu Zeugen emotionaler Szenen wurden: Outters kämpfte mit den Tränen, als er seine Mutter und seine Supporter nacheinander in die Arme schloss. Kurz darauf floss der Champagner.

„Ich bin so glücklich, es ist unglaublich“, sagte Outters. „Ich wusste, ich würde sehr viele Meter am Boden zurücklegen müssen, wenn ich Monaco erreichen will – vor allem in den letzten beiden Tagen. Ich bin erschöpft, aber überglücklich, dass ich es hierher geschafft habe.“

Um Monaco zu erreichen, musste Outters seine überragende Ausdauer unter Beweis stellen: In einem wahren Kraftakt überwand er 192km in zwei Tagen nur zu Fuß.

X-Alps 2017: Bilder von Tag 12

Traditionell ist das Rennen für die Athleten erst zu Ende, wenn sie den feierlichen Flug nach Roquebrune absolviert haben. Eine Vorschrift der Stadt Monaco erlaubt diese Flüge nur zu bestimmten Tageszeiten. Wenn es die Flugbedingungen erlauben, werden Maurer und Outters heute um 18:45 Uhr Richtung Monaco abheben.

Paul Guschlbauer (AUT1) liegt als aktuell Dritter 55km vom Ziel entfernt. Mit einem Vorsprung von weiteren 60km auf Stanislav Mayer (CZE) dürfte er seinen Platz am Podest sicher haben. Doch gelingt es ihm, Monaco zu erreichen, bevor das Rennen morgen um 10:53 Uhr endet? Der Österreicher hat keinen Ledlenser Night Pass mehr zur Verfügung.

Für die anderen Athleten kommt es nun darauf an, bis zum morgigen Rennende so viel Distanz wie möglich hinter sich zu bringen. Vor allem im hinteren Teil des Feldes sind die Positionen hart umkämpft: Heute Morgen hatten sich Tom de Dorlodot (BEL), Mitch Riley (USA3) und Jesse Williams (USA2) an die Fersen von Evgenii Griaznov (RUS) geheftet, um ihr Ausscheiden zu vermeiden. Mit einem starken Lauf in den Morgenstunden konnte sich Griaznov retten: Mitch Riley wies nur 300m Rückstand auf den Russen auf, als er aus dem Rennen ausschied.

Für die Athleten im mittleren Teil des Feldes geht es nun darum, einen letzten weiten Flug hinzulegen und Positionen gutzumachen. Für sie ist nach wie vor einiges möglich!

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Pressemitteilung Fluschule Chiemsee (9.45 Uhr) 

Der führende Chrigel Maurer ist am Mittwochabend noch an der Cote d'Azur gelandet. Aktuell befindet er sich zu Fuß 5 Kilometer vor dem Ziel in Monaco. Der Sieg wird ihm nicht mehr zu nehmen sein. Sein engster Verfolger, der Franzose Benoit Outters befindet sich 32 Kilometer hinter Maurer. Auf Platz drei ist der Österreicher Paul Guschlbauer, für ihn sind es aktuell noch 82 Kilometer bis ins Ziel.

Jochen Maier (Flugschule Chiemsee)

Mittwoch 12. Juli - Tag 11

Pressemitteilung X-Alps (21.07)

Sie sind müde, sonnenverbrannt und heiß darauf, das Rennen ihres Lebens erfolgreich abzuschließen: Vierzehn Athleten zogen am Mittwoch einen Ledlenser Night Pass, um in der Nacht wertvolle Meter Richtung Monaco zurückzulegen.

Der Führende Chrigel Maurer (SUI1) war am frühen Nachmittag noch 50km von seinem Ziel entfernt. Er bestieg den Tenda-Pass, um von dort in die Luft zu starten. Sollten die Bedingungen kein Fliegen erlauben, ist er darauf vorbereitet, zu Fuß weiterzumarschieren – auch bis in die frühen Morgenstunden. Maurer hat einen Ledlenser Night Pass gezogen und wird erst Halt machen, wenn er den nächsten Turnpoint in Peille erreicht.

Dreizehn weitere Athleten machen in der Nacht auf Donnerstag ebenfalls Gebrauch von dem Ledlenser Night Pass: Paul Guschlbauer (AUT1), Pascal Purin (AUT3), Tom de Dorlodot (BEL), Richard Brezina (CAN), Stanislav Mayer (CZE), Benoit Outters (FRA4), Sebastian Huber (GER1), Manuel Nübel (GER2), Tobias Grossrubatscher (ITA2), Ferdinand van Schelven (NLD), Michal Gierlach (POL), Jesse Williams (USA2) und Mitch Riley (USA3). Nick Neynens (NZL) ist der einzige Athlet, der seinen Ledlenser Night Pass nicht einsetzt.

Maurers Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Benoit Outters (FRA4) beträgt 50km. Der Schweizer weiß, dass ihm nun jeder kleine Fehler teuer zu stehen kommen kann. Hinter Outters hält aktuell Paul Guschlbauer (AUT1) den dritten Platz. Er erklärte am Mittwochmorgen, dass perfekte Bedingungen vorherrschen – wenn man es bevorzugt, im Flachland zu laufen.

Im Kampf um den dritten Platz kann noch viel passieren. Stanislav Mayer (CZE) lauert nur 20km hinter dem Österreicher. Auch von Rookie Simon Oberrauner (AUT4), der noch 194km vor sich hat, geht weiterhin Gefahr aus.

Renndirektor Christoph Weber sagt: „Es ist ohne Zweifel eines der härtesten Rennen der letzten Jahre. Die Route ist länger denn je und das Wetter hat es den Athleten nicht gerade leicht gemacht. Sie spüren nun die Strapazen und werden alles tun, um das Ziel zu erreichen. Wir werden sie in Monaco gebührend empfangen.“

Die Verfolgergruppe, die lange Zeit zusammenarbeitete, brach letztlich auseinander. Jeder Athlet verfolgt nun seine eigene Route, um sich auf den letzten Metern nach Monaco Vorteile zu verschaffen. Einer von ihnen absolvierte heute um 07:15 Uhr einen beeindruckenden Flug. In der Nähe von Turnpoint 6 am Matterhorn startete Manuel Nübel (GER2) aus 3.300m Höhe, um über mehrere Gletscherspitzen hinwegzugleiten. Am frühen Nachmittag hatte er bereits 88km in der Luft und 15km zu Fuß zurückgelegt.

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Dienstag 11. Juli - Tag 10

Pressemitteilung X-Alps (19.15 Uhr)

Während sich die Athleten weiter Richtung Monaco vorkämpfen, machen sich die Strapazen des härtesten Adventure Rennens der Welt bemerkbar. 22 von 31 Athleten, die sich vor zehn Tagen in Salzburg auf den Weg gemacht hatten, sind noch im Rennen. Neun Athleten schieden bereits aus oder mussten verletzungsbedingt aufgeben. Aber auch die verbleibenden Abenteurer haben immer mehr mit Beschwerden zu kämpfen.

„Die Red Bull X-Alps werden ihrem Namen gerecht: Sie sind nun einmal das härteste Adventure Rennen der Welt“, sagt Rennorganisator Ulrich Grill.

