„Ein reines Kampfspiel“

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Torschütze Markus Ostarek (im Bild links).

Großbardorf - Einen hoch verdienten Punkt hat der TSV 1860 Rosenheim von seiner längsten Auswärtsreise in der Fußball-Bayernliga mitgebracht

In Großbardorf, schon nahe der thüringischen Grenze im nördlichen Unterfranken gelegen, erreichten die Rosenheimer dank eines frühen Treffers von Markus Ostarek (3.) bei einem Gegentor von Sebastian Knüttel (11.) ein 1:1, mit dem Spielertrainer Manfred Burghartswieser durchaus zufrieden war: „Das Unentschieden ist unter dem Strich gerecht, wir haben damit einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz gehalten.“

Zehn Punkte liegt sein Team weiter vor dem letztjährigen Regionalligisten, der in akuter Gefahr ist, gleich durchgereicht zu werden in die Landesliga. Dagegen aber wehrt sich die Mannschaft mit Kräften. „In den ersten 20 Minuten haben wir den Kampf nicht angenommen, spielten nicht gut und haben gerade die zweiten Bälle meist verloren“, kritisierte Co-Trainer Christoph Schiller.

Dabei begann das Spiel eigentlich optimal für die Gäste: Nach einem tollen Spielzug und Doppelpass mit Danijel Majdancevic konnte Markus Ostarek mit einem überlegten Lupfer über den Torhüter die frühe Führung erzielen, die aber keine Sicherheit ins Spiel brachte. Schon acht Minuten später drang Großbardorfs Kapitän Sebastian Knüttel in den Rosenheimer Strafraum ein und schob nach einer kurzen Drehung den Ball ins lange Eck. Danach gab es bis zur Pause noch jeweils eine gute Chance für die Unterfranken, die Kevin Maschke zunichte machte, sowie für 1860. Markus Einsiedler vergab nach Freistoß von Majdancevic eine gute Kopfballmöglichkeit.

Nach dem Wechsel aber wurde das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch. „Da stand das Spiel auf des Messers Schneide, beide Teams hätten es nun für sich entscheiden können“, so Schiller, der vor allem starke Aktionen von Danijel Majdancevic sah, der aber im Abschluss glücklos blieb. So stand er in der 78. Minute allein vor dem Großbardorfer Keeper, der den Schuss aber mit dem Fuß zur Seite abwehren konnte. Doch auch die Gastgeber hatten noch gute Möglichkeiten, so in der 52. Minute durch Mantlik und vor allem in der 84. Minute: „Das war ein ganz dickes Ding“, so Schiller, das aber zum Glück für die Sechziger nicht zur Entscheidung genutzt wurde. Der TSV 1860 Rosenheim, der nach der Pause seinen angeschlagenen Torjäger Thomas Masberg durch Matthias Linnemann ersetzen musste, tat sich zunächst noch schwer auf dem kleinen Platz und dem tiefen Boden, der kein spielerischen Glanz zuließ.

„Ein reines Kampfspiel“, sah Schiller und Manfred Burghartswieser zeigte sich nach dem Schlusspfiff „stolz, dass meine Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit in den Kampf gefunden und schließlich verdient diesen Punkt geholt hat.“ Nun will man am kommenden Samstag (14 Uhr) im eigenen Stadion dem Tabellenführer FC Memmingen ein Bein stellen und mit einem Sieg in die relativ kurze Winterpause (bis 20. Februar 2010) gehen.

Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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