Bleibt der SV Wacker doch in Liga drei?

Viele Fragezeichen beim SV Wacker Burghausen

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Burghausen - Bleibt der SV Wacker eine GmbH, bleibt Trainer Uwe Wolf? Über dem Klub schweben derzeit viele Fragezeichen, sogar der Abstieg scheint noch nicht besiegelt.

Sportlich lief es am Wochenende endlich wieder rund beim SV Wacker Burghausen. Die Salzachstädter setzten sich vor heimischer Kulisse mit 2:0 gegen die Stuttgarter Kickers durch und überholten den 1. FC Saarbrücken, der nach einer 1:5-Niederlage in Leipzig auf dem letzten Platz steht. Die Leistung der Mannschaft wird jedoch erneut von allerlei Spekulationen zur Zukunft des Klubs überlagert. Auch ein Ligaverbleib der eigentlich schon abgestiegenen Salzachstädter erscheint weiter nicht unrealistisch.

Halle jubelt, Unterhaching muss kämpfen

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Als Tabellenvorletzter wäre der SV Wacker immerhin der zweite Nachrücker, sollten andere, sportlich nicht abgestiegene Drittligisten die Liga verlassen. Mehrere Klubs kämpfen gegenwärtig um die Lizenz, positive und negative Meldungen scheinen sich im Moment die Waage zu halten. Der Hallesche FC etwa, einer von drei Vereinen, die besonders  hohe Auflagen erfüllen müssen, hat die finanzielle Rettung offenbar geschafft. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, könnte der Klub eine Finanzlücke in Höhe von 436.000 Euro schließen, die die Hochwasserschäden im Etat des HFC hinterlassen hatten.

Angespannt ist die Lage hingegen bei der SpVgg Unterhaching. Sportlich ist der Klassenerhalt nach dem Sieg gegen den MSV Duisburg so gut wie geschafft, allerdings kämpf der Verein darum, auch in der kommenden Saison die Kosten decken zu können. Wie liga3-online.de berichtet, könne sich Präsident Manfred Schwabl sogar Spielergehälter von lediglich 250 Euro vorstellen. Ein Vorgehen, das der DFB nicht mit Sicherheit durchwinken wird. "Der DFB sagt auch, mit ganz wenig Budget geht es halt auch nicht", zitiert liga3-online.de den 48-Jährigen.

Verlässt die U23 des VfB Stuttgart die Liga?

Ebenfalls weiterhin kämpfen muss der MSV Duisburg. Ein Schuldenschnitt hatte jüngst für Entspannung gesorgt, doch noch immer muss der Klub eine Finanzlücke in Millionenhöhe schließen. Überraschend gab es jetzt einen Wechsel an der Vereinsspitze. Der Vereinsvorstand hat Ingo Wald zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Seine drängendste Aufgabe: Die Lizenz für die kommende Saison. "Wir benötigen dazu Geld – und zwar frisches Geld", sagte Wald gegenüber waz.de. Das Lizenzierungsverfahren, so der 56-Jährige, sei in den letzten Wochen beim MSV von einigen Leuten "total unterschätzt" worden.

Hoffnung gibt es für den SV Wacker aber auch aufgrund einer Neuregelung, wonach die Profiklubs aus erster und zweiter Bundesliga ab Juli kein U23-Team mehr zum Spielbetrieb melden müssen. Wie das Wochenblatt meldet, könnte der VfB Stuttgart seine zweite Mannschaft, nach dem erfolgreichen Klassenerhalt eigentlich auch in der kommenden Spielzeit wieder dabei in Liga drei, aus der Liga abmelden.

Bleibt Coach Uwe Wolf an der Salzach?

Sollten die Salzachstädter dennoch in die Regionalliga absteigen müssen, scheint offen, in welcher Form die Mannschaft weitergeführt wird. Gegenüber der PNP bezeichnete es Dr. Christian Freyer, Vorsitzender des Gesamtvereins SV Wacker Burghausen, als wahrscheinlich, dass die Fußball-GmbH aufgelöst wird. Dem Wochenblatt zufolge gebe es jedoch Überlegungen, die GmbH auch in der Regionalliga fortzuführen.

Möglicherweise ist in der Regionalliga auch weiterhin Trainer Uwe Wolf an Bord. Er könne sich trotz eines Abstieges vorstellen, an der Salzach zu bleiben, zitiert ihn das Wochenblatt: "Der Verein ist mir ans Herz gewachsen."

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Daniel Pech

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