„Das Rennen zeigt sich von seiner härtesten Seite und stellt die Athleten auch mental vor große Herausforderungen. Sie sind bereits eine lange Zeit unterwegs und haben noch einen weiten Weg vor sich. Schlechte Wetterbedingungen und viele Kilometer stehen zwischen ihnen und Monaco. Um das Ziel zu erreichen, werden sie an ihre Grenzen gehen müssen.“

Das Erste Hilfe-Paket, welches den Athleten am Start von DermaPlast zur Verfügung gestellt wurde, ist nun Gold wert. Nasen werden abgeklebt, um einen Sonnenbrand zu vermeiden; Blasen werden behandelt und Pflaster angebracht – und so mancher Athlet musste gar zu drastischeren Maßnahmen greifen, um überhaupt weitermachen zu können.

Im hinteren Teil des Feldes musste Krischa Berlinger (SUI2) einen Abstieg sogar rückwärts gehend bewältigen, um die Schmerzen in seinem Knöchel zu lindern. „Von nun an werde ich Gehstützen verwenden“, sagt er. Ein schmerzendes rechtes Knie macht auch Chrigel Maurer (SUI1) zu schaffen. Es verlangsamt den Führenden nicht nur am Boden, sondern sorgt auch für Einschränkungen beim Fliegen.

„Probleme habe ich nur im Flachen. Aufstiege sind kein Problem“, erklärt er. „Ich spüre die Schmerzen auch in der Luft. Wenn ich mit dem linken Bein steuere, ist es kein Problem. Aber mit dem rechten Bein kann es bei schwierigen Bedingungen weh tun.“

Doch viele Flüge kann er zurzeit ohnehin nicht absolvieren. Maurer unternahm einen Anstieg zur Spitze des Monte Freidour auf 1.445m heute Morgen. Von dem Berg im Westen Turins aus fehlten ihm noch 140km auf Monaco. Dem Schweizer gelang jedoch nur ein kurzer Flug, mit dem er bis zum frühen Nachmittag gerade einmal 30 km zurücklegen konnte.

Paul Guschlbauer (AUT1) holte hingegen das Beste aus den Bedingungen heraus. „Er hat einen Blindflug hingelegt“, zeigt sich Grill beeindruckt. „Er nahm eine gewagte Route über die italienischen Seen und konnte damit die anderen Verfolger hinter sich lassen. Dadurch liegt er aktuell auf dem dritten Platz.“ Heute passierte Guschlbauer Turnpoint 6 am Matterhorn und hatte am frühen Nachmittag bereits 93km zurückgelegt – davon 72km in der Luft. In dieser Phase des Rennens gelingt es nur wenigen Athleten, solche Flüge hinzulegen.

Wenn Guschlbauer eine andere Route über die Süd-Alpen wagt, könnte er sogar noch Benoït Outters’ (FRA4) zweiten Platz gefährden. Der Franzose liegt 40km vor dem Österreicher. Alle Blicke richten sich auf die Wettervorhersage für morgen – in der Hoffnung, dass der neue Tag bessere Bedingungen bringt.

Nelson de Freyman (FRA3) zog heute als einziger Athlet seinen Ledlenser Night Pass. Der Franzose, der 2013 bereits als Supporter von Antoine Girard (FRA1) dabei war, befindet sich aktuell auf Rang 12. 106km vor Turnpoint 6 hat er bis jetzt 1.761km zurückgelegt – davon 440,6km zu Fuß.

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Montag 10. Juli - Tag 9

Pressemitteilung X-Alps (17.25 Uhr)

Die 8. Ausgabe des Abenteuer-Rennens wird als eines der herausforderndsten Rennen in die Geschichte der Red Bull X-Alps eingehen. Neben einer Route, die die Hauptkette der Alpen mehrere Male kreuzt, stellt auch das Wetter die Athleten vor eine schwierige Aufgabe: Sie sind gezwungen, viele Kilometer zu Fuß zurückzulegen.

Für einen Mann ist die Ziellinie dennoch zum Greifen nahe: Christian Maurer (SUI1) war heute Nachmittag bis auf 160km an Monaco herangekommen.

Im Gegensatz zu den letzten Ausgaben verfolgt der Schweizer eine andere Route, die ihn auf der italienischen Seite der Alpen in den Süden führt. So vermeidet er den Weg über die höheren Berge Frankreichs, die bei schlechten Bedingungen schwierig zu befliegen sind. Nach einem 1000m-Aufstieg zum Startplatz des Cima Cavallari hob Maurer heute um 11 Uhr in die Luft ab. Dem Schweizer könnte ein mehrere Tage dauernder Endspurt bevorstehen.

Hinter Maurer kämpft sich Benoit Outters (FRA4) weiter vor. Mit seinem Ledlenser Night Pass hat er letzte Nacht ordentlich Boden auf Maurer gut gemacht. Auf schwierigem Terrain rund um Turnpoint 6 am Matterhorn kam der französische Ultraläufer jedoch nur langsam weiter. Heute Nachmittag hatte er noch 60km Rückstand auf den Führenden. Outters besitzt jedoch noch einen zweiten Ledlenser Night Pass, den er mit seinem 3. Platz beim Leatherman Prolog gewann.

Das Verfolgerfeld ist weiterhin dicht beisammen und verteilte sich über das nördliche Ufer des Comer Sees. Das Rennen fordert ihnen alles ab – manchen mehr als anderen. Nachdem er den ganzen Tag bei Temperaturen nahe der 30°C marschierte, musste sich Manuel Nübel (GER2) gestern medizinisch behandeln lassen.

„Wir hatten ein Problem mit der Hitze”, erklärte sein Supporter, der Chirurg Christian Schineis. „Manu litt an hitzebedingter Erschöpfung und Dehydrierung. Wir haben eine Pause in einem Hotel eingelegt und ihm Infusionen gegeben. Es geht ihm nun schon viel besser.“

Für Pascal Purin (AUT3) stand letzte Nacht kein Hotel zur Verfügung. Nachdem er einen falschen Bergpfad wählte, bezog er Unterkunft bei einer Familie in einer einfachen Berghütte ohne Elektrizität. „Es ist toll, dass manche Menschen auch heute noch so leben“, sagte Purin.

Der Kampf um den dritten Platz wird mit Sicherheit noch eine spannende Angelegenheit. Vor allem, wenn die Athleten das Rennen wieder in der Luft fortsetzen können.

Im hinteren Teil des Feldes zeigt sich Krischa Berlinger (SUI2) stoisch ruhig. Er und Gavin McClurg (USA1) verbrachten die Nacht am Timmelsjoch an der österreichisch-italienischen Grenze. Sie hofften bei guten Bedingungen am Morgen Richtung Gardasee abheben zu können. Doch eine Wolkendecke machte ihre Hoffnungen zunichte. „Dann werden wir hinunterfliegen, wieder hinauflaufen und noch einmal hinunterfliegen“, sagte Berlinger. „Story of my life.“

Jose Arevalo Guede (ESP) und Simon Oberrauner (AUT4) zogen heute ihren Ledlenser Night Pass. Guede liegt aktuell 60km hinter Tom de Dorlodot (BEL) auf dem letzten Platz. Er hofft, den Belgier mit ein paar guten Flügen und einem Fußmarsch durch die Nacht einzuholen und sein Ausscheiden morgen Früh zu verhindern. Doch de Dorlodot zeigt sich nach seiner 48 Stunden dauernden Zwangspause in guter Verfassung.

