Sechster Platz für Benedikt Huber!

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Benedikt Huber (TSV Palling) erreichte bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm im 800-Meter-Finale einen beachtlichen sechsten Platz. Trotzdem konnte er sich nicht so richtig freuen, denn die Chance auf eine Medaille war groß.

Ulm/ Palling - Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm griff Benedikt Huber über 800 Meter nach den Medaillen – wurde am Ende aber „nur“ Sechster:

Benedikt Huber vom TSV Palling erreichte am Sonntag bei den 114. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm über die 800-Meter-Distanz einen guten sechsten Platz. Dennoch wäre am Ende bei seiner vierten Teilnahme bei Nationalen Freiluft-Titelkämpfen noch deutlich mehr drin gewesen. Die Euphorie war groß, denn am Vortag hatte sich der 24-jährige Pallinger im Donaustadion in seiner Paradedisziplin erstmals für den Finallauf qualifizieren können und in seinem Vorlauf ausgerechnet den späteren Deutschen Meister Dennis Krüger (1. VfL Marzahn) auf Platz zwei verwiesen.

In Abwesenheit der Mitfavoriten Robin Schembera (TSV Bayer Leverkusen) und Sören Ludolph (LG Braunschweig), die seit 2008 alle DM-Titel im Freien unter sich ausgemacht hatten und kurzfristig auf den Finallauf verzichteten, drehte Krüger im Endlauf dann aber so richtig auf, setzte sich sofort an die Spitze und gab die Führungsposition bis zum Rennende nicht mehr ab.

Wie groß die Medaillenchance für den frisch gebackenen bayerischen Meister über 800 und 1500 Meter, Huber, gewesen wäre, sieht man zum einen – auch wenn dies bei Meisterschaften keine große Rolle spielt – an der Krüger-Siegerzeit von 1:48,91 Minuten, die er unlängst bei einem Meeting in Belgien deutlich unterboten hatte, zum anderen an der Besetzung der weiteren Medaillenränge. „Silber“ ging nämlich durchaus überraschend an Denis Bäuerle (LG Filder/1:49,28 Minuten) und „Bronze“ an Jan Riedel (Dresdner SC/1:49,30 Minuten). Sie hatten sich ihre Kräfte am Ende am besten eingeteilt und konnten Patrick Zwicker (LC Rehlinge/1:49,60 Minuten) und Hallenmeister Andreas Lange (LG Reinbeck/Ohe/1:49,93 Minuten) noch kurz vor dem Zielstrich abfingen.

Huber selbst hatte das Glück nicht auf seiner Seite, denn als er nach etwa 500 Metern mit zwei Konkurrenten auf gleicher Höhe an der Spitze des Feldes lag, schaffte er es nicht, auf die kürzere und kraftschonendere Innenbahn zu gelangen. Der Weg wurde zu weit und so musste er schließlich abreißen lassen. Beim Schlussspurt auf der Zielgeraden war der Abstand nach vorne bereits zu groß, so dass er mit einer Zeit von 1:50,50 Minuten als Sechster ins Ziel kam.

Hinter sich lassen konnte Huber Carl-Philip Heising, Patrick Oehler, Patrick Schoenball und Michael Schäfer, die die Plätze sieben bis zehn belegten. „Der Vorlauf ist ideal für den Bene gelaufen, der Endlauf leider sehr unglücklich“, meinte Betreuer Werner Oberauer, der mit Trainer Rupert Rambichler vom TSV Palling zum gut zehnköpfigen Tross gehörte, der den Chiemgauer Ausnahmeläufer zur DM nach Ulm begleitete. Oberauer sprach von einem „taktisch geprägten Rennen mit vielen Rempeleien“.

Der Wunsch seines Schützlings nach einem von Beginn an flotten Rennen sei leider nicht in Erfüllung gegangen, trotzdem handle es sich um eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den letztjährigen nationalen Titelkämpfen. Huber, der sein Studium erfolgreich abgeschlossen hat und nun voll ins Berufsleben einsteigen wird, werde in den kommenden Wochen noch ein paar Läufe in der Region absolvieren und sich dabei auch einmal auf die ungewohnte 400-Meter-Distanz wagen, kündigte Oberauer an.

mmü

Quelle: rosenheim24.de

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