Chance für den TSV 1860 gegen Großbardorf

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Top-Torjäger Thomas Masberg

Rosenheim - Vor einer schwierigen Aufgabe steht der TSV 1860 Rosenheim am Samstag um 14 Uhr in der Fußball-Bayernliga beim TSV Großbardorf.

Auch wenn der Gegner momentan nur auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, ist höchste Vorsicht geboten. Denn für den Regionalliga-Absteiger geht es darum, nicht schon jetzt den Anschluss zu verlieren.

Zumindest einen Punkt will 1860 unbedingt mitnehmen. Die 30 ist die magische Zahl. Darauf konzentrieren die Sechziger nun alle Kräfte in den beiden letzten Spielen vor der Winterpause.

„Die 30 Punkte“, sagte Co-Trainer Christoph Schiller, „wären eine Supersache, das wäre fast schon die halbe Miete für den Klassenerhalt.“ Vier Zähler fehlen noch, die fordert Trainer Manfred Burghartswieser aus den Partien in Großbardorf und dann eine Woche später im Schlagerspiel gegen Tabellenführer FC Memmingen. Wie wichtig man das Spiel beim Tabellenvorletzten TSV Großbardorf nimmt, beweist schon die Tatsache, dass das Kathrein-Team bereits am Freitagabend die 369 Kilometer lange Fahrt nach Unterfranken antritt und dort in einem Hotel übernachtet, um ausgeruht den Kampf um die Punkte in Angriff nehmen zu können.

Christoph Schiller ist schon lange dabei. Wann man zuletzt zu einem Auswärtsspiel am Tag zuvor angereist ist, glaubt er noch zu wissen: „Das war in der Saison 1997/98, unserem letzten Bayernligajahr.“ Schiller weiß, dass das Spiel beim Regionalliga-Absteiger, der nun Gefahr läuft, gleich durchgereicht zu werden in die Landesliga Nord, alles andere als leicht wird. „Die stehen mit dem Rücken zur Wand, müssen gegen uns unbedingt gewinnen. Und sie haben sicher keine schlechte Mannschaft, auch wenn sie derzeit zehn Punkte hinter uns liegen.“

Doch Großbardorf hat Probleme. Und die sind nicht nur sportlicher Natur. Die vielen Verletzten rücken fast ein bisschen in den Hintergrund, mehr Sorge macht, dass auch ein Spiel der Großbardorfer im Zuge des Wettskandals auf dem Prüfstand steht. Bei der Regionalliga-Partie der letzten Saison gegen Heidenheim (2:4) soll nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein. Ob sich der Verdacht nun gegen Schiedsrichter, Großbardorfer oder Heidenheimer Spieler richtet, ist allerdings nicht bekannt, wie der Verein auf seiner Website mitteilt. Der TSV habe, so wird betont, in diesem Spiel eine seiner besten Leistungen in der Rückrunde erbracht und lange gegen den späteren Aufsteiger geführt. Unruhig aber ist man doch ob derartiger Anschuldigungen. Dagegen sind die Rosenheimer Probleme eher marginal, mit dem noch für dieses Spiel gesperrten Yunus Karayün sowie den Verletzten Manfred Burghartswieser, Dominik Haas, Bernd Sylla und Ozan Tuncali fehlen weiter fünf Spieler, dafür kehren Stammkeeper Peter Martin und Matthias Linnemann zumindest in den Kader zurück, der auch mit den 19-Jährigen Max Mayerl, Ervin Okanovic und Michael Sauer besetzt sein wird. „Wir müssen schauen, dass wir wieder kompakt stehen und dann versuchen, unsere Konterchancen besser zu nutzen“, fordert Schiller, der allerdings Thomas Masberg ein Sonderlob zollt: „Tom macht halt fast immer sein Tor“, sagt er über den Rosenheimer Goalgetter, der mit bisher zehn Treffern den Top-Torjägern der Liga, Hillinger und Stijepic (je 12), auf den Fersen ist. Nach einem kurzen Lockerungstraining geht es am Freitag um 18 Uhr in drei Kleinbussen auf große Tour, in Bad Königshofen, nur ein paar Kilometer von Großbardorf entfernt, nimmt man dort Quartier, wo vor sechs Wochen auch die Bayernliga-B-Junioren der Sechziger vor ihrem 4:1-Erfolg in Großbardorf übernachtet haben. Ein gutes Omen.

Gut ausgeschlafen will man die Mission „30 Punkte bis zur Winterpause“ in Angriff nehmen. Und schon ein bisschen Werbung in eigener Sache betreiben vor dem großen Jahresfinale am nächsten Samstag daheim gegen den FC Memmingen.

Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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