Der aktuell Viertplatzierte Oberrauner bekräftigt mit dem Zug des Ledlenser Night Passes seine Ambitionen auf einen Podestplatz. Er wird versuchen in der Nacht an Paul Guschlbauer (AUT1) vorbeizuziehen.

Das Rennen nähert sich seiner finalen Phase – doch nach Monaco ist es nach wie vor ein weiter Weg, auf dem noch viel passieren kann.

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Sonntag 9. Juli - Tag 8

Pressemitteilung X-Alps (20.45 Uhr)

Nach dem dramatischen Ausscheiden des Franzosen Gaspard Petiot (FRA2) hat Christian "Chrigel" Maurer (SUI1) Monaco mittlerweile in Sichtweite und sein Ziel, als erster anzukommen, ist zum Greifen nahe. Petoit verletzte sich am Samstag bei einer Landung am Comer See. „Gerade als ich Boden unter die Füße hatte, erwischte mich ein Windstoß und schleuderte mich gegen eine Wand. Jetzt ist der Traum leider vorbei“, so Petiot.

Alle Aufmerksamkeit ist nun auf Chrigel Maurer gerichtet. Bei guten Wetterbedingungen könnte der Schweizer in zwei Tagen im Ziel sein. Aber sowohl er als auch seine Verfolger stehen einer Schlechtwetterfront gegenüber. Am Sonntagnachmittag rollten schwarze Gewitterwolken über die Nordküste des Comer Sees mit zeitweilig heftigen Gewitterstürmen. Maurer schätzt, dass es noch vier bis fünf Tagen dauern kann, Monaco zu erreichen. „Die Wettervorhersage für die nächsten Tage verspricht leider kein Flugwetter“, sagte er.

X-Alps 2017: Bilder von Tag 8

Sollte er länger als 11 Tage brauchen, um nach Monaco zu kommen, dann wird das Maurers längste Red Bull X-Alps-Teilnahme seit seinem ersten Antreten 2009. Damals benötigte er gerade einmal 12 Tagen. Maurers Rekord liegt derzeit bei 6 Tagen und 23 Stunden aus dem Jahr 2013 – damals aber noch mit kürzerer Strecke.

Obwohl die Vorhersagen nicht vielversprechend sind, fühlt sich Chrigel immer noch stark. Und sein Supporter-Team läuft – wie für die Schweizer üblich – wie ein Uhrwerk. “Ich fühle mich wohl und kann mich wie immer voll auf das Fliegen konzentrieren. Dieses Mal habe ich eine noch bessere Planung und Logistik und kann daher auch am Boden viel gut machen“, so Maurer.

Für die Verfolger, die über 100 km hinter dem Führenden liegen, war der Sonntag der Tag der schwierigen Entscheidungen: Entweder einen Aufstieg für einen kurzen Gleitflug riskieren oder einfach zu Fuß auf der Straße weitermarschieren.

Paul Guschlbauer (AUT1) hatte bis zum Mittag bereits zwei Flüge absolviert. Keinen davon mit großer Distanz, aber trotzdem konnte er viele Kilometer zurücklegen und am Comer See vorbeiziehen. Stanislav Mayer (CZE) versuchte es auch mit einem am Ende wenig ergiebigen Flug.

Die meisten Athleten im Mittelfeld entschieden sich für das Marschieren auf der Straße. „Es ist hart“, sagt Simon Oberrauner (AUT4) zu seiner Entscheidung. „Es schaut nach Flugbedingungen aus, aber ich muss erst einmal auf 1.600 Meter aufsteigen. Das kostet mich drei Stunden, um dann beim Eintreffen der Wetterfront doch nicht fliegen zu können.“

Am Sonntagmorgen wurde Duncan Kotze (RSA) aus dem Rennen genommen. Der 41-Jährige Neuling befand sich weit abgeschlagen am Ende des Wettkampffeldes. „Eigentlich fühle ich mich bereit für noch mehr“, sagte er.

Benoit Outters (FRA4) wird in der Nacht auf Montag seinen Ledlenser Night Pass nutzen. Der Red Bull X-Alps Rookie befindet sich derzeit auf dem zweiten Platz, 97 km hinter Christian Maurer. Der Franzose hat noch einen Night Pass im Talon, welchen er beim Leatherman Prologue gewonnen hat.

Der erfahrene Ultramarathon-Läufer wird versuchen, in der Nacht weit zu kommen, um so nah wie möglich an Maurer heranzukommen. Outters Ziel muss es aber auch sein, seinen Vorsprung auf den derzeit drittplatzierten Paul Guschlbauer deutlich auszubauen. Das letzte Drittel des Rennens ist eröffnet.

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Samstag 8. Juli - Tag 7

Pressemitteilung X-Alps (19.15 Uhr)

Der tolle Kampf des Franzosen Gaspard Petiot hat nach einer missglückten Landung ein jähes Ende gefunden. In der Nähe des Comer Sees zog er sich Verletzungen an Hand und Knie zu, die es ihm unmöglich machen, das Rennen fortzusetzen. Petiot hatte Chrigel Maurer (SUI1) bis zu seinem Ausscheiden einen packenden Kampf geboten. Maurers Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Benoït Outters (FRA4) beträgt nun 150km.

Der Kampf um den zweiten Platz spitzt sich aber weiter zu, nachdem einige Athleten am Samstag Turnpoint 5 am Monte Baldo passierten. Ihr Weg führt sie nun zurück in die Berge im Norden, wo sich Maurer (SUI1) bereits seit Freitag befindet.

Benoït Outters (FRA4), ein starker Ultraläufer und hervorragender Pilot, zeigt sich aktuell als heißester Anwärter auf das Podest. Er passierte Turnpoint 5 am frühen Samstagmorgen an dritter Stelle. Pal Takats (HUN) kämpfte sich am Freitag auf eindrucksvolle Weise von den Bergen nördlich Merans zu den Ufern des Gardasees vor. Seine aussichtsreiche Position kann er leider nicht ausnutzen: Er muss morgen ab 05:00 Uhr seine 48 Stunden dauernde Zeitstrafe wegen einer Luftraumverletzung absitzen. In dieser Zeit darf er sich nicht weiter als 250m von seinem Aufenthaltsort entfernen.

Das Feld dahinter zeigt sich hart umkämpft. Stanislav Mayer (CZE) und Manuel Nübel (GER2) erreichten Turnpoint 5 am Samstagvormittag, gefolgt von Sebastian Huber (GER1). Nach einigen schwierigen Tagen brachte sich der Zweite der letzten Ausgabe zurück in das Spiel. „Auf zum Matterhorn!“, rief er, als er sich auf den Weg zum Startplatz am Monte Baldo machte. Paul Guschlbauer (AUT1), der am Freitag vom dritten auf den siebten Platz zurückfiel, kam als nächster Athlet an. „Ich freue mich, endlich diesen Turnpoint zu erreichen“, sagte er.

Guschlbauer folgten Simon Oberrauner (AUT4), Ferdinand van Schelven (NLD) und Pascal Purin (AUT3). Die Gruppe war mit einem Flug über das Brentagebirge in den Tag gestartet. Während der Morgendämmerung hoben sie aus 2.500m Höhe nahe der Rifugio Pedrotti in die Luft ab.

