Acht deutsche Titel geholt

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Wolfram Wagner holte die Bronzemedaille im Slalom der Senioren.

Rosenheim - Mit elf Medaillen, davon acht in Gold, kehrten die Läuferinnen und Läufer des Wasserskiclubs Kiefersfelden-Rosenheim von der Deutschen Einzelmeisterschaft an der Seilbahn in St. Leon bei Heidelberg zurück.

Erfolgreichster Medaillensammler war wieder einmal Marius Schimanski, der in der Klasse U15 gleich alle vier Einzeltitel holen konnte. Dabei musste er nicht einmal neue persönliche Bestleistungen aufstellen, um seine Gegner in Schach zu halten. Im Slalom fuhr er in die 14-Meter-Leine und hatte dabei einen Vorsprung von über neun Bojen auf den Zweitplatzierten Max Klein vom ausrichtenden Verein St. Leon. Auch im Figurenlauf hatte Rene Meier von Schloss Dankern als schärfster Verfolger dem Programm des Oberbayern kaum etwas entgegenzusetzen und so blieb das 4800-Punkte-Programm von Marius Schimanski in Vorlauf und Finale fast doppelt so hoch wie das von Rene Meier. Im Springen wurde Marius Schimanski durch Max Klein und Philipp Heineke (WSV Friedberb) etwas stärker gefordert, hatte im Finale als einziger Springer über die 30-Meter-Marke dann doch wieder einen Vorsprung von über drei Metern vor dem St. Leoner Lokalmatador. In der Kombinationswertung lag sein Vorsprung von fast 800 Punkten damit im rekordverdächtigen Bereich.

Wesentlich härter musste sich Jana Wittenbrock mit ihren Rivalinnen in der offenen Klasse auseinandersetzen. Locker war sie mit riesigem Vorsprung ins Finale eingezogen, und mit 2,5 Bojen an der 13-Meter-Leine fuhr sie fast genauso stark wie im Vorlauf, als durch Chantal Mallwitz vom WSC St. Leon die gleiche Leistung erzielt wurde und es zu einem spannenden Stechen um den Titel kam. Jana Wittenbrock (WSCKR) legte vor und schaffte diesmal sogar den kompletten Parcours an der 13-Meter-Leine, während Chantal Mallwitz an der gleichen Leinenlänge bereits an der zweiten Boje ausschied. Im Springen war Janas Vorsprung an beiden Wettkampftagen mit über sechs Metern vor Susanne Klimmek (Schloss Dankern) ebenfalls mehr als komfortabel. Im Figurenlauf hatte sie als Drittplatzierte aber einen zu großen Rückstand auf Klimmek und Mallwitz, sodass die St. Leonerin die Kombinationswertung ganz knapp mit 20 Punkten Vorsprung vor der Läuferin vom Hödenauer See gewinnen konnte.

Seinen ersten deutschen Meistertitel in der offenen Klasse der Herren holte sich Daniel Maltzahn im Springen und vertrat dabei in würdiger Manier die abwesenden Vereinskameraden Thomas Bauer und Jochen Lüers. Im Vorlauf lag er zwar knapp einen Meter hinter den beiden Springern Björn Pech und Daniel Zinser vom ausrichtenden Verein St. Leon, aber im Finale brachte der 22-Jährige, der schon beim Titelgewinn der Mannschaftsmeisterschaften Anfang Juli die drittbeste Weite aller Teilnehmer gezeigt hatte, im vorletzten Versuch einen Sprung von fast 47 Metern in die Wertung, was mit fast drei Metern Vorsprung auch den Titelgewinn bedeutete. Nur knapp verpasste Patrick Knodel als zweiter Starter des WSC Kiefersfelden-Rosenheim in der offenen Klasse das Finale, ihm fehlten mit 37 Metern gerade mal 40 Zentimeter auf den letzten Finalplatz. Pech hatte auch Christian Weiland bei der Verteidigung seines Slalomtitels in der Klasse U19. Er kämpfte bei widrigen Bedingungen im Vorlauf tapfer um den Einzug ins Finale und lag ganz klar auf Medaillenkurs, im Endlauf aber erwischte es ihn bei seiner Anfangsgeschwindigkeit und die Konkurrenten zogen an ihm vorbei.

Besser machte es sein Vater und Clubvorstand Michael Weiland, der sich wieder einmal in der Seniorenklasse 2 mit herausragenden 2,5 Bojen an der 14-Meter-Leine den ersten Platz holte. Die letzte Medaille, eine Bronzene, holte mit Wolfram Wagner ebenfalls ein Vorstandsmitglied des Vereins, der nach gutem Vorlaufergebnis auf dem fünften Platz liegend noch ein tolles Finale fuhr und sich auf den dritten Rang mit drei Bojen an der 16-Meter-Leine an René Krahn und Martin Graw (ehemalige Titelträger) vorbeikämpfte.

lue/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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