Auch Gavin McClurg (USA1) lässt sich nicht aufhalten. Obwohl er mit seiner aktuellen Position nicht zufrieden ist, kämpft er sich immer weiter in das Rennen zurück. Nach einigen guten Flügen befindet er sich nun direkt hinter Toma Coconea (ROU) auf Rang 16 und richtet seinen Blick nach Italien.

Keiner der Athleten hat am Samstag einen Ledlenser Night Pass gezogen. Somit war das Rennen am Samstagabend wieder für alle um 22:30 Uhr zu Ende.

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Freitag 7. Juli - Tag 6 

Pressemitteilung X-Alps (23.00 Uhr)

Gaspard Petiot (FRA2) schrieb Freitagmittag Red Bull X-Alps-Geschichte: Ihm gelang, was während Chrigel Maurers (SUI1) achtjähriger Dominanz noch niemandem gelungen war: Er holte den Schweizer ein.

Maurer konnte sich bereits am zweiten Tag von seinen Konkurrenten absetzen, indem er sich für eine andere Route als alle anderen Athleten über die Hohen Tauern entschied. Am Donnerstag sah es noch so aus, als hätte er seine Führung abgesichert: Der Vorsprung zu seinem ersten Verfolger betrug komfortable 100km.

Doch der Schweizer hatte nicht mit Gaspard Petiot gerechnet. Freitagmittag hatte der gelernte Maschinenbauer und Bergführer aus Frankreich zu ihm aufgeschlossen. Das Führungsduo verlegte den Kampf zurück in das Herz der Alpen, wo sie bessere Flugbedingungen als auf der direkten Strecke über dem Flachland vorfanden. Ihr nächstes Ziel: Turnpoint 6 am Matterhorn.

Währenddessen war hinter den beiden ein heißer Kampf um den dritten Podestplatz entbrannt: Benoît Outters (FRA4) überholte Paul Guschlbauer (AUT1) auf dem Weg zu Turnpoint 5 am Monte Baldo. Zwei weitere Verfolgergruppen haben sich an ihre Fersen geheftet: Sie haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam schneller voranzukommen.

X-Alps 2017: Bilder von Tag 6

Für drei andere Athleten begann der Tag weniger erfreulich: Tom de Dorlodot (BEL), Pal Takats (HUN) und Evgenii Griaznov (RUS) erhielten eine Zeitstrafe von 48 Stunden. Für den Belgier beginnt diese Strafe am Samstag ab 5:00 Uhr. Für Takats und Griaznov erst am Sonntag ab 5:00 Uhr, da sie für die Nacht auf Samstag ihren Ledlenser Night Pass gezogen haben.

„Es ist sehr ärgerlich, aber wir werden dennoch weiterkämpfen”, sagte de Dorlodot. Takats gab zu, dass er wütend auf sich selbst ist. Das Missgeschick passierte ihm ausgerechnet in seinem Heimatgebiet rund um Innsbruck. Doch auch er ist fest entschlossen, weiterzumachen: „Monaco nicht zu erreichen – das ist für mich unvorstellbar. Ich habe mich so gut geschlagen, doch dann wurde ich müde und habe mich zu wenig konzentriert. Diese Dinge passieren und nun habe ich eine neue Herausforderung: Monaco doch noch zu erreichen!“

Mit einer anderen Herausforderung müssen alle Athleten kämpfen: Das Wetter laut Morecast. Im Gegensatz zu Donnerstag war am Freitag kein guter Tag zum Fliegen. Das Wetter im Alpenraum zeigt sich zweigeteilt. In den nördlichen Alpen herrschen gute Flugbedingungen für die Verfolgergruppen vor. Im Süden hingegen, wo Chrigel Maurer und Gaspard Petiot ihren Führungskampf austragen, sind die Voraussetzungen weniger gut. Ist das die Chance für die Verfolger zu den beiden aufzuschließen?

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Pressemitteilung Flugschule Chiemsee (21.35 Uhr)

Mit einer spektakulären Landung am äußerst schmalen Westufer des Gardasees begann am Freitag in der Morgendämmerung das äußerst spannende Duell an der Rennspitze zwischen Chrigel Maurer und Gaspard Petiot, bei dem zwischenzeitlich sogar der Franzose in Führung ging. Am Tagesende gelang aber Maurer ein langer Abendflug, der ihn wieder ca. 80km vor Petiot positionierte. 

Allgemein waren die Flugbedingungen am Freitag sehr selektiv: Auf der Alpensüdseite zwangen Gewitter und Abschattungen die Piloten zu frühen Landungen, auf der Nordseite dagegen war wieder einmal trotz guter Thermik der starke Westwind ein großes Handicap. Tom de Dorlodot (BEL), Pal Takats (HUN) und Evgenii Griaznov (RUS) flogen gestern durch unerlaubten Luftraum und wurden dafür heute mit einer Zeitstrafe von 48h Zwangspause bestraft – eine rechtzeitige Ankunft in Monaco wird damit noch schwieriger. 

Erfreulicherweise konnten die Deutschen Manuel Nübel und Basti Huber an ihre gestrige gute Form anknüpfen und befinden sich derzeit auf Position vier und acht, nahe am Wendepunkt Monte Baldo. 

Jochen Maier (Flugschule Chiemsee)

Donnerstag 6. Juli - Tag 5

Pressemitteilung X-Alps (22.45 Uhr)

Die Athleten der Verfolgergruppe schlossen sich am Donnerstag zusammen, um gemeinsam die Zugspitze zu überqueren und „Chrigel“ Maurer (SUI1), dem aktuell Führenden, auf den Fersen zu bleiben. Die Aufgabe ist keine einfache: Maurer genießt eine komfortable 100km-Führung und ist mittlerweile in Italien angekommen. Doch der Ausgang des Rennens ist nach wie vor offen. Die ersten 14 Athleten des Rennens haben nach wie vor realistische Chancen auf einen Platz auf dem Podest.

Heute wurden Allianzen geschlossen, um den schwierigen Weg von Turnpoint 3, Aschau am Chiemsee, zu Turnpoint 4, die Tiroler Zugspitz Arena in Lermoos, gemeinsam in Angriff zu nehmen. Pal Takats (HUN) sagt: „Wir stecken uns hohe Ziele und unser Wille ist stark. Wir sind eine starke Gruppe, die gemeinsam alles dafür tun wird, so schnell wie möglich nach Lermoos zu gelangen.“

Auch mit dabei sind Benoit Outters (FRA4), Ferdinand van Schelven (NLD) und Manuel Nübel (GER2). Knapp hinter ihnen hatte sich jedoch bereits eine zweite Gruppe mit Pascal Purin (AUT3), Sebastian Huber (GER1) und Stanislav Mayer (CZE) geformt, die ähnliche Ziele verfolgt. „Der Plan ist einfach: Weit fliegen“, erklärt Purin, kurz bevor er abhebt.

Weiter vorne erreichte ein anderer Österreicher Turnpoint 4 zur Mittagszeit: Paul Guschlbauer (AUT1) liegt auf dem dritten Platz und gibt sich zuversichtlich: „Ich fühle mich gut!“

Eine Zeit lang sah es so aus, als könnten Nelson de Freyman (FRA3) und Nick Neynens (NZL) mit ihren individuellen Routen die Nächsten am Turnpoint sein. Doch es war Outters, der um 14:30 Uhr am Landeplatz im Schatten der Zugspitze ankam. Sein Vorsprung war jedoch gering: Nur 10km hinter ihm hatten die anderen Athleten Turnpoint 4 bereits ins Visier genommen.

X-Alps 2017: Bilder von Tag 5

Auch am fünften Tag musste sich ein Athlet aus dem Bewerb verabschieden: Aaron Durogati (ITA1) gab aufgrund einer Knieverletzung, die ihm seit dem ersten Tag zu schaffen machte, auf. Nach langem Kampf traf er diese Entscheidung, um keine weiteren Schäden am Meniskus zu riskieren.

Zwei Athleten zogen ihren Ledlenser Night Pass: Gaspard Petiot (FRA2) und Duncan Kotze (RSA) dürfen ihren Weg nach Monaco auch in der Nacht auf Freitag fortsetzen. Petiots Entscheidung, den Night Pass einzusetzen, ist ein klares Signal: Er möchte die Lücke zwischen sich und Spitzenreiter Chrigel Maurer schließen. Man darf annehmen, dass Petiot die Zeit nutzen wird, um sich in eine gute Position für einen Flug früh am Freitagmorgen zu bringen.

Währenddessen kämpft Duncan Kotze (RSA) darum, im Rennen zu bleiben. Als Vorletzter wird er versuchen, den Abstand zu Claudio Heidel Schemberger (ARG), dem aktuellen Schlusslicht, über Nacht zu vergrößern.

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Pressemitteilung Flugschule Chiemsee (21.45 Uhr)

Chrigel Maurer gerät in Bedrängnis! In einer beeindruckenden Verfolgungsjagd hat der Franzose Gaspard Petiot am Donnerstag ebenfalls den Gardasee erreicht, scheiterte letztendlich aber an den letzten Metern auf dem Weg zum Turnpoint Monte Baldo und musste in Malcesine am Ostufer des Gardasees landen – ihm steht somit ein langer nächtlicher Aufstieg zum Gipfel-Turnpoint bevor, den er Dank der Aktivierung eines LEDLENSER Nightpasses noch heute erreichen kann. Kann er am morgigen Freitag zu Chrigel aufschließen? 

Das Führungsduo wird verfolgt von dem Österreicher Paul Guschlbauer und dem Holländer Ferdinand van Schelven, die beide heute gewaltige Strecken über den Turnpoint Lermoos an der Zugspitze bis nach Südtirol ins Vinschgau bewältigen konnten. Auch der Tegernseer Basti Huber, der nach einem fulminanten Rennstart etwas abgeschlagen wirkte, konnte wieder zu seiner bekannten Form finden und beendet den Renntag auf Platz 5. 

X-Alps 2017: Turnpoint Aschau Tag 5

Zwischenzeitlich haben 22 der 27 noch im Rennen befindlichen Athleten den Turnpoint Aschau erreicht. Fünf herrliche Flying Days in Aschau für Flieger und Nichtflieger gehen zu Ende, doch die vielen tollen Erlebnisse, Emotionen und Eindrücke werden noch lange bleiben.

Jochen Maier (Flugschule Chiemsee)

Mittwoch 5. Juli - Tag 4

Pressemitteilung X-Alps

Der vierte Tag der Red Bull X-Alps 2017 stand im Zeichen von weiteren spannenden Wettkämpfen am Himmel. Die führenden Athleten setzten ihren Weg in die nördlichen Alpen in Bayern und Österreich fort.

Chrigel Maurer (SUI1) passierte Turnpoint 4, die Tiroler Zugspitz Arena in Lermoos, am Donnerstagnachmittag als Erster. In dem bekannten Outdoorsport-Zentrum wurde der vierfache Sieger von jubelnden Fans und Gratulanten empfangen.

Währenddessen jagte ihm Gaspard Petiot (FRA2) hinterher, nachdem er zwei überwältigende Tage in den Bergen verbracht hatte. Er erreichte Turnpoint 3, Aschau am Chiemsee, um 8.30 Uhr morgens. Obwohl er sich ruhig und gelassen gab, wirkte er entschlossen.

Am Vortag wurde der Turnpoint zum Schauplatz einer großen Party: An die 1.000 Fans ließen es sich nicht nehmen, bei Maurers Ankunft um 19.00 Uhr vor Ort zu sein. Er bedankte sich mit einem akrobatischen Manöver, bevor er landete und seinen Namen auf die Turnpoint-Tafel eintrug.

Am Ende des Feldes war das Rennen für David Liano Gonzalez (MEX) um 6.00 Uhr vorbei. Auf dem letzten Platz liegend, wurde er vom Rennkomitee aus dem Rennen genommen. Von nun an wird alle 48 Stunden der jeweils letztplatzierte Athlet aus dem Bewerb genommen.

Gonzalez zeigte großen Sportsgeist: Obwohl er sich eine Verletzung zugezogen hatte, gab er nicht auf und setzte das Rennen fort. Dadurch ersparte er dem Athleten vor ihm sein Schicksal. „Ich wusste, dass es den Athleten vor mir treffen würde, wenn ich aufgebe“, sagte Gonzalez. „Das wollte ich nicht. Ich denke, dass jeder andere Athlet dasselbe für mich getan hätte“.

X-Alps 2017: Bilder von Tag 4

Stephan Gruber (AUT2) musste das Rennen bereits gestern beenden. Er litt an extremen Knöchelschmerzen aufgrund der hohen Belastung.

In der Mitte des Feldes zeigen zwei Rookies, dass sie aus dem richtigen Holz für die Red Bull X-Alps geschnitzt sind. Simon Oberrauner (AUT4) und Tobias Grossrubatscher (ITA2) konnten sich bei ihrer jeweils ersten Teilnahme bis in die Top 10 vorkämpfen.

Gestern absolvierte Oberrauner einen weiten Flug an der Seite von Veteran Aaron Durogati (ITA1). Während der Italiener von Knieproblemen aufgehalten wurde, konnte Oberrauner am Boden davonziehen.

Mittwochmorgen hatte sich Oberrauner in eine gute Position gebracht, um einen weiteren Flug zu absolvieren. „Es sieht nach einem richtig guten Tag aus“, sagte er. „Die Thermik ist vielversprechend. Ich hoffe, ich komme bis zur Kampenwand, um dort zu landen und hinaufzulaufen.“

Dem gelernten Förster Grossrubatscher gelang ebenfalls der Sprung unter die besten zehn Athleten. Er ist mit 23 Jahren der jüngste Teilnehmer – und war gerade einmal neun Jahre alt, als Toma Coconea (ROU) seine ersten Red Bull X-Alps in Angriff nahm.

Am Mittwoch endete das Rennen für alle pünktlich um 22.30 Uhr: Keiner der Athleten machte Gebrauch von seinem Ledlenser Night Pass.

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Update 21.30 Uhr

Der Favorit Chrigel Maurer hat am vierten Tag der X-Alps seinen Vorsprung vergrößert und erreichte am Abend Meran in Südtirol. Damit hat er bereits die halbe Strecke nach Monaco hinter sich gebracht. Die Verfolgertruppe aus dem Franzosen Petiot und dem Österreicher Guschlbauer folgen mit einem knappen Tag Rückstand. 

Trotz schwieriger Flugbedingungen durch starken Westwind und turbulente Thermik erreichte heute rund die Hälfte der Starter den Turnpoint in Aschau. Einige Athleten werden die heutige Nacht auf der Hochries verbringen und im ersten Tageslicht in Richtung Westen fliegen. Die restlichen Athleten werden morgen am Turnpoint in Aschau erwartet, wo dann am Abend die Flying Days mit einem Vortrag und X-Alps Zwischenbericht von Andy Frötscher (sechsfacher X-Alps-Teilnehmer und mehrfacher Südtiroler Meister im Gleitschirmfliegen) ihren letzten Höhepunkt finden.

X-Alps 2017: Verfolger erreichen Aschau

Jochen Maier (Flugschule Chimesee)

Update 11.00 Uhr

Mit Gaspard Petiot und Nelson de Freyman haben soeben die engsten Verfolger zum führenden Maurer den Turnpoint in Aschau im Chiemgau erreicht und auch schon wieder hinter sich gelassen.

Auch heute gibt es am Freibad in Aschau ein umfangreiches Rahmenprogramm.

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Dienstag, 4. Juli - Tag 3

Offizielle Pressemitteilung X-Alps (23:39)

Sie warteten und warfen sehnsüchtige Blicke gen Himmel – in der Hoffnung auf gute Flugbedingungen. Am Dienstagvormittag um 10:15 Uhr hoben Gaspard Petiot (FRA3) und Toma Coconea (ROU) in die Luft ab, um die Verfolgung von Chrigel Maurer (SUI1) aufzunehmen. Der Wettlauf zum dritten Turnpoint am dritten Tag des Rennens war eröffnet: Nun galt es Aschau am Chiemsee, 179km nördlich, zu erreichen.

Petiot und Coconea nutzten die Morgenstunden für einen anstrengenden 1.300m-Aufstieg auf die nördliche Seite des Mangarts. Petiot, der von seinen Geschwistern vor Ort angefeuert wurde, schwärmte von seinem gestrigen 100km-Flug. „Du hoffst immer auf einen weiten Flug“, sagte er während einer kurzen Pause. „Aber du weißt nie, was dich erwartet.“

Knapp hinter den beiden lagen Paul Guschlbauer (AUT1) und Nelson de Freyman (FRA3). Mit seinem zweiten Flug um 11 Uhr vormittags schloss der Österreicher schnell auf und passierte Turnpoint 2 in der Luft, dicht gefolgt von de Freyman. Zur Mittagszeit hatte die Vierergruppe Maurers Verfolgung aufgenommen. Der Schweizer hatte Turnpoint 2 am Vorabend absolviert und 40km zwischen sich und seine Verfolger gebracht. Er war bereits auf dem Weg zu Österreichs höchstem Berg – den Großglockner.

X-Alps 2017: Bilder von Tag 3

„Es ist möglich, dass Maurer heute noch den dritten Turnpoint in Aschau am Chiemsee erreicht“, meinte Rennorganisator Ulrich Grill. „Im Drautal sind Flüge über eine lange Distanz möglich.“

Und das war es: Um 18.45 Uhr erreichte Maurer den Turnpoint in Aschau. (Siehe folgende Pressemitteilung Flugschule Chiemsee)

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Pressemitteilung Flugschule Chiemsee (20.00 Uhr)

Der dritte Tag der X-Alps bot für die Top-Piloten im Starterfeld sehr gute Flugbedingungen. Kein Wunder, dass der Favorit Christian "Chrigel" Maurer aus der Schweiz seinen Vorsprung ausbauen konnte und gegen 18.45 Uhr den Turnpoint Aschau im Chiemgau erreichte, wo er von einer begeisterten Masse an Fans empfangen wurde. 

Doch auch die X-Alps-Youngsters beeindruckten heute mit gewaltigen Flugleistungen und spannendem Teamwork und behaupteten sich im Verfolgerfeld, das aber erst am Mittwochmorgen in Aschau erwartet wird. Großen Sportsgeist bewies eindrucksvoll der Italiener Aaron Durogati – wegen quälenden Knieproblemen musste er zu 100 Prozent auf seine überragenden Flugkünste setzen und überzeugte mit der weitesten Flugdistanz des heutigen Tages.

X-Alps 2017: Maurer erreicht Turnpoint in Aschau

Das i-Tüpfelchen des Tages setze aber wieder Chrigel Maurer: Auf die letzte erlaubte Flugminute beendete er seinen Sprint von Aschau auf die Hochries und den finalen Flug des Tages noch bis nach Flintsbach über den Inn.

X-Alps 2017: Eindrücke vom Turnpoint in Aschau

Am morgigen Mittwoch wird in Aschau also das Verfolgerfeld gleich in der Früh erwartet, das Hauptfeld dann im Laufe des Tages. Am Aschauer Freibad ist deshalb auch morgen wieder einiges geboten.

Jochen Maier (Flugschule Chiemsee)

Update 19.00 Uhr

Christian "Chrigel" Maurer hat die Kampenwand erstiegen und ist mit seinem Gleitschirm sicher am Turnpoint am Aschauer Freibad gelandet. Er führt die X-Alps 2017 an!

>>> Zum Live-Tracking

Update 17.52 Uhr

Der führende Christian Maurer befindet sich kurz vor dem Turnpoint am Aschauer Freibad. Weil es der Schweizer mit dem Gleitschirm nicht mehr über die Kampenwand geschafft hat, muss er seinen heutigen Endspurt zu Fuß antreten. Aktuell steigt er von Süden auf die Kampenwand.

Update 15.10 Uhr

Nach Informationen vom heutigen Turnpoint in Aschau im Chiemgau führt momentan Christian Maurer. Der Schweizer startete mit seinem Gleitschirm in Leogang und wird in Kürze im Aschauer Freibad erwartet.

>>> Das heutige Rahmenprogramm am Aschauer Freibad

Montag, 3. Juli - Tag 2

Pressemitteilung Flugschule Chiemsee

Chrigel Maurer passiert den Turnpoint "Triglav" – the race for Turnpoint Aschau is on! War gestern der Regen das große Handicap für die X-Alps-Athleten, hatten heute viele Piloten mit dem teilweise sehr kräftigen Nordwind zu kämpfen. Bedingungen, die dem viermaligen X-Alps-Gewinner Christian „Chrigel“ Maurer in die Karten spielten. Er überholte aus dem Mittelfeld fliegend den bis dahin führenden Rumänen Toma Coconea, der beeindruckend seine läuferische Stärke gezeigt hat. 

Der Deutsche Sebastian Huber konnte trotz seinem "Ledlenser Night Pass" seinen Platz in der Spitzengruppe nicht halten und befindet sich derzeit auf Position sieben. 

Zwischenzeitlich sind alle Vorbereitungen am einzigen deutschen Turnpoint in Aschau abgeschlossen und die Turnpoint-Tafel von Race-Director Christoph Weber überbracht.  

Race-Direkor Christoph Weber im Interview mit Jochen Maier

Die Spitzengruppe der Athleten wird im Laufe des Dienstagnachmittag erwartet. Aschau empfängt Piloten und Zuschauer mit einer großen Beachparty, gratis Benutzung der Kampenwandbahn für Piloten und großem Rahmenprogramm für Flieger und Nichtflieger

Insider-Infos zum Gleitschirmsport und den X-Alps finden Sie während der Aschau Flying Days am X-Alps Turnpoint am Aschauer Freischwimmbad bzw auf ww.xalps-aschau.de.

Jochen Maier (Flugschule Chiemsee)

X-Alps-Pressemitteilung:

Was für eine Nacht für Toma Coconea (ROU)! Die rumänische Lauflegende stürmte voraus, um als erster Athlet den Alpenhauptkamm bei den Hohen Tauern zu überqueren. Heute Vormittag hatte er bereits eine Distanz von 20km zwischen sich und seinen ersten Verfolger Sebastian Huber (GER1) gebracht, die bis Mittag auf 30km anwachsen sollte. „Ich habe nicht geschlafen“, sagte er. „Ich bin nur gelaufen.“ Sein Team ergänzte, dass die Musik von AC/DC ihn wach hielt.

Heute Mittag unternahm er den Aufstieg zur Spitze des Goldecks, einem bekannten Startplatz für Paragleiter. Mit einem Flug am Nachmittag plant er seine Führung weiter auszubauen. Obwohl der Regen aufgehört hatte, blieben die Bedingungen wechselhaft und hinderten eine Vielzahl der Athleten am Fliegen.

„Es war zu windig”, erklärte Huber an der Spitze des Maltatals während einer Fußmassage seines Physiotherapeuten Helmut Lorenz.

Das Teilnehmerfeld beginnt sich auseinanderzuziehen. Die Verfolgung von Coconea und Huber nahmen Gavin McClurg (USA1), der sich mit dem Einsatz seines Ledlenser Nights Passes weit nach vorne katapultierte, und Jesse Williams (USA2) auf. So wie es aussieht, erwartet uns ein harter Kampf um Platz 3 zwischen den beiden Amerikanern morgen – passenderweise am 4. Juli. McClurg überraschte mit seiner Entscheidung, den Ledlenser Night Pass zu ziehen. Immerhin hatte er vor dem Rennen erklärt, wie wichtig es für ihn ist, zwischen 02:00 Uhr und 05:30 Uhr zu schlafen. Da er sich nach dem Abstieg vom Gaisberg nur am 20. Platz wiederfand, gab ihm der Zug die Chance, einige Plätze gutzumachen.

Aaron Durogati (ITA1) hatte mit dem harten Abstieg vom Gaisberg zu kämpfen. Sein Team gab bekannt, dass er unter Knieproblemen leidet und äußerte die Befürchtung einer Meniskusverletzung. Sein Supporter Matteo Vettore sagt: „Gehen, vor allem im steilen Gelände, ist zurzeit leider beinahe unmöglich. Wir wägen nun unsere Optionen ab und versuchen zu fliegen, aber im Moment spielt das Wetter nicht mit.“

Chrigel Maurer gelang ein erster Flug, wenn auch nur über eine kurze Distanz. Dennoch reichte das Manöver, um sich vom 22. auf den 6. Platz zu verbessern. Der Schweizer stellte einmal mehr sein fliegerisches Können unter Beweis. Keines der Teams hat einen Ledlenser Night Pass für heute Nacht gezogen. Somit endet das Rennen heute für alle Athleten um 22:30 Uhr. Alle Blicken richten sich nun Richtung Triglav. Die Athleten sind über 70km verteilt, aber die Führung ist nach wie vor für jeden Einzelnen in Reichweite. Wer auch immer es schafft, den ersten weiten Flug zu absolvieren, könnte sich schnell an die Spitze des Feldes setzen. 

>>> Verfolgt das Geschehen via Live Tracking auf redbullxalps.com.

X-Alps 2017: Bilder von Tag 2

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Sonntag, 2. Juli - Tag 1

Die offizielle X-Alps-Pressemitteilung vom 1. Tag:

Begleitet von dunklen und bedrohlichen Regenwolken sind 31 Athleten aus 20 Nationen heute in die Red Bull X-Alps 2017 gestartet. Ihre Mission? So schnell wie möglich Monaco zu erreichen! Dabei dürfen sie sich nur zu Fuß oder mit dem Gleitschirm fortbewegen und müssen 7 Turnpoints in 7 Ländern passieren.

Der erste Aufstieg führte die Athleten auf die 1.287m hohe Gaisberg-Spitze mit Blick auf das SalzburgerLand. Sebastian Huber (GER1) war der erste Athlet, der nach einer Stunde und drei Minuten am Gipfel ankam, gefolgt von Toma Coconea (ROU) in einer Stunde und zehn Minuten. Chrigel Maurer (SUI1), Aaron Durogati (ITA1), Nelson de Freyman (FRA3) und Benoit Outters (FRA4) erreichten die Spitze als Gruppe mit einer vorläufigen Zeit von einer Stunde und zwölf Minuten.

Alle Athleten kamen noch vor 14 Uhr am ersten Turnpoint an, nachdem sie von Salzburgs berühmten Mozartplatz aus in das Rennen gestartet waren.

Das Erreichen des zweiten Turnpoints wird eine herausfordernde Aufgabe: Er liegt 157km südlich auf der Spitze des Triglavs in Slowenien.

Durch die schwierigen Wetterbedingungen, die das Fliegen heute unmöglich machten, mussten die Athleten ihren Weg vom Gaisberg zu Fuß fortsetzen. Auch wenn sie nicht in die Luft abheben können, müssen sie ihre gesamte Paragleit-Ausrüstung stets auf dem Rücken tragen.

Drei Athleten sorgten kurz nach dem Start für eine Überraschung, indem sie ihren Ledlenser Night Pass für die erste Nacht zogen. Toma Coconea (ROU), Gavin McClurg (USA1) und Sebastian Huber (GER1) dürfen ihren Weg nachts während der vorgeschriebenen Ruhezeit fortsetzen.

Der Ledlenser Night Pass muss vor 12 Uhr mittags an jenem Tag gezogen werden, an dem die Athleten ihn einsetzen möchten. Es ist eine taktische Entscheidung der drei Athleten, um früh im Rennen so viel Distanz wie möglich zwischen sich und ihre Konkurrenten zu bringen.

Weiters gilt es zu erwähnen, dass laut Reglement jenes Team, das am Mittwoch, den 5. Juli, an letzter Stelle liegt, aus dem Rennen ausscheidet. Alle weiteren 48 Stunden wird das jeweils letztplatzierte Team aus dem Bewerb genommen.

„Die Red Bull X-Alps sind das ultimative Rennen”, meint Paul Guschlbauer (AUT1). „Es ist eine Kombination aus Fliegen, Bergsteigen, Ausdauer und Taktik. Und das alles auf einem unglaublichen Spielfeld: Den Alpen.“

Rennorganisator Ulrich Grill sagt: „Wie der Titel des Events schon sagt, ist Red Bull X-Alps ein Abenteuerrennen und kein reiner Paragleit-Wettbewerb. Die Athleten müssen sich darauf vorbereiten viel zu laufen. So wie es im Moment aussieht, dieses Mal sogar sehr viel.“

>>> Live-Tracking der X-Alps-Atheleten

X-Alps 2017: Bilder von Tag 1

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Pressemitteilung Flugschule Chiemsee

Der erste Tag des härtesten Gleitschirm-Adventure-Races war geprägt von ergiebigem Regen, starkem Wind und schlechter Sicht in den Salzburger Bergen. Die Folge: Den Athleten war es unmöglich, in die Luft zu gehen. Aus diese Grund dominierten am Auftakttag die starken Läufer im Teilnehmerfeld, allen voran der rumänische X-Alps-„Veteran“ Toma Coconea und der deutsche Sebastian Huber.

Regen und starker Wind machten ein Fliegen am Auftakttag der diesjägrigen X-Alps unmöglich.

 

Für drei der Athleten neigt sich der Renntag jedoch noch lange nicht seinem Ende zu: Anstelle der obligatorischen Nachtruhe zwischen 22.30 und 5 Uhr haben sich Coconea, Huber und der US-Amerikaner Gavin Mc Clurg dazu entschlossen, einen wertvollen "Ledlenser Night Pass" zu verwenden, mit diesem dürfen die Athleten die Nacht durchlaufen. Dadurch erhoffen sie sich einen wertvollen Vorsprung auf das Verfolgerfeld und möglichst schnell fliegbare Bedingungen auf Ihrem Weg zum zweiten Turnpoint „Triglav“ vorzufinden.

Insider-Infos zum Gleitsschirmsport und den X-Alps bekommen Sie am Dienstag, 4. Juli, während der Aschau Flying Days am X-Alps Turnpoint am Aschauer Freischwimmbad und auf www.xalps-aschau.de. Bis Freitag gibt es dort ein umfangreiches Rahmenprogramm - Höhepunkt ist am Dienstagabend die Beach Party.

Jochen Maier (Flugschule Chiemsee)

Athleten fliegen über die Festung Hohensalzburg.

Der Vorbericht

Die Red Bull X-Alps 2017, das härteste Adventure-Rennen der Welt, startet am Sonntag, 2. Juli, 11.30 Uhr, in seine achte Ausgabe. Von Salzburg aus werden 31 Athleten aus 20 Nationen die 1.138 Kilometer lange Strecke quer über die Alpen nur zu Fuß oder mit dem Gleitschirm überqueren und darum kämpfen, als Erster im Ziel in Monaco zu landen. Dabei müssen sie sieben Turnpoints in sieben verschiedenen Ländern passieren - auch in Aschau im Chiemgau, wo in der kommenden Woche ein umfangreiches Rahmenprogramm für jedermann organisiert wurde!

Jeder Schritt und Flugmeter der Top-Athleten wird während des Rennens von einer Live-Tracking-Technologie erfasst und für Millionen von Fans zugänglich gemacht. Aufgrund der ständig wechselnden Wetterbedingungen ist eine gute taktische Planung ebenso wichtig wie die extreme Ausdauer, welche den Athleten abverlangt wird. Darum wird jeder der 31 Abenteurer von einem Supporter begleitet, der ihm Tag und Nacht bei Strategie, Versorgung und vielem mehr zur Seite steht.

Wie berichten täglich

Wir berichten täglich vom härtesten Adventure-Renner der Welt. Die Highlights des Tages erfahren Sie bis zum Ziel in Monaco hier in diesem Artikel!

Paul Guschlbauer (AUT1) und Aaron Durogati (ITA1) trainieren in den Dolomiten.

Samstag, 16.00 Uhr: Der Tag vor dem offiziellen Start

Am Tag vor dem offiziellen Start des Rennens in Salzburg werden die letzten Vorbereitungen im Basiscamp in Fuschl am See getroffen: es wird an Strategien gefeilt und vor allem das Wetter beobachtet und analysiert.

Jetzt sind es nur noch wenige Stunden bevor der Startschuss am historischen Mozartplatz im Herzen von Salzburg fällt. Die Athleten nutzen die Zeit sich physisch und mental auf die härtesten zwei Wochen Ihres Lebens vorzubereiten - ein 1.138 km langes Abenteuer an sieben Wendepunkten entlang der Alpen bis nach Monaco.

In diesem Jahr ist die Strecke schwieriger als je zuvor. Die Alpenkette muss mindestens vier Mal überquert werden. Die Athleten müssen zunächst auf den Gaisberg – den 1.287 m hohen Hausberg von Salzburg bevor sie mit den Paraglidern abheben um 157 km bis zum zweiten Wendepunkt am Triglav in Slowenien fliegen. Dort dreht die Route dann nach Nordwesten Richtung Deutschland, genauer: nach Aschau im Chiemgau, und dann wieder nach Süden Richtung Italien. Im Anschluss folgen noch die westlichen Punkte in Richtung Schweiz und Frankreich. Das Rennkomitee und die Athleten hoffen auf gute Flugbedingungen. Die Wettervorhersagen schauen nicht allzu gut aus. Das Rennen könnte also mit einem Fußmarsch beginnen – das würde für zusätzliche Spannung im Rennverlauf sorgen.

Auf der heutigen Pressekonferenz im Hangar-7 sagte der österreichische Athlet Paul Guschlbauer, dass es nach den derzeitigen Wetterprognosen von Morecast, ungefähr zwei Tage bis zum zweiten Wendepunkt am Triglav dauern wird. “Red Bull X-Alps ist das perfekte Rennen für mich. Ich liebe es in den Bergen zu sein, zu laufen und zu fliegen. Christian Maurer ist meiner Meinung nach immer noch der Beste und ich schaue zu ihm auf. Für mich und alle anderen wäre es der größte Erfolg in meiner Karriere das Rennen zu gewinnen und Chrigel vom Thron zu stoßen.“ fügte Guschlbauer hinzu.

Paul Guschlbauer (AUT1).

Der vierfache Champion Maurer, der krankheitsbedingt nicht am Leatherman Prologue teilnehmen konnte, sagte, dass er sich zum Start des Rennens 95 Prozent fit fühlt und nach ein paar Tagen dann sicher vollständig in Form sein wird. „So lange ich Spaß habe und die Lust nach dem Abenteuer spüre, kann ich mitmachen. Das wichtigste ist der Spaß und natürlich in Monaco anzukommen.“ so Christian Maurer. 

Christian Maurer (SUI1)

„Das Level der Athleten, die hier mit dabei sind, ist unglaublich“ sagt US Athlet Mitch Riley, der heuer zum ersten Mal teilnimmt. „In den Alpen zu fliegen ist mit nichts auf der Welt vergleichbar.“

Mitch Riley (USA3)

“Es schaut nach einem spannenden Abenteuer aus”, sagt Ulrich Grill von der Rennorganisation. „Dieses Mal haben wir das stärkste Starterfeld in der Geschichte des Events. Es wird also spannend sein, wer es als erster nach Monaco schaffen wird.“

Das Rennen startet am morgigen Sonntag um 11.30 Uhr. Die gesamte Action kann über das Live-Tracking mitverfolgt werden - oder auch hier in diesem Artikel: Wir liefern täglich die Hightlights der X-Alps 2017!

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Quelle: rosenheim24.